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Patientenakte

Pimkie17, Montag, 13. Januar 2020, 14:53 (vor 250 Tagen)

Hallo,

weiß wer, ob ich als Patientin die schriftliche Vernichtung meiner Patientendaten/ "Diagnosen" verlangen kann?

Ich möchte mit diesem "Krankenhaus" nix mehr zutun haben und möchte das diese nicht mehr über meine persönlichen Daten als auch meine Diagnosen verfügen.

Gegebenenfalls würde ich um eine Herausgabe dessen bitten...

Das betroffene Krankenhaus konnte oder wollte mir dazu keine Auskunft geben.

Mfg

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pegasus, Montag, 13. Januar 2020, 15:09 (vor 250 Tagen) @ Pimkie17

Das ist komplizierter als du denkst:

Das Krankenhaus ist Urheber deiner Krankenakte und hat daher das Recht die herausgabe zu verweigern, muss dir aber auf verlangen mindestens Kopien davon aushändigen, sofern nicht irgendwelche psychischen Erkrankungen dagegen sprechen.

Generell ist es weiterhin allerdings auch so, dass die Akte nach mindestens 10 Jahren, bei chronisch Kranken sollte sie 30 Jahre, aufbewahrt werden müssen, falls es zu einem Prozess wegen Behandlungsfehlern oder ähnliches kommt.

Das bedeutet für dich, es hängt erst einmal leider vom wohlwollen der Klinik ab, ob Sie die Akte löschen oder nicht (das mit der Abrechnung mit der Krankenkasse lasse ich hier jetzt einmal komplett weg, weil es für dich nicht für Relevanz ist).

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Pimkie17, Montag, 13. Januar 2020, 15:52 (vor 250 Tagen) @ pegasus

Hallo Pegasus,

der Krankenhausaufenthalt dort war "erst" letztes Jahr. Wenn die mir "nur" Kopien aushändigen haben die ja immer noch das "Original" ich möchte das, dass Original entweder vernichtet wird oder aber an mich ausgehändigt wird, ich möchte in die Ihren Patientendaten nirgendwo mehr auftauchen. Ich brauche Die Akte genau genommen auch nicht, aber bevor die dort im Krankenhaus bleibt, bleibt diese lieber bei mir.

Meinst du es hat Sinn, dort telefonisch nachzufragen, was benötigt wird um damit ich an meine "Krankenakte" komme (das Orginal).

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pegasus, Montag, 13. Januar 2020, 17:19 (vor 250 Tagen) @ Pimkie17

Wie schon erwähnt, es existiert eine Aufbewahrungsfrist und mindestens solange wirst du nicht an deine originale Krankenakte kommen, denn das Krankenhaus ist dazu verpflichtet sie solange aufzubewahren.

Ob du das möchtest oder nicht ist hier nicht für Belang, denn es dient dem Schutz von dir und dem Schutz des Krankenhauses. Du kannst daher nur Kopien erst einmal erhalten.

Erst wenn sich abzeichnet, dass die Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren erreicht wird kannst du darum bitten, dass man dir die Akte zukommen lässt, anstatt sie zu vernichten.

Sollte das Krankenhaus die Befürchtung haben, dass du die wegen Fehlbehandlung verklagen wirst, erweitert sich die Frist auf 30 Jahre.

Das bedeutet, das Krankenhaus kann und darf dir die Originale zum jetzigen Zeitpunkt nicht aushändigen, auch wenn Sie es wollten.

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Pimkie17, Montag, 13. Januar 2020, 17:32 (vor 250 Tagen) @ pegasus

Hey,

ich werde es dennoch versuchen und dort hin schreiben, die können ja meine Akte da behalten aber die Diagnosen "revidieren" und wenigstens diese entfernen.

Würde um meine Forderung durchsetzen mir ein Anwalt was bringen?

Mfg

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pegasus, Montag, 13. Januar 2020, 17:56 (vor 250 Tagen) @ Pimkie17

Nein, denn die Diagnosen erfolgten aufgrund der von dir gemachten Angaben und weil sie das dann halt so gesehen hatten.

