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Erfahrungen mit bewusstseinserweiternden Substanzen

B26, Freitag, 31. Juli 2020, 16:34 (vor 3 Tagen) @ hello

Hello Hello ;)

Ich hatte das Glück, dass ich keine gesundheitlichen Probleme kannte bis ich mit 18 Jahren Epilepsie bekam. Bis dahin war ich bei nichts eingeschränkt. Ich konnte tuen und lassen was ich wollte, ob im Sport, bei Unternehmungen mit Familie und Freunden oder bei der Arbeit.
Die Diagnose und was es alles mit sich gebracht hat, konnte ich wie ich finde, gut schlucken. Natürlich hatte ich erst keine Lust einen anderen Beruf zu erlernen, da es mir als Zimmermann zu arbeiten sehr gut gefallen hat. Ich war aber schnell an dem Punkt wo ich mir sagte "es ist wie es ist, mach das Beste daraus und mach alles was geht und dir gefällt".
Tja, so einfach ist es dann halt doch nicht. Im neuen Job habe ich mich gut zurecht gefunden, das hängt bei mir sicher auch mit meiner Einstellung dazu zusammen:
Ich arbeite um zu leben, ich lebe nicht um zu arbeiten.

Mühe habe ich mit den Einschränkungen in der Freizeit. Ich darf meinen beiden Sportarten nicht mehr nachgehen, Eishockey und Boxen. Mit Freunden was unternehmen? Ja, aber ich bin doch recht eingeschränkt.
Das "anders fühlen" was ich suche, geht in Richtung meines Lebens vor Epilepsie. Ich bin ein spontaner Mensch, ich gehe gerne an meine Grenzen, ja ich suche meine Grenzen immer wieder aufs neue. Adrenalin, Serotonin, Dopamin, all diese Gefühle muss ich von Zeit zu Zeit spüren und das geht bei mir leider nicht, wenn ich mich an die Empfehlungen/Vorschriften des Neurologen halte.
Aus Rücksicht meiner Familie, Freunde und auch mir selbst gegenüber, lote ich meine Grenzen fast nicht mehr aus. Ich möchte den Menschen in meinem Umfeld nicht noch mehr Sorgen bereiten und mich selbst auch nicht ständig in Gefahr bringen, aber ab und an muss ich "ausbrechen" können. Das gehört für mich zum Leben um glücklich zu sein.

Früher konnte ich in einem Eishockeyspiel, beim boxen, im Fluss schwimmen,.... "ausbrechen", die alltäglichen Dinge des Lebens ausblenden und nur den Moment geniessen.
Um das geht es mir, ob ihr das mit Substanzen macht oder sonst wie ist egal. Den Titel habe ich halt so gewählt weil ich damit annähernd an frühere Gefühlszustände gekommen bin.
Ich möchte gerne wissen ob ihr dieses "reissen" nicht auch habt und wie ihr damit umgeht.

Schönes Wochenende!

Gruss B26


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