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Epilepsie alternativ behandeln

kumpelinchen, Donnerstag, 16. Juli 2020, 14:47 (vor 104 Tagen)

Hallo zusammen,

hat hier jemand Erfahrung mit alternativen Behandlungsmethoden, z.B. Akupunktur? Ich bin grundsätzlich skeptisch dem gegenüber, bin aber trotzdem neugierig.

Kurz zu mir: ich bin 31 und hatte im Leben erst 2x einen großen Anfall, mit 20 und mit 23. Trotzdem nehme ich bis heute täglich Lamotrigin. Ich war dann mal nach Augenärzten, Neurologin usw. bei einer Heilpraktikerin, weil ich extrem unter Schwindel und Übelkeit gelitten habe. Es hat sich herausgestellt, dass das Lamotrigin extrem im Blut angestiegen ist, seit ich meine hormonelle Verhütung abgesetzt habe. Es ging mir richtig dreckig, bis ich runterdosiert habe. Ok, was ist das für ein heftiges Zeug das ich jeden Tag einnehme. Und will ich das meinem Baby antun? (auch wenn Lamo das Mittel der Wahl ist bei Schwangerschaft, das weiß ich alles)

Die Heilpraktikerin ist auch promovierte Schulmedizinerin und sagt trotzdem, es nicht sein dass Epilepsie unheilbar/idiopathisch ist und man nur mit Medikamenten unterdrückt statt die "zu viel Energie" im Kopf abzuleiten. Sie hat jedenfalls gesagt sie behandelt gerade eine junge Frau, die total glücklich ist, weil sie ihre Medis runterdosieren kann.

Würde mich Erfahrungsberichte freuen.

Liebe Grüße,
Kumpelinchen

Epilepsie alternativ behandeln

Dennis, Donnerstag, 16. Juli 2020, 18:47 (vor 103 Tagen) @ kumpelinchen
bearbeitet von Dennis, Donnerstag, 16. Juli 2020, 18:54

Hi Kumpelinchen,

Sag mal hat dein Neurologe dich nicht darüber aufgeklärt das durch die "hormonelle Verhütung - Pille" das Lamotrigin sehr schnell abbgebaut wird im Körper und durch absetzten jetzt eine zu hohe einstellung bekommen kannst ??

Das sind jetzt die Nebenwirkungen vom Lamotrigin wenn man zu viel nimmt oder es ab einer bestimmten Dosis nicht verträgt.

Von alternativer Behandlung, ausser Medikamente, OP, ),VNST (VagusnNervStimulator),Fett-Therapie.
Fett-Therapie (Nur Fett essen) ist jetzt eine neue behandlungsart. Evtl. entspricht das deiner Vorstellung. - würde Ich mal mit Neurologen oder einem Arzt in einer Fachklink besprechen.


Gruß Dennis

Epilepsie alternativ behandeln

Heidi, Freitag, 17. Juli 2020, 10:43 (vor 103 Tagen) @ kumpelinchen

hallo kumpelinchen,
ich kann nur aus eigener Erfahrung antworten. Mit 16 Jahren habe ich alles mögliche probiert, ich griff auch nach jeden Strohhalm. Aber ich machte Mit Homöopaten ganz schlechte Erfahrungen, ich sollte meine Antibiepileptika absetzen und Naturmittel nehnen. Die Folge war, dass ich nach 4 Std. einenen Grand-mal bekam. Mit den alten Mitteln wurde es wieder besser. Später bestätigten mir 2 unabhängige Homöopathen, das alternative Mittel bei Epilepsie nur unterstüzend wirken können. Lass Dich bei Deinem Epileptologen ausführlich beraten. Ich wünsche Dir alles Gute,
lieber Gruss Heidi

Epilepsie alternativ behandeln

stepl, Freitag, 17. Juli 2020, 17:46 (vor 103 Tagen) @ kumpelinchen

Hallo,

In der Schulzeit stellte ich mal fest:
„Wer beherrscht wen? Der Körper mich oder ich den Körper?“ Etwa so: Der Kopf denkt, der Körper handelt.

Als der Gedanke mit Yoga aufkam: Es ging darum, die Bewegungen langsam auszuführen. In der Verlangsamung liegt die Meditation.
In der Erregung, unter Stress handelt der Körper schneller, als der Kopf denken kann. Etwa so: Er fällt dem anderen ins Wort. Bei Feuer und anderem, handelt der Körper automatisch.


gruss stepl

Epilepsie alternativ behandeln

Kopfschmerzen, Montag, 20. Juli 2020, 17:20 (vor 100 Tagen) @ stepl

Das hast du gut ausgedrückt und da sehe ich auch viel Wahres drin. Das ist wunderbar. Ich mag yoga auch sehr.