Du kannst nur versuchen bei einem entsprechend anderen Facharzt die Diagnosen prüfen zu lassen. Ich weiß nicht, ob es deine Krankenkasse anbietet, aber ich hätte zum Beispiel die Möglichkeit eine Zweitmeinung zu holen unter Aufsicht der Krankenkasse

https://www.aok.de/pk/uni/inhalt/aerztliche-zweitmeinung/

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Pimkie17, Montag, 13. Januar 2020, 18:56 (vor 250 Tagen) @ pegasus

ich habe aber niemals gesagt ich habe Epilepsie und das wurde mir auch unterstellt aufgrund dessen weil ich ab und an mal umkippe, nicht mehr und nicht weniger. Ehe ich mich versah hatte ich die Diagnose Epilepsie.

Klar, mein EEG aber nur weil EEG und das Umkippen für die 1 ergibt ist es trotzdem noch keine Epilepsie, aber dieser Mist verfolgt mich auch.

Ich habe ja zurzeit "teilweise" Stimmungsschwankungen... Ich traue mich gar nicht außerhalb meiner eignen 4 Wände sowas zu erwähnen, denn dann hätte ich vermutlich die Diagnose: Depression und vermutlich gleich das passende Antidepressivum dazu...

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Mad, Montag, 13. Januar 2020, 19:02 (vor 250 Tagen) @ Pimkie17

Ich weiß ja nicht, wie viele Anfälle du hattest. Aber nach dem zweiten unprovozierten Anfall erhält man eben die Diagnose Epilepsie. Da du anscheinend öfter umkippst, wie du selbst sagst, wirst du gegen die Diagnose Epilepsie nur schwer vorgehen können.
Ich verstehe ja, dass du lieber nicht krank sein möchtest und die Diagnose dich belastet, aber manche Realitäten muss man eben akzeptieren.

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Pimkie17, Montag, 13. Januar 2020, 20:27 (vor 250 Tagen) @ Mad

Problem dabei ist, ich bin "lediglich" umgekippt oder immer "noch". Umkippen bedeutet ja nicht zwangsläufig Epilepsie.

Man rechnete aber Umkippen + auffälliges EEG = Epilepsie...

Eine Diagnose, die ich bekommen habe weil es so schön einfach war für Die Ärzte und man mir damit meine Zukunft versauen konnte, genau deswegen hat man das getan.

Ich habe mir geschworen (ja ich gehe zum Arzt meine Tabletten holen), aber irgendwas,erzählen hab ich mir abgewöhnt, da ich dann die nächste Diagnose bekomme, die überhaupt nicht der Realität entspricht.

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stepl, Montag, 13. Januar 2020, 22:00 (vor 250 Tagen) @ Pimkie17


Ich habe mir geschworen (ja ich gehe zum Arzt meine Tabletten holen), aber irgendwas,erzählen hab ich mir abgewöhnt, da ich dann die nächste Diagnose bekomme, die überhaupt nicht der Realität entspricht.

Wieso entspricht sie nicht der Realität?
Von außen werden wir durch die anderen anders gesehen, wie wir uns von innen sehen.

Es wird viel behauptet, wenn der Tag lang ist. – Ob es wahr ist, steht auf einem anderem Papier!


gruss stepl

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Pimkie17, Dienstag, 14. Januar 2020, 09:20 (vor 249 Tagen) @ stepl

Hey,

klar sehen die Ärzte die Patienten anderes aber ich kenne mich am besten.

Ich zb. Habe ja derzeit "massiv" Stimmungsschwangen, ich weiß aber genauso sicher das es nicht annähernd eine Depression ist und das ich nicht 1 mg eines Antidepressiva nehmen werde.

Wenn ich nun aber zu der Neurologin gehe und sage also ich habe Stimmungsschwankungen, kann ich auf die Diagnose Depression warten.

Das tue ich mir nicht an und so werde ich ein Teufel tun dieses zu erwähnen, zumal das dann im Computer (meiner Krankenakte) drin steht, die muss ich nicht sinnlos füllen.

Grüße

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stepl, Mittwoch, 15. Januar 2020, 16:14 (vor 248 Tagen) @ Pimkie17


Das tue ich mir nicht an und so werde ich ein Teufel tun dieses zu erwähnen, zumal das dann im Computer (meiner Krankenakte) drin steht, die muss ich nicht sinnlos füllen.

Grüße

Anders ausgedrückt:

Was Du wieder glaubst! – Der Arzt glaubt was anderes!
So steht Aussage gegen Aussage!


gruss stepl

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Pimkie17, Mittwoch, 15. Januar 2020, 22:54 (vor 248 Tagen) @ stepl

Die Ärztin kann ja nur das eintragen was ich, Dieser erzähle... Ich erzähle der aber nichts mehr... Bzw. Nur unter der Bedingung das nirgendwo irgendwas dokumentiert wird.

