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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 12:07 (vor 25 Tagen)

Hallo zusammen,

bisher hatte ich nur provozierte (Alkohol und wenig Schlaf) schlafgebundene Anfälle diese ca. 30 Sekunden dauern laut meiner Frau.
Mit einem leichten Zungenbiss und leichten Muskelkater.

Jetzt habe ich letzten Montag Nacht zwei Anfälle gehabt, innerhalb von 5 Stunden auch ca. 30 Sekunden jeweils.
Seitdem bin ich psychisch am Ende, erst konnte ich Nachts nicht mehr schlafen und hatte richtig Angst vor der Dunkelheil.
Es fühlt sich alles anders an, als ob sich mein Leben geändert hätte.

Ich habe an diesem Montag, eine Zahnärtzliche Behandlung gehabt, bei diesem ich eine Stunde lang verkrampft da lag, wegen den Schmerzen.
Mein Zahnfleisch wurde ein bisschen betäubt und mit einem elektrischen Pieckser tief in den Taschen gereinigt.

Ist es möglich das es durch diese Behandlung, provozierte Anfälle auslösen kann?

Und wie lange braucht ihr, bis ihr nach einem Anfall wieder psychisch in der Spur seit?
Ich bin psychisch sowieso nicht der stabilste.

P.S. Medikamente nehme ich bisher noch keine, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen habe und ein Anfall nur alle 4 Monate nach provozierten Taten habe.

P.P.S. MRT, EEG, Schlafentzugs-EEG, war alles unauffällig und auch sonst keine Probleme.

Vielen Dank

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Dennis @, Ahaus - NRW, Montag, 04. Mai 2020, 15:46 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Hi Nico,
Du hast ja schon einige Untersuchungen hinter dir, EEG, mit Schlafentzug usw.
Welcher Arzt hat dir diese Untersuchungen verschrieben ?? Hausarzt oder Neurologe ,??
Die müssten dir doch auch noch etwas zu diesen Symptomen gesagt haben.

Ob es wirklich Epilepsie ist
oder evtl. Stressanfälle Weil du im Moment ohne Medikamente bist.


Haben die Ärzte wirklich Nichts gesagt??

Gruß Dennis

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 16:23 (vor 25 Tagen) @ Dennis

Hey Dennis,

Hausarzt hat mich zum Neurologen geschickt, bei diesem wurde dann EEG und Schlafentzugs-EEG gemacht - Beide Unauffällig.
Hausarzt hat mich auch zum MRT geschickt - auch unauffällig.
Der Neurologe hat mich zur Epilepsie Ambulanz nach Freiburg geschickt - dort waren auch alle Tests unauffällig.

Trotzdem meinte alle Ärtze ich hätte Epilepsie und soll Medikamente nehmen, obwohl ich eigentlich immer nur provozierte Anfälle hatte.

Ich habe noch nie was tagsüber gemerkt und sonst auch keine Probleme außer psychische nach einem Anfall in der Nacht, weil ich mich immer so reinsteiger.
Und wie gesagt, nachden letzten Anfällen von letzter Woche habe ich schiss das ich auch unprovozierte Anfälle bekomme und dreh am Rad das ich in der Nacht sterben kann.
Ich weiß, hört sich blöd an.
Ich bin soweit, das ich Medikamente nehmen würde, habe aber Angst wegen Nebenwirkungen und das mein Leben schlechter wird.

Gruß
Nico

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pegasus, Montag, 04. Mai 2020, 16:49 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Dir ist schon klar, dass Angst Stress auslöst und Stress ein Anfallsauslöser ist bzw. sein kann?

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 16:57 (vor 25 Tagen) @ pegasus

Ja, ich weiß.
Aber ich hatte vor dem letzten Anfall ja keine Angst.
Aber jetzt habe ich richtig Angst.
Ich fühle mich wie ein anderer Mensch

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pegasus, Montag, 04. Mai 2020, 17:03 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Tjoa ... Was soll ich dazu noch schreiben ... so einen echten richtigen Rat kann ich dir nicht geben ...

Ich weiß nur halt von mir, je mehr mich etwas stresst, desto wahrscheinlicher ist ein Anfall, daher unternehme ich alles, um mir diesen Stress zu vermeiden ... Bringt auch nichts ... Gegen den Anfall selbst, der vorbei ist, kann ich nichts mehr machen, da hilft nur nach vorne schauen und warten ...

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 17:11 (vor 25 Tagen) @ pegasus

Aber glaubst du, das ein Anfall durch die zahnärztlichen Behandlung ausgelöst worden sein könnte?
Und wie oft hast du einen Anfall?

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pegasus, Montag, 04. Mai 2020, 19:33 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Keine Ahnung, ob das passieren kann ...