Epilepsie alternativ behandeln

kumpelinchen, Freitag, 04. September 2020, 15:20 (vor 54 Tagen) @ stepl

Möchtest du damit sagen, Yoga kann Anfälle vermeiden?

Epilepsie alternativ behandeln

basel, Freitag, 14. August 2020, 16:18 (vor 75 Tagen) @ kumpelinchen

Hallo,

bei mir wurde vor vielen Jahren (im Kindesalter) Epilepsie festgestellt und man gab mir damals Medikamente. Das hat mein Leben total zum Nachteil verändert und ich hatte immer einen starken Leidensdruck.
In den letzten 20 Jahren laß ich, wie wichtig auch Magnesium bei Epilepisie ist, denn der Mineralstoff kann weit mehr, als nur vor Krämpfen schützen.
Manche neigen zu Unterzucker "Hypoglykämie" - auch beim Nichtdiabetiker und das kann sich auch in Bewusstseinsstörungen und Krampfanfällen bemerkbar machen.
Die Diagnose "Hypoglykämie" lässt sich durch eine Blutzuckermessung schnell bestimmen.
Ich habe gelesen, dass eine Patienin schrieb, dass sie leider erst bei drei Neurologen war - erfolglos -, bis ein Heilpraktiker bei ihr "Unterzucker" festgestellt hat.
Vielleicht könnte Dir weitergeholfen werden, wenn Du Hypoglykämie beim Heilpraktiker mal ansprichst.
Ich bin überzeugt, dass ich kein echter Epileptiker bin, weil man solche Untersuchungen bei mir nie gemacht hat, auch nie Magnesium gegeben. Und die Medikamente können auslösen oder Anfälle unterdrücken. Und wenn sich das Gehirn so lange wie bei mir daran gewöhnt hat, kann man sie nie absetzen.
Und was noch sehr wichtig ist, viele haben einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel - bei Epilepsie - man hat in den 70-Jahren Froschungen gemacht und den positiven Effekt nachweisen können, die Forschungen dann leider wieder eingestellt.
Auch die Ernährung spielt eine große Rolle.
Als ich mit 16 Jahren die kedogene Diät machte, war mein EEG ganz in Ordnung, früher waren Epilpsiekranke während der Fastenzeit immer anfallfrei. Ich wollte die eigenartige Ernährung damals nicht weitermachen, weil sie sehr kompliziert war und man auf so vieles verzichten muss.
Auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, kann Anfälle auslösen. Es gibt zwischenzeitlich Medikamente, die sind gluten- und lactosefrei.

Alles Gute und liebe Grüße

Brigitte

Epilepsie alternativ behandeln

kumpelinchen, Freitag, 04. September 2020, 15:18 (vor 54 Tagen) @ kumpelinchen

Hallo zusammen,

danke euch für die Antworten. Sorry, dass ich so spät antworte, ich hoffe ihr lest noch mit. ;)
Tatsächlich hat meine Neurologin das mit den Hormonen und Lamotrigin nicht gewusst. Obwohl ich vor dem Absetzen zu ihr gegangen bin und es angesprochen habe. Und obwohl ich mit schlimmen Symptomen bei ihr war ein paar Wochen nach dem Absetzen. Deshalb bin ich sehr enttäuscht. Ich habe letztendlich von der Heilpraktikerin den Tipp bekommen die Fachinformationen zu Lamo zu lesen und anhand dessen hab ich mir selbst geholfen und eigenmächtig runterdosiert.

Ich hatte im Leben nur 2 Anfälle, deshalb werde ich auch manchmal gefragt ob das wirklich notwendig ist mit den Medis und ich frag es mich natürlich auch. Mein Problem ist nur, dass ich mit Panik/Ängsten zu kämpfen habe wenn ich befürchte (Autofahren mit flackerndem Sonnenlicht unter Bäumen) einen Anfall in einer blöden Situation oder unter Leuten zu haben. Eine rein ketogene Ernährung geht mir zu weit, das wäre ein zu großer Einschnitt für mich.

Vielleicht probiere ich das mit der Heilpraktikerin. Die erste Behandlung war leider schon bei 250 Euro, deshalb dachte ich vielleicht hat jemand Erfahrung.

Viele Grüße

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