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Umgang mit Epilepsie Diagnose

Marion, Donnerstag, 11. März 2021, 14:06 (vor 43 Tagen) @ Anton

Ich bin schon echt alt und bekam mit ca 18 den ersten Anfall, nachdem ich allerdings ein ziemlich wildes Leben führte mit zu wenig Schlaf. Es passte überhaupt nicht in mein Selbstbild, und ich brauchte viele Jahre, bis ich endlich bereit war, die Epilepsie als zu mir gehörend anzuerkennen und regelmäßig ein Medikament einzunehmen. Nach einigen Jahren Anfallsfreiheit schlich ich eigenständig das Medikament aus. Nach einem Sportunfall verschrieb mir ein Orthopäde ein Medikament, das erneut einen Anfall auslöste. Danach nahm ich wieder regelmäßig das Medikament. Ich hatte zuvor schlimme Jahre ohne Arzt, ohne Medikamente, immer im Hintergrund begleitet von Ängsten vor einem erneuten Anfall. Seit ich nun viele Jahre das Medikament nehme, anfallsfrei bin, führe ich ein ganz normales Leben und war bis zur Rente berufstätig. Nimm es also nicht zu leicht. Dazu habe ich die Krankheit vor fast allen verheimlicht, was auch nicht gut ist. Mein Medikament geht zwar auf die Knochendichte, aber das ist immer noch besser als unsicher in jeden Tag zu starten.


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