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Alkohol und Epilepsie

Maurits12345, Freitag, 21. August 2020, 22:48 (vor 67 Tagen)

Hallo, erstmal etwas zu mir. Ich bin M 21 und habe Epilepsie seitdem ich 12 bin. Haben das ganze damals aber auch relativ schnell unter Kontrolle bekommen und ich bin nun seit 8 Jahren anfallsfrei. Ich nehme 1750mg levetiracetam und 2000mg apydan täglich (morgens und abends).
So weit so gut nur habe ich dank der ganzen Sache noch nie in meinem Leben auch nur einen Schluck Alkohol getrunken. Klar es lässt sich auch ohne Alkohol prima leben das weiß ich jedoch habe ich ein gewisses Verlangen danach zu wissen wie es ist.
Mit Cannabis bisher nur gute Erfahrungen gemacht da hatte ich auch nie Bedenken.
Jetzt zur Frage: Was sind eure Erfahrungen mit Alkoholkonsum und täglicher Einnahme von Tabletten gegen Epilepsie und wie hoch würdet ihr das Risiko eines Anfalles einschätzen wenn ich mir ich sage mal einen „guten Pegel“ zusammenreimte?
Es ist nämlich wirklich kein hohes Risiko wert denn ich habe viele Freiheiten, ich kann Auto fahren seit meinem 18. Lebensjahr und mein letzter Anfall ist wie gesagt Ewigkeiten her.

Vielen Dank im Voraus für eure Beiträge.

Alkohol und Epilepsie

mathilda @, Sonntag, 23. August 2020, 13:00 (vor 65 Tagen) @ Maurits12345

Hallo Maurits,

Alkohol sollte man mit den Tabletten zusammen natürlich nicht trinken.

Es gibt einige Epileptiker, die ohne Probleme ein wenig Alkohol trinken können. Doch wenn du schreibst, einen gewissen Pegel zu haben, hört sich das für mich nicht wie ein wenig an.

Bei anderen löst Alkohol Anfälle aus. Das ist halt bei jedem verschieden.

LG

Alkohol und Epilepsie

B26, Sonntag, 23. August 2020, 21:57 (vor 65 Tagen) @ Maurits12345

Guten Abend Maurits12345

Ich kann dein Verlangen, Alkohohl als berauschende Substanz kennenzulernen komplett nachvollziehen.
Ich lernte mit der Zeit, dass ich Alkohohl nicht konsumieren kann ohne das Risiko einzugehen, hinterher einen Anfall zu haben. Dabei kommt es bei mir nicht auf die Menge an, ich konnte auch Alkohol trinken ohne Anfall am folgenden Tag. Es war ganz unterschiedlich, aber Alkohol war zu oft ein mit entscheidender Faktor zur Begünstigung eines Anfalls. Deshalb verzichte ich nun ganz auf ihn.

Da jeder Körper anders reagiert, kann ich das Risiko für dich nicht einschätzen.

Falls du es ausprobierst erlaube ich mir diesen Ratschlag:
Probier es nur im beisein einer Vertrauensperson und nimm dir genügend Zeit, lass es sein wenn du sonst schon gestress bist. Auch am folgenden Tag solltest du nichts vorhaben, einfach nur erholen.

Pass auf dich auf!

Gruss B26

Alkohol und Epilepsie

pegasus, Montag, 24. August 2020, 11:54 (vor 64 Tagen) @ Maurits12345

In Bethel wurde gesagt, man sollte es lassen Alkohol zu trinken allerdings kann man es auch selbst ausprobieren, ob man es in Maßen verträgt.

Bedeutet, zu viel sollte es nicht sein. So vertrage ich zum Beispiel 1-2 Biere, aber wenn ich es übertreibe komme ich mit einem komatösen Zustand ins Krankenhaus, weil dann die Anfälle halt in Serie kommen.

