Wenn Blitze im Gehirn zucken...

Gewitterleben Tag der Epilepsie...so beschreiben viele Menschen mit Epilepsie ihre Anfälle. Es spielt sich in ihrem Körper ab, in ihrem Gehirn. Was die Menschen um sie herum erleben, sind zum Beispiel Geistesabwesenheit oder Verkrampfungen. Diese zwei Welten - zwischen Menschen mit Epilepsie - und der Gesellschaft, wie sie Epilepsien wahrnehmen, sind weit von einander getrennt. So weit, dass aus einer Krankheit des Gehirns gerne noch heute eine Geisteskrankheit gemacht wird.

Dabei kann es jeden treffen, denn bei der Epilepsie handelt es sich um die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems. Etwa 5% der Bevölkerung erkranken an epileptischen Anfällen – meistens nur vorübergehend – im laufe ihres Lebens daran. Eine aktive Epilepsie entwickeln hingegen etwa 0,6 % in Europa (Weltgesundheitsorganisation), dies entspricht ca. 500.000 Menschen in Deutschland. Das Risiko, an Epilepsie zu erkranken, ist in den ersten Lebensjahren und ab dem 60. Lebensjahr besonders hoch. Die jährliche Rate an Neuerkrankungen in Deutschland entspricht ca. 35.000 Menschen. Sie ist keine Erbkrankheit, lediglich eine erhöhte Bereitschaft zu Anfällen wird vererbt, und das bei etwa 10% der Menschen.