Grüße

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pegasus, Dienstag, 14. Januar 2020, 00:33 (vor 249 Tagen) @ Pimkie17

Wie ich dir schon einmal sagte ist Epilepsie vielfältig. Es gibt unter den epileptischen Anfällen nichts, was es nicht gibt. So kann man auch einfach mal so umkippen, wenn man einen sog. asiatischen Anfall hat, denn bei diesem verliert man die Haltungskontrolle und des Stehvermögens.

Verkrampfungen sind dann zum Beispiel auch nicht vorhanden.

Allerdings kenne ich ja auch den Rest deiner Geschichte, daher wird dir eigentlich nichts anderes übrig bleiben als erst einmal damit zu leben, dass du diese Diagnose bekommen hast. Dir steht es frei die Behandlung abzubrechen und zwar komplett. Du bist auch nicht dazu gezwungen irgendeinem Arzt von dieser Diagnose zu berichten.

Etwas unternehmen gegen die Diagnose oder gegen das Krankenhaus bzgl. deiner Krankenakte kannst du im Moment allerdings nicht, da sind die rechtlichen Bestimmungen halt deutlich und gegen die wird das Krankenhaus, vor allem aus Eigeninteresse, nicht verstoßen.

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Pimkie17, Dienstag, 14. Januar 2020, 09:27 (vor 249 Tagen) @ pegasus

Wenn ich die Behandlung aber abbreche, wird mein Fahrverbot nicht aufgehoben.

Aber sobald das geschehen ist, werde ich die Tabletten wieder Absetzen.

Ich halte jetzt das 1 Jahr durch und da es nichts zu Dokumentieren gibt müsste ich spätestens im Januar 2021 mein Fahrverbot aufgehoben bekommen.

Kritisch wäre es nur, wenn die mein EEG mitbewerten bei der Aufhebung.

Nächsten Monat hab ich glaub ich auch noch Blutabnahme wegen dem Medikamentenspiegel. WeißT du eigentlich ob ich davor die Tabletten nehmen darf?

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pegasus, Dienstag, 14. Januar 2020, 10:11 (vor 249 Tagen) @ Pimkie17

Die Blutabnahme sollte eigentlich immer Nüchtern, also ohne Essen und Trinken und Medikamenteneinnahme erfolgen. Wenn man etwas trinken möchte, sollte es möglichst Wasser sein.

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Pimkie17, Dienstag, 14. Januar 2020, 19:20 (vor 249 Tagen) @ pegasus

Okay,

in der Klinik glaube ich war ich nie nüchtern... Hmm ob ich davor die Medikamente bekommen habe, weiß ich nicht mal mehr, mein Gedächtnis ist wie ein Sieb, echt ätzend.

Ich muss mal schauen, denn das Beruhigungsmittel nehme ich ja immer morgens um 06:00 Uhr... Habe dann Angst vor Entzugserscheinungen....

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pegasus, Dienstag, 14. Januar 2020, 21:50 (vor 249 Tagen) @ Pimkie17

Die Beruhigungstabletten solltest du trotzdem so langsam mal absetzen, denn auch mit denen ist dir das führen eines Autos untersagt.

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Pimkie17, Dienstag, 14. Januar 2020, 22:39 (vor 249 Tagen) @ pegasus

Jup, ich bin dabei... Dauert aber noch ewig... So leicht kommt man von diesen ja nicht los.

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Pimkie17, Dienstag, 14. Januar 2020, 22:47 (vor 249 Tagen) @ Pimkie17

Da ich aber durch die Beruhigungstabletten keine Ausfallerscheinigungen habe, sondern vielmehr in der Toleranz bin könnte ich rein von der "Null Wirkung" sogar Auto fahren...

Rein Körperlich fühle ich mich auch dazu in der Lage, Problem nach wie vor mein Fahrverbot.

Was ich noch immer nicht 100% weiß, was es Bedarf um das aufzuheben, ob es der Wahrheit entspricht das die Klinik für Epileptologie die mir das Fahrverbot ja mit verhängt haben auch zustimmen muss... Ob meine Aussage zählt oder ob das EEG mit berücksichtigt wird... Sicherlich will man davor ein Medikamententspiegel messen... Aber mit meiner Aussage und dem EEG das beschäftigt mich enorm.