Alkohol und Epilepsie

Mama, Freitag, 02. Oktober 2020, 06:27 (vor 25 Tagen) @ Maurits12345

Hallo,

Ich kann dir nur einen guten Ratschlag geben.

LASS ES

Es ist es nicht wert. Mein 19..jähriger Sohn ist auch seit 10 Jahren Epileptiker. Hatte bis jetzt die Krankheit gut im Griff, leider hat er, nachdem er vermehrt Alkohol getrunken hat, Anfälle bekommen.

Wenn Du dies riskieren willst.

Alkohol und Epilepsie verträgt sich nicht.

Aber jeder muss es selbst entscheiden

Alkohol und Epilepsie

Anton, Freitag, 02. Oktober 2020, 08:02 (vor 25 Tagen) @ Mama

Ich habe versucht, die Ursache für Anfälle zu finden. Trotz Einhaltung aller Regeln kam es phasenweise doch zu Anfällen. Mit der Suche habe ich bei Speisen, Getränken und Kosmetika begonnen. Habe sie unter die Lupe genommen, anhand der Beipackzettel ihre Verträglichkeit geprüft.

Dabei konnte feststellen, dass alles, was einem Gärprozess ausgesetzt war, zu Anfällen führte. Hier ein paar Beispiele: Marmelade im Glas, vor allem, wenn es schon länger geöffnet war. Überreife Bananen und alle reifen Früchte führten zu Anfällen. Apfelsaft z. B. ist vor dem Abfüllen einem Gärprozess ausgesetzt gewesen. Er führte zu Anfällen. Auch Obstsalate gehörten dazu.

Aus der Gärung entsteht Alkohol. Den Brauvorgang vom Bier kennen wir, es ist gegoren und kann zu Anfällen führen. Folglich wusste ich, dass alles an Alkohol, selbst in allerkleinsten Mengen, Anfälle auslöst. Es ist schon verwunderlich, in welchen Speisen und Getränken, vornehmlich beim Griechen, Alkohol zu finden ist. Wie wir Kinder damit „fütttern“, ohne dass sie dahinter kommen. Erste Übungen für das spätere „Flatrate-Trinken“.

Alkohol ist Bestandteil in einer Vielzahl von Kuchen, Torten und Süßigkeiten. Es gibt kaum ein Restaurant, in dem in der Küche Speisen nicht mit Alkohol „verfeinert“ werden. In Kartoffelsalat und sonst fast allen Salaten ist Essig (im Dressing) (unterstellen wir, dass Essig dem Alkohol gleichzusetzen ist), der Verzehr dieser Speisen führte zu Anfällen. In Ketchup und Senf ist Essig. Alkohol ist auch zu finden im Speiseeis. In der Schwarzwälder-Kirsch-Torte und in vielen anderen Kuchen.

Alkohol oder alkoholähnliche Stoffe sind ebenfalls in flüssiger homöopathischer Medizin zu finden. Sie wird damit konserviert, um haltbar zu bleiben. In dem Desinfektionsmittel, welches auf die Haut getupft wird vor der Blutabnahme, ist Alkohol enthalten. In vielen kosmetischen Produkten ist Alkohol. So in Mundwässern, in Zahncremes, in Haargels und Haarsprays und anderen Sprays, in Gesichtscremes. In besonders hoher Konzentration in den Sonnenschutzcremes. Erstmalig ist es mir aufgefallen beim „Mallebrin“ Mundwasser.

Starker Hunger, sogenannter Heißhunger, kann zu Anfällen führen. Wer den öfter hat, sollte sich für unterwegs ein paar Bonbons oder sonst Essbares einpacken. Wer sturzhaft das Essen in sich einfüllt, kann Anfälle bekommen. Ein übervoller Magen kann zu Anfällen führen. Wer kurz nach der Medikamenteneinnahme literweise Milch oder große Mengen kalte Flüssigkeit zu sich nimmt, spült die Medizin durch den Verdauungsapparat, ohne dass sie den Wirkstoff abgeben kann.

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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