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Umstellung auf Lamotrigin

Gerti, Mittwoch, 15. April 2020, 14:24 (vor 49 Tagen) @ Edith

Liebe Edith,
Ich habe die Epilepsieform "Grand Mal" mit tonisch-klonischen Anfällen. Ich bin seit 12 Jahren Epileptikerin. Hatte davor zwei andere Medikamente. Seit 2014 nehme ich nun Lamotrigin und ich bin damit vollkommen zufrieden. Hat meine Lebensqualität extrem verbessert. Mit den Medikamenten davor war jeder Tag wie in einem Trancezustand; konnte nur an das Nötigste denken. Seit ich Lamotrigin einnehme,fühlt es sich an, als wäre ich wie "aufgewacht" und kann wieder normale, klare Gedanken fassen. Ich habe keine Nebenwirkungen.
Dazu muss ich sagen, dass ich bisher nur drei Anfälle hatte. Aber meine erhöhte Anfallsbereitschaft ist bei den Kontrolluntersuchungen auf jeden Fall auf dem EEG erkennbar und ich spüre die Epilepsie dennoch ab und zu im Alltag. Wie z.b., dass mich zu viele Sinneseindrücke überfordern. Sensibel bin ich auch bei flackerndem Licht. Mein Schlafrhythmus ist wichtig und Alkohol trinke ich wenig. Aber mit der Zeit kann man seinen Körper und die Anzeichen immer besser einschätzen und weiß,wie man sich in bestimmten Situationen verhalten muss.
Ich sehe das genauso wie Mathilda: habt keine Angst! :) Jeder Körper ist anders und erst, wenn man die Medikamente ausprobiert hat, kann man über sie und ihre Wirkung urteilen.
Ich hoffe, dass deinem Freund die Umstellung auf Lamotrigin genauso gut tut wie mir und wünsche euch alles Gute! :)
LG Gerti


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