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Nach fast 5 Jahren Anfallsfreiheit 8 Krampfanfälle in 30 Std

B26, Dienstag, 29. September 2020, 13:08 (vor 29 Tagen) @ Mama

Hallo

Ich berichte Dir gerne von meinen Erfahrungen, da ich das Verhalten deines Sohnes zum Teil nachvollziehen kann. Ich teile hier kein Patentrezept mit, ich beschreibe lediglich mein Erlebtes.

Bei mir wurde mit 18 Jahren Epilepsie diagnostiziert (Grand-Mal). Am Anfang war das nicht ganz einfach weil ich nicht ständig Tabletten nehmen wollte und weil der Neurologe mir aufzählte, was ich von jetzt an nicht mehr machen darf/soll. Trotzdem hatte ich den Drang gewisse Dinge zu tun, welche man nach Empfehlung des Neurologen nicht tun sollte.
Davon habe ich einiges gemacht. Bereut habe und tue ich nichts, auch wenn ich zum Teil mehr Glück als Verstand hatte. Natürlich ist es nicht immer gut ausgegangen. Und doch bin ich froh, dass ich meine eigenen Entscheidungen traf und dies auch noch heute tue. Ich kann so besser mit meiner Epilepsie umgehen und durch diese Erfahrungen merke ich auch immer mehr, was mein Körper aushält und wann es eher kritisch wird.

Wie es Dir dabei geht kann ich nur sehr vage erahnen. Meine Eltern machen sich auch heute noch mehr Sorgen um mich, wie ich selbst. Ich bin sehr froh darüber, interessiert sie meine Gesundheit. Am dankbarsten bin ich ihnen aber dafür, dass sie mich meine eigenen Erfahrungen sammeln liessen und trotzdem immer hinter mir standen und mich unterstützten. Ich kann mir nicht vorstellen wie schwer das ist, aber es hat mir die ganze Sache auf jeden Fall sehr erleichtert!

Betreffend dem Medikament möchte ich mich nicht gross dazu äussern weil halt jede/r anders auf die verschiedenen Stoffe reagiert. Ich kann Dir bloss sagen, dass es bei mir ähnlich aussah als ich mit dem Levetiracetam startete und mit der Zeit hat es sich dann gelegt.

Ich hoffe Du kannst etwas aus meinen grob beschriebenen Erfahrungen mitnehmen und wünsche Dir viel Kraft.

Gruss B26


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