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Re: Umgang mit Epilepsie

Elke @, Donnerstag, 16. Februar 2006, 22:02 (vor 5328 Tagen) @ AndyXXL

Hallo Andy,

ich kann so gut nachempfinden, wie es dir geht. Ich habe mich an vielen Stellen deines Briefes wiedererkannt. Mein Mann ist seit einer Tumor-OP vor 8 Jahren Epileptiker und ich weiß nicht, ob ich mich jemals daran gewöhnen kann. Wenn er wieder mal einen nächtlichen Anfall gehabt hat, habe ich auch oft das Gefühl nicht mehr neben ihm schlafen zu können. Meine Nerven sind gespannt wie eine Klaviersaite und bei jedem Geräusch, das von seiner Seite kommt, zupft jemand an dieser Saite. Ich bin zwar mittlerweile egoistisch genug, um auf die Couch zu gehen für eine gewisse Zeit, aber genau wie bei dir, verläßt mich das Gefühl, ihn im Stich gelassen zu haben, nicht.
Er nimmt es mir nie übel und läßt mich immer gewähren und mein Kof sagt mir, daß ich diese Auszeit einfach brauche, um weiter funktionieren zu können. Nach einer Weile gewinne ich meine Sicherheit auch zurück und es geht weiter. Ich brauche dann genau wie du eine Weile eine dezente Lichtquelle im Schlafzimmer.
Ich kann dir deshalb nur raten, dir diese erholsame Auszeit zu gestatten und ich denke, deine Freundin wird das verstehen.
Man kann nicht sofort zur Tagesordnung übergehen und da weitermachen wo man vorher aufgehört hat.
Viel Glück euch beiden.


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