Ich hatte mal eine Zeitlang sehr viele Anfälle, da stand ich auch immer in obacht Stellung, hatte mich selbst gestresst usw usf ... Da kam dann ein Anfall nach dem anderen ... Mittlerweile juckt es mich aber nicht mehr, die Anfälle wurden weniger und sind es auch heute noch ... Wenn einer kommt, zur Kenntnis nehmen, alles zurechtrücken und weiter geht das Leben ...

Was den Rest angeht, wir haben gerade ja den Lockdown ... Hat sich da nichs bei dir gravierend geändert oder ist da alles beim alten gewesen? Schon einmal daran gedacht, dass du einfach nur einen Lagerkoller bekommst?

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 19:50 (vor 25 Tagen) @ pegasus

Hat sich eigentlich nicht viel geändert.
Hatte nur bis heute Urlaub.
Ich hatte, halt bisher nur Anfälle, nachdem ich zuviel Alkohol getrunken habe und in der darauffolgenden Nacht dann das passiert ist.
Und natürlich auch nicht jedesmal.
Ich trinke auch deswegen nicht mehr soviel, obwohl ich trotzdem gerne noch was trinke.
Was zu trinken, bedeutet für mich irgendwie Freiheit und Wohlfühlen.
Aber nachdem jetzt ohne Alkohol was passiert ist, habe ich halt Angst.

Meine Frau und ich versuchen gerade Kinder zu bekommen und in naher Zukunft Eigentum zu erwerben.
Jetzt habe ich Angst das ich das nicht erleben kann

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Green @, Montag, 04. Mai 2020, 20:24 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Hallo

sagmal glaubst du das du im Anfall stirbst oder was denkst du?

Lg Green

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 20:34 (vor 25 Tagen) @ Green

Ich google halt zuviel und lies halt immer über solche Sachen.
Außerdem habe ich ein bisschen Hypochondrie

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Green @, Montag, 04. Mai 2020, 20:38 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Hallo und hast du dich mal auf diesen Seiten hier informiert?

Green

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 20:40 (vor 25 Tagen) @ Green

Welche Seiten?

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Green @, Montag, 04. Mai 2020, 21:02 (vor 25 Tagen) @ NicoW
bearbeitet von Green, Montag, 04. Mai 2020, 21:05

Unter dem Wort Informieren wo die verschiedenen anfallsformen usw, erklärt sind...und vieles mehr.
Die Sache mit der Schwerbehinderung und und.

Und die Sache mit dem Auto fahren...fahren sie Auto?
Adressen von Beratungsstellen Shg und vieles mehr.

Lg Green

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Dennis @, Ahaus - NRW, Montag, 04. Mai 2020, 22:05 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Also Nico evtl. solltst Du mal nicht so viel Google & Wikipedia fragen,
In diesem Forum sind genug links und informationen zu finden die auch eher zutreffend und aussagungs fähiger sind als so manch anderes auf google/wiki.

Nimm dir mal bissel Zeit und suche hier mal nach tipps und info´s

Schönen abend noch Dennis

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melli.m, Montag, 25. Mai 2020, 23:49 (vor 4 Tagen) @ NicoW

hallo Nico,

Ich habe dein Text gelesen, ich habe mich auch viel schlau gemacht was die Krankheit Epilepsie betrifft und hab mich auch ärtzlich schlau gemacht. Wenn man die Krankheit mit Tabletten gut im Griff hat dann hat man kein normales Leben nicht das ist klar aber sterben tust du nicht daran. Es gibt Fälle da wird operiert mit Erfolg( in meinen Bekanntenkreis gibt's ein der ist seid der o.p anfallfrei).Auto fahren geht und sollte man nicht tuhn bei sowas kann man sich umbringen. Ich habe auch von deine Pläne gelesen . ich find es gut das du Ziele hast auch mit der Krankheit. Es wäre vielleicht nicht schlecht zu checken ob dies vererblich ist. wenn Familienplanung da ist.

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melli.m, Montag, 25. Mai 2020, 23:51 (vor 4 Tagen) @ NicoW

alles was für dich stress ist ist ein Auslöser für einen anfall

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Mad, Montag, 04. Mai 2020, 17:26 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Hallo Nico,
es kann sein, dass du eine schlafgebundene Epilepsie hast. Mein EEG ist auch fast immer unauffällig, obwohl ich seit über 23 Jahren eine Epilepsie habe. Von daher ist ein unaufälliges EEG- oder MRT-Ergebnis nicht unbedingt ein Grund, dass keine Epilepsie vorliegt.
Wenn alle Ärzte sagen, du solltest Medikamente nehmen, würde ich mich an deiner Stelle nach diesem ärztlichen Ratschlag richten. Die Medikamente sollen die Anfälle unterdrücken. Sie bringen daher, wenn sie ihr Ziel erreichen, Vorteile mit sich. Eventuelle Nebenwirkungen muss man für diese Vorteile in Kauf nehmen.
Du schreibst ja selber, dass du zunehmend Angst vor den Anfällen hast und davor, dass unprovozierte Anfälle auftreten. Diese Angst können dir die Medikamente nehmen.

