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Fokale Epilepsie rechts - Medis bei evtl. Kinderwunsch?

HannaJo, Dienstag, 26. Mai 2020, 13:41 (vor 39 Tagen) @ Xandri

Ab der 30. SSW hatte ich circa 12 Kilo zugenommen, der Medikamentenspiegel wurde "regelmäßig" kontrolliert.

Da der Spiegel dann absank und es wieder mit Anfällen losging, erst nachts, dann Tags, haben wir das Lamotrigin aufdosiert auf 200-200-200-200 mg. Ich habe das auch sehr kritisch gesehen, aber die Ärztin hat mir erklärt, was nicht in Blut ist, kommt auch nicht beim Kind an. Und man hat auch den deutlich abgesunkenen Spiegel im Blut gesehen,der war unter der Wirkungsgrenze. Daher haben wir ihn so hoch gemacht. Damit waren wir nach 3 -4 Tagen wieder circa beim Anfangsspiegel und keine Anfälle mehr.

Man muss es aber dementsprechend nach der Geburt wieder abdosieren. Das ist bei mir schief gegangen und ich bin mit einer Überdosis noch einmal als Notfall im Krankenhaus gelandet.

Mit der Ausgangsdosis, also wie vor der Schwangerschaft, wurde es dann wieder in Ordnung.

Es waren teilweise wirklich anstrengende Zeiten und ich habe viele Ärzte gesehen. Von Angstmachererei über Profitgier oder "Niemand fühlt sich zuständig", war alles dabei. Kompetente Ärzte, die einem Nichts beschönigen aber trotzdem gut und sachlich aus Erfahrung dem Laien erklären, waren schwer zu finden.

Es hat sich aber gelohnt und mein bzw. unser größtes Glück liegt nun neben mir und ist 5 Monate alt und kerngesund *klopf auf Holz*. Die Kinderärztin sieht erstmal keinen Grund für spätere Folgeschäden durch die Medikamente, da es keine neuen sind.

Stillen geht leider nicht, das ist sehr schade, aber sollte bei all dem, was hätte schief gehen können, das kleinste Übel sein.

Das ist meine persönliche !!! Erfahrung. Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Mut machen , verstehe aber sehr gut deine Ängste


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