Ein Notarzt konnte nichts feststellen

Es war Sankt Martin als ich bewusstlos aufgefunden wurde. Der Notarzt brachte mich ins Krankenhaus. Die Ärzte machten alle möglichen Tests mit mir. EKG, EEG usw., sie fanden nichts. Es war 1976. 1977 Frühjahr: Während einer Fernsehsendung falle ich bewußtlos vom Stuhl, meine Eltern waren auch beide eingeschlafen. Ein Notarzt kann nichts feststellen.

In der Uni Düsseldorf stellen die Ärzte auch nichts fest. Trotz mehrerer EEG's.

1977 Urlaub in den USA.

Morgens wenn ich mich ärgerte weil man mich im Urlaub weckte und ich für meine Nachprüfung in der Schule büffeln sollte (bei 30 Grad im Schatten am pool???) , ja dann fing manchmal der Kaffeebecher an durch die Gegend zu fliegen, oder der Tisch, obwohl Mutter und Tante dabei waren und sahen dass ich die Sachen nicht berührte.

Ein amerikanischer Arzt sagte ohne EEG dass da etwas mit Epilepsie im Spiel sei und ich zu viel Elektrizität im Kopf hätte. Aber die NASA hätte da ein tolles Programm und ich könnte doch ruhig in den Staaten bleiben. 1979 Bei einer Fahrt mit der Schule nach Bayern passiert "ES". Nach Schlafentzug, Alkohol und Blick auf die Schienen die in der Sonne strahlen und die Balken natürlich auch. (Es blinkt, es blinkt nicht, usw.) Ich erlitt vor der gesamten Klasse einen Grand-Mal Anfall.

Später wurde mir berichtet dass der Lehrer (Sportlich durchtrainiert und schwer) mich nur mit ganzem Körpereinsatz davon abhalten konnte aus dem fahrenden Zug, aus dem Fenster zu springen, wo ich im Dämmerzustand hinwollte. (Wie aus dem Lehrbuch, aber so war es).

Danach war mir Kotzübel und ich mußte mich auf der Toilette übergeben. Gott sei Dank hatte ich diesmal nicht wie bei erstenmal eingenäßt. Mein Lehrer erzählte davon meinen Eltern, ich hatte es Ihnen verschwiegen, da ich Sie nicht beunruhigen wollte.

Endlich fand sich