Viele Grüße
Mad

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 17:30 (vor 25 Tagen) @ Mad

Danke für deine Antwort.
Lebst du trotzdem ein ganz normales Leben oder musst du irgendwo abstriche aufgrund der Medikamente machen?
Und hast du trotz Medikamente noch Anfälle?

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Green @, Montag, 04. Mai 2020, 18:59 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Hallo

ja sicher führt mein ein ganz normales Leben.

Nur Auto fahren darfst du nicht so lange du Anfälle hast.

www.moses-schulung.de

Lg Green

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Mad, Freitag, 08. Mai 2020, 11:50 (vor 21 Tagen) @ NicoW

Hallo Nico,

ich habe aufgrund meiner beiden Medikamente, die ich nehme, (Topiramat und Apydan extent) keine Anfälle mehr. Ich hatte eine ganz lange Zeit sehr viele fokale Anfälle (bis zu 20 täglich, teilweise auch sekundär generalisierte Anfälle) und bin sehr froh, dass es so ist, wie es jetzt ist. Deshalb nehme ich auch die Medikamente, egal ob sie Nebenwirkungen haben oder nicht.
Ein ganz normales Leben kann ich aber nicht führen. Ich bin ziemlich müde durch die Medikamente, die ich nehme, und schlafe jeden Tag sehr viel. (Ich nehme aber auch noch ein weiteres Medikamente, das gegen eine psychische Krankheit wirkt.) Ich habe mein Studium abgeschlossen, aber werde wahrscheinlich keinen Acht-Stunden-Job leisten können.

Soweit zu mir.

Viele Grüße
Mad

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sandytimmy, Montag, 04. Mai 2020, 18:02 (vor 25 Tagen) @ NicoW

Hallo
Wie kannst du denn unterscheiden ob die Anfälle durch den Stress kommen oder ob du sie auch ohne diesem Ereignis bekommen hättest?
Versuch dich zu entspannen. Man kann gut und annähernd normal mit Epilepsie leben.
Vor Nebenwirkungen brauchst du keine Angst haben. Man kann im schlimmsten Fall das Medikament wechseln. Unter ärztlicher Anleitung.
Ich habe jetzt mit 42, 40 Jahre komplex fokale Anfälle hinter mir.

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NicoW, Montag, 04. Mai 2020, 18:34 (vor 25 Tagen) @ sandytimmy

Ich kann mich nicht entspannen, wenn sich alles gerade anderst anfühlt und ich Angst habe das es nicht mehr sowie früher wird.
Der letzte Anfall hat alles durcheinander gebracht. Mir ist auch ganzen Tag schlecht.
Ich hoffe, das legt sich wieder.
Eigentlich weiß ich, dass das alles psychisch ist.
Vor über elf Jahre ist mein Vater vor mir gestorben, ich glaube das habe ich unterbewusst bis heute nicht überwunden

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stepl, Mittwoch, 06. Mai 2020, 13:46 (vor 23 Tagen) @ NicoW

Hallo,

Ich fragte mich mal: „Wer beherrscht wen? Der Körper mich oder ich den Körper?“ Vieles ist im Körper eingespielt. In Stresssituationen macht sich der Körper selbstständig. Wir können uns hinterher nicht mehr daran erinnern, was wir gemacht haben.
Es gab mal in der Pubertät oder so eine Zeit, wo meine Mutter zu mir gesagt hatte: „Schling nicht so! Du hast doch Zeit, dich drängelt doch keiner!“

Ich kam auf die Idee beim Essen oder anderem, es langsam zu machen, wie bei einer Meditation. So bekam ich besser mit, was ich mache.
»Man kann sich nur auf eins konzentrieren!« sagte der Volksmund. Wenn ich es verlangsame, konzentriere ich mich besser auf das, was ich gerade mache.
Ängste und Zwänge stören die Konzentration auf das, was wir gerade machen. Sie unterdrücken die Konzentration auf das was wir gerade machen. Hinterher können wir uns nicht daran erinnern.

gruss stepl

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melli.m, Montag, 25. Mai 2020, 23:53 (vor 4 Tagen) @ NicoW

wichtig alkoholische Getränke ganz weg lassen. ist keine gute idee

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