Immer die Hoffnung, doch wieder entäuscht zu werden
Ich bin 50 Jahre alt und meine Tochter (21J.) hat seit ihrem 5. Lebensjahr Epilepsie. Wir sind doch Höhen und Tiefen gegangen, von 90 Anfällen im Monat dann wieder mal " nur " ca. 20 im Monat. OP, VNS und 25 verschiedene Medikamente sind das Ergebnis. Nichts hat bisher geholfen, wir geben aber nicht auf. Unser ganzes Leben besteht nur aus Hoffen und Angst. Freilich gibt es Tage wo man denkt es geht nicht mehr weiter ( so wie heute z.B.) Als Mutter macht man sich immer Sorgen egal wie alt das Kind ist und man mit ansehen muss, wie das Kind leidet. Früher war ich sorgloser, doch in letzter Zeit trau ich mich manchmal gar nicht mehr mit ihr weg. Sie hat so heftige Anfälle das ich sie nicht halten kann und mir auch niemand hilft, im Gegenteil vor lauter Gaffen kriegen sie gar nicht den Mund zu. Es fragt niemand kann ich helfen? wieso nicht? Ich würde es tun.....Manchmal denke ich nach wie es in 10 oder 20 Jahren aussehen wird, doch ich lasse es lieber wieder, zu schlimm. Trotzdem gebe ich nicht auf meiner Tochter zu helfen, denn wir Eltern müssen stark sein auch wenn wir mal schwach werden sollten.
Danke fürs zuhören......Lieben Gruß einer Mutter
