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Levetiracetam ausschleifen

Anton, Mittwoch, 05. Februar 2020, 17:46 (vor 228 Tagen) @ spikey0123456789
bearbeitet von Anton, Mittwoch, 05. Februar 2020, 18:18

Hallo,

ich bin Patient und medizinischer Laie. Levetiracetam nehme ich seit über 10 Jahren. Mit den Nebenwirkungen Feindseligkeit, Aggressivität und Schlafstörungen komme ich zurecht und akzeptiere sie. Vor 10 Jahren ist mir von einem Epileptologen vorgeschlagen worden, das Mittel langsam auszudosieren. Weil ich damals 4 Jahre anfalls- und aurenfrei war. Bevor ich jedoch Änderungen an einer Medikation vornehme, spreche ich grundsätzlich nicht nur mit einem Facharzt, sondern mindestens mit drei erfahrenen Ärzten. Bei meiner Befragung haben alle davon abgeraten, Levetiracetam auszuschleichen. Also habe ich es alles so gelassen und bin immer noch anfallsfrei.

Ich kenne mittlerweile eine ganze Reihe von Patienten, die das Mittel ausdosiert haben. In allen mir bekannten Fällen ist es nach zwei drei Monaten zum Anfallsrezidiv gekommen. Also, lass bitte die Finger davon und diskutiere es mit dem Neurologen.

Wenn Du vorhast, dich davon zu trennen, muss es einen Grund geben, sonst hegtest Du nicht den Gedanken? Ich kenne einige Patienten, die mit Levetiracetam nicht anfallsfrei waren und welche, die die Nebenwirkungen nicht weiterhin hinnehmen wollten. Hier ein Hinweis: Einige haben dann Briviact (ein Nachfolgemittel von Levetiracetam) verordnet bekommen und es als erhebliche Verbesserung wahrgenommen. Darauf solltest Du den Neurologen ansprechen. Ich wünsche gute Besserung. Solltest Du jedoch anfallsfrei sein, kann ich nur raten, nichts zu ändern!

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.


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