Aus dem Nichts heraus

Ich kann mich lediglich daran erinnern, dass ich um 5 Uhr in der Früh das Handy meines Mannes gehört hatte.

Mein Mann ist aufgestanden, um die SMS zu lesen und legte sich wieder schlafen.Dann weis ich nur noch, dass ich kurz auf Toilette gegangen bin und mich wieder schlafen gelegt habe. Ganz arg vage weis ich noch, dass mich jemand an der Hand geführt hat.Im Krankenwagen, soviel habe ich mitbekommen, hat mich wer ganz arg laut und deutlich angesprochen. Ich erinnere mich nur an ein wenig daran, dass ich ein kleines Stück der Fahrt gesehen habe, das mir sehr bekannt vorkam und ich auch erkannte. Denn ich hörte auch die Sirenen. Aber wie gesagt, nur kurze Zeit. Später erzählte mir mein Mann, dass das der Notarzt war, der mich ansprach, denn ich war nicht ganz bei mir und dämmerte immer wieder weg. Erst, als ich im Krankenhaus auf Station war, kam ich ganz langsam wieder zu mir. Mein Mann war immer an meiner Seite. Ich ging mit wackligen Beinen zur Toilette. Dann kam die Ärztin und stellte mir fragen: ob ich wisse, was für ein Tag heute sei? Ob ich wisse, was los war, warum ich im Krankenhaus bin? Wie mein Sohn heißt, etc.! Ich hatte ein totales Black out! Wußte gar nichts! Weder welchen Tag wir hatten, noch wußte ich in dem Moment, dass ich verheiratet bin und einen Sohn hatte! Erst nach und nach kam mir wieder alles in den Sinn. Und am späten nachmittag war ich wieder voll auf dem Damm, wie man so schön sagt. Am liebsten wäre ich da mit meinem Mann wieder nach Hause gegangen. Da die Ärzte aber noch Untersuchungen anordneten, um ganz sicher gehen zu können, dass es ein epileptischer Anfall war. Mußte ich 5 Tage im Krankenhaus bleiben. Da ich an einem Freitag eingeliefert wurde, gab es an diesem Tag nur ein normales EEG, woraus die Ärzte nichts ungewöhnl. erkennen kopnnten. Nach dem Wochenende, am Mo. dann, "kam ich in die Röhre". Da sah man wohl was, worauf ich vom Mo. auf Di., 24 Std. wach bleiben mußte. Es wurde ein Schlafentzugs-EEG gemacht. Dann war es eindeutig, ich hatte einen epileptischen Anfall. Mi. durfte ich nach Hause. Seither muß ich Tabletten nehmen. Hatte bisher keinen weiteren Anfall. Nur verschiedene Nebenwirkungen der Tabletten, wie immer wiederkehrenden Schwindel, leichte Kopfschmerzen, ab und zu leichte Rückenschmerzen und Übelkeit.