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stepl, Mittwoch, 15. Januar 2020, 16:22 (vor 248 Tagen) @ Pimkie17

Hallo,

Warum ist das Auto fahren so wichtig für dich?

Ich war noch nie Vollkommen, daher hat mich die Epilepsie als Schwäche nie belastet!


gruss stepl

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Pimkie17, Mittwoch, 15. Januar 2020, 22:33 (vor 248 Tagen) @ stepl

Hey,

ich habe seit 2007 meinen Führerschein und fahre seitdem Unfallfrei.

Früher bevor ich meinen Führerschein hatte, habe ich enorme Angst vorm Auto gefahren gehabt und auch währenddessen ich diesen gemacht habe... Es legte sich erst nach und nach und dann habe ich Auto fahren Angefangen zu Lieben.


Ich kann und möchte auch nicht für immer auf meinen Führerschein verzichten, dafür habe ich den 2007 nicht gemacht und beide Prüfungen mit 0 Fehlerpunkten bestanden.

Ich bin vor kurzen eine lange Strecke mit der Bahn gefahren und das ist für mich purer Stress - spät Abends dann ein Anfall

Wäre ich die etwa 700km mit Auto gefahren, wäre das Gewiss nicht passiert, da Autofahren für mich Entspannung ist.

Naja nun, ich plane mir einen Roller zu kaufen mit dem Krieche ich dann mit 50 kmh durch die Straßen, dann kann ich aufs Auto fahren verzichten.

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pegasus, Mittwoch, 15. Januar 2020, 22:01 (vor 248 Tagen) @ Pimkie17

Ich bin jetzt etwas platt, wenn ich ehrlich bin ...

Dein Körper entwickelt Toleranzen, ja, aber benutze doch das Wort nicht, damit täuscht du dich doch nur selbst. Es ist eine Abhängigkeit von dem Zeug da und da gibt es nichts schönzureden.

Alkoholiker reden im übrigen auch so, dass Sie das vertragen würden usw usf. Aber dem Körper und dem Geist schadet es trotzdem.

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Pimkie17, Mittwoch, 15. Januar 2020, 22:48 (vor 248 Tagen) @ pegasus

Hey,

Die Menge die ich nehme hat keine Wirkung mehr, ich nehme das ja aufgrund der Halbwertszeit 2 mal am Tag...

Morgens um 07:00 Uhr und dann Abends um 19:00 um spätestens 16:00 merke ich die fehlende Wirkung (Schwindel) obwohl ich bis jetzt relativ gut schlafen kann meine 6-7 Stunden.

Ich kann mit den Beruhigungsmittel nicht runter gehen das würde mein ich nicht verkraften.

Grüße

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stepl, Samstag, 18. Januar 2020, 05:33 (vor 245 Tagen) @ Pimkie17

Hallo,

Dein Arzt hat studiert.

Wenn er deinem Willen einfach nachgibt und du einen Anfall baust, dann kann er mit
zur Verantwortung gezogen werden.

gruss stepl

Patientenakte

Pimkie17, Sonntag, 19. Januar 2020, 09:04 (vor 244 Tagen) @ stepl

Guten Morgen,

das Beruhigungsmittel muss ich davor Absetzen, das ist mir bewusst.

Aber an sich mit der Epilepsie fühle ich mich "wieder" in der Lage Auto zu fahren und das ist auch mein Ziel, das sobald ich das Beruhigsmittel ausgeschlichen habe, das man sich dann mit mir erbarmt und je nachdem wie der Werdegang ist, weil wenn die Epiklinik wirklich dem ganzen zustimmen muss, dann dauert es ja wieso noch eeeewiiiig, denn ich glaube nicht das die Neurologin das, dann so einfach übers Telefon mit denen bespricht.

Wenn man mir einfach schon den Werdegang dessen erklärt, was es wirklich benötigt (es wirklich der Zustimmung Bedarf von der Klinik), dann könnte ich mich schon darum kümmern, in der Zeit meines Fahrverbotes und ich würde diese Zeit sinnvoll nutzen können.

So wäre mein Fahrverbot noch nicht aufgehoben, ich könnte aber gegebenenfalls einen ambulanten Termin in der Klinik vereinbaren, den es auch nicht innerhalb von 14 Tagen gibt.

Aber in 3 Wochen habe ich Termin bei der Neurologin und da werde ich das erfragen.

Grüße

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