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Dauerhaft unglücklich / Depression?

Jasmin_1998 @, Würzburg, Freitag, 31. Januar 2020, 22:29 (vor 233 Tagen)

Hallo Ihr lieben,

also erstmal zur Vorgeschichte.

Ich habe ja 2017 meine Ausbildung zur Kinderkrankenpflegerin gestartet und bis vor ein paar Wochen lief auch noch alles gut :) Nur seit einiger Zeit bin ich unglücklich, vor allem mit der Station auf der ich im Moment eingesetzt bin. Wir sind ja im Block (4 Wochen Schule und dann 4-5 Wochen auf Station) und bis letzte Woche Sonntag war ich auf der Station und habe dort meine Alltäglich Aufgaben erledigt. Ich bin mittlerweile im Oberkurs und mache dieses Jahr meinen Abschluss. Es fällt mir echt schwer darüber zu sprechen, da viele in meinem Umfeld meinen ich solle das alles nicht an mich ran lassen, ich hoffe ihr habt ein paar Tipps.
Also auf vielen Stationen gibt es "Praxisanleiter" und in der Uniklinik haben die Kinderstationen verschiedene Namen. Zuvor war ich auf einer anderen Station und mir hat es da super gefallen, alle waren sehr nett und wenn sie etwas gestört hat an meiner Arbeit dann haben sie mir das gesagt und mir ebenfalls Tipps gegeben wie ich es besser machen könnte. Nur zur Zeit bin ich auf einer neuen Station und ich muss sagen ich habe Probleme mich zurecht zu finden. Die Praxisanleiterin lässt über mich immer dumme Sprüche ab wie z.B. "Was kannst du eigentlich?!" (und das nicht auf die "Nette Art") oder "Du bist ja wohl nicht zu Dumm um dies und das zu tun!" oder "Du solltest das endlich können!!!". Erst habe ich das nicht an mich heran gelassen doch irgendwann kritisierte sie nicht nur meine Arbeit sondern ging auf die Persönliche Ebene, jeden Tag den ich mit ihr arbeitete versuchte ich mich zusammen zu reißen, immer wenn ich mir einen Spruch anhörte versuchte ich an etwas anderes zu denken. Doch nach 4 Wochen auf der Station, 4 Wochen der Demütigung, schaffte ich es nicht mehr. Nach einer echt beschissenen Schicht bekam ich genau von der Schwester noch etwas zu hören "Wie unnütz ich doch bin, ich könne nichts, bin zu nichts zu gebrauchen" und noch vieles mehr. Danach rannte ich förmlich in die Umkleide und bekam mich fast nicht mehr ein, ich weinte einfach; nicht vor Traurigkeit sondern vor Wut, ich war wütend auf mich weil ich alles an mich heran lassen und wütend auf die Schwester die mein Selbstvertrauen so gebrochen hat. Ich weiß nicht wie ich dem Druck stand halten soll. Und langsam wird aus der Traurigkeit eine Depression...

In meinem Umfeld erzählte ich die Geschichte erst in einer etwas milderen Form und bekam nur zu hören "Das wird schon, lass das alles nicht so an dich ran" nur half mir das nicht viel, (ich weiß sie meinen es nur gut...) jeden Tag versuchte ich es und brach nach jeder Schicht wieder in Tränen aus. Vor lauter Stress auf Station bekam ich eines Morgens eine Aura (Vorzeichen eines Anfalles) ich hatte so Angst, dass ich nach 3 Jahren Anfallsfreiheit wegen irgendeiner Tussi wieder einen bekommen könnte. Ich weiß nicht was nach meiner Aura passiert ist, jedoch meinte meine Mutter das nichts gewesen wäre...

Ich weiß einfach nicht wie man sich in dieser Situation verhalten sollte. Ich habe meine Ängste bereits mit der zuständigen Lehrerin besprochen und die meinte ich solle mit der Schwester reden. Jedoch traue ich mich nicht, denn wenn ich Klartext spreche dann bekomme ich mit 100%iger eine schlechte Bewertung.

Ich habe natürlich eine Psychologin aufgesucht und mit Ihr darüber gesprochen, mit meinen Eltern führte ich auch dieses Gespräch und doch versteht niemand meine Sorgen, niemand versteht wie es sich anfühlt wegen Stress auf der Arbeit wieder eine Aura zu bekommen. (niemand aus meiner Familie zumindest...) Jeder versucht mir einzureden, dass sich das bessert und ect. und ich mir keine Sorgen machen muss bla bla...

Nach diesen 4 Wochen war ich dauerhaft traurig und müde, hatte keine Lust etwas zu unternehmen, wollte nur in meinem Bett bleiben und einfach nichts außer schlafen. Ich fühle mich wirklich unwohl und ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben wie ich die nächsten Wochen nach dem Schulblock überstehen kann...

Danke schonmal im voraus

Liebe Grüße
Jasmin

Dauerhaft unglücklich / Depression?

pegasus, Freitag, 31. Januar 2020, 23:43 (vor 233 Tagen) @ Jasmin_1998

Dir ist schon bewusst, dass das hier ein Epilepsieforum ist und es hier um die Erkrankung Epilepsie geht und nicht um Depressionen aufgrund von offensichtlichem Bossing, was etwas für einen Anwalt mit Fachrichtung Arbeitsrecht wäre?

Dauerhaft unglücklich / Depression?

stepl, Sonntag, 02. Februar 2020, 17:17 (vor 231 Tagen) @ pegasus

Hallo,

Da hast du recht.

Als Kind stellte ich mal fest:
„Werfen wir anderen Fehler vor, in dem Glauben damit fehlerfrei zu sein!“
Oft suchen die Menschen eine Sündenbock, um ihren eigenen Ärger daran los zu werden!


gruss stepl

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