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MRT standardmäßig ?

Edith, Mittwoch, 03. März 2021, 21:18 (vor 50 Tagen)

Hallo
mein Mann (älterer Jahrgang) hat seit 5 Jahren epi-Anfälle durch Kopfnarben am Kopf.EEG unaufällig. Da die Tabl.Dosis gesteigert wird, will die Neurologin dass ein MRT mit Einspritzung gemacht wird. Mein Mann will das nicht und hat angst, dass sich die Anfälle danach erhöhen bzw. dass die Untersuchung nicht gut für ihn ist,.

Meine Frage wer hat Erfahrung mit den MTR-Untersuchungen am Kopf.
Und wird das von Neurologen öfters verordnet?

Danke im voraus.
Mit besten gruss

MRT standardmäßig ?

Anton @, Donnerstag, 04. März 2021, 10:18 (vor 50 Tagen) @ Edith

Hallo Edith,

wenn ein MRT gemacht wird, ist das immer eine Fragestellung. Bei Deinem Mann gehe ich davon aus, dass, weil die Steigerung der medikamentösen Therapie nichts gebracht hat und er nach wie Anfälle bekommt, sich der Neurologe das Innere in seinem Kopf näher ansehen will. Das geht am Besten mit einem MRT. Am allerbesten ist ein MRT mit Kontrastmittel.

Weil das Kontrastmittel unerwünschte Nebenwirkungen haben kann, was man viele Jahre nicht so ernst genommen hat, verlangen pflichtbewusste Radiologen die Vorlage einer Blutuntersuchung, auf dem der aktuelle Kreatininwert zu finden ist. Es geht um die Nierenfunktion.

Ich bin Patient und med. Laie und habe zig MRT Kopf mit Kontrastmittel gehabt und bisher keinen Schaden genommen, obwohl meine Nieren nicht mehr ganz in Ordnung sind. Durch das Kontrastmittel habe ich während der Untersuchung jeweils eine starke Erwärmung im Kopfinneren gespürt, sonst hat es mir nichts ausgemacht.

Im Falle Deines Mannes gehe ich davon aus, dass die Ärzte die Ursächlichkeit der Anfälle suchen. Das nennt sich Diagnostik im Ausschlussverfahren. Mit dem MRT mit Kontrastmittel können sie wesentlich besser Auffälligkeiten im Kopf sehen.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

MRT standardmäßig ?

Anton @, Freitag, 05. März 2021, 13:02 (vor 49 Tagen) @ Edith

Hallo Edith,
ich möchte meinen Beitrag noch ergänzen, weil ich der Meinung bin, dass ein MRT mit Kontrastmittel nicht zu neuen Anfällen führt. Genau beantworten kann nur ein Arzt diese Frage.

Ich habe mich in eure Lage versetzt. Dein Mann wird therapiert und therapiert und so richtig will es nicht gelingen. Das geht euch beiden an die Substanz, und es wäre schön, wenn endlich Positives dabei herauskäme.

Sollte Dein Mann unter Platzangst leiden, kann ihm, bevor er in den Röhre kommt, etwas zur Beruhigung gegeben werden. Auf Wunsch machen Ärzte das. Sollte es ihm zu laut sein darin, kann er einen besonderen Schallschutz verlangen, das sind Kopfhörer, die auch die Außenbereiche der Ohren abdecken.

Wenn der Arzt diese Untersuchung empfiehlt, wird es seinen Grund haben. Und zwar denke ich an folgende Situation. Ich weiß, dass in Deutschland Tausende in Altersheimen wohnen, weil sie unter „Alterhirndruck“ leiden und dort nicht hingehören. Das sind oft Menschen, die noch nicht einmal die 50 erreicht haben. Das passiert, weil die Krankenkassen nicht in jedem Fall ein MRT als diagnostische Maßnahme zulassen.

Wodurch entsteht Altershirndruck. Der Knochenbau eines Menschen beginnt mit zunehmenden Alter zu schrumpfen. Der Körper verliert an Größe und die knöchernen Elemente, so auch die Hirnwasser-Ventrikel im Kopf, verändern sich, sie werden kleiner, die Menge Hirnwasser bleibt. So kann ein Druck entstehen, der zu vielen unterschiedlichen neurologischen Symptomen führen kann. Auch Anfälle gehören dazu. wenn Du „Altershirndruck“ eingibst, erhältst Du jede Menge Informationen zu diesem Krankheitsbild.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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