Erster Anfall mit 26

Hallo,Ich bin mittlerweile 27 und hatte meinen erst Anfall vor 1 1/2 Jahren. Ich bin Student und wohne in einer WG. Damals hatte ich auch am ganzen Körper gekrampft und gegen seine Tür geschlagen. Deswegen ist er wach geworden, in mein Zimmer gekommen und hat den Notarzt gerufen. Danach bin ich im Krankenhaus aufgewacht und meiner Mutter stand neben mir und war völlig fertig. Ich fragte Sie was denn los sei. Warum hab ich solche Kopfschmerzen und wieso bin ich im Krankenhaus. Ich habe von allem nichts mitbekommen. Nach drei Tagen und der Diagnose epileptischer Anfall konnte ich dann wieder nach Hause. Dann war ich 1 Jahr anfallsfrei und hatte auch keine Probleme. Dann Anfang dieses Jahres (zu meinem Geburtstag) lag ich auf einmal wieder im Krankenhaus und wusste nicht was passiert ist, so als ob sich dein Gehirn im Ruhezustand oder Standby Zustand befindet. Ich kam dann wieder zu mir und wusste langsam wieder was wohl passiert ist. Im Laufe des Aufenthalts wurde ein MRT und eine Lumbalpunktion gemacht, zudem hatte ich Probleme mit Sachen zu merken, als ob ich keine Aufmerksamkeit habe und nicht zu höre. Nach 10 Tagen und keiner Diagnose für die Ursache der Epilepsie bin ich dann nach Hause gekommen. (War jetzt auch nicht schlimm) Aber ich vermute immer noch einen Zeckenbiss bei dem ich auch Boreliose bekommen habe. Ich wurde auf Lamotrigin eingestellt und bin mittlerweile auf 200-200, die Dosis musste weiter erhöht werden, weil ich trotz ausreichendem Spiegel noch Anfälle habe. Ich komme mit meiner Epilepsie eigentlich ganz gut zu recht (bis jetzt), weil ich davon ja nichts mitbekomme. Meine neue Freundin, die ich kurz Corona kennengelernt habe und der ich auch von Anfang an gesagt habe, das ich Epilepsie habe, hatte bei meinem nächsten Anfall im April allerdings einen Nervenzusammenbruch.. Und ich lag kurze Zeit wieder im Krankenhaus, dieses Mal bin ich schon auf dem Weg zum Krankenwagen aufgewacht und war auch schnell wieder klar im Kopf. Jetzt hatte ich letzten Freitag wieder einen Anfall und dieses Mal ist meine Freundin cool geblieben, hat mich beobachtet, alles aus dem Weg geräumt und hat die Zeit gestoppt. Das ganze war nach ungefähr 2 Minuten vorbei und Sie hat keinen Krankenwagen gerufen. Allerdings hatte ich wieder Kopfschmerzen und ich musste meine Bettsachen waschen. (Eigentlich das unangenehmste an der ganzen Sache) Ich hoffe jetzt natürlich das ich richtig eingestellt werden kann und die Anfälle nicht mehr auftreten. Ich muss aber auch sagen, dass ich mit meiner Diagnose und Behandlung gut zurecht komme und immer positiv bleibe. Auch Alexander, Cäsar und co hatten (vermutlich) Epilepsien und haben mehr erreicht als man sich heute überhaupt vorstellen kann. Also immer positiv sein und sich nicht unterkriegen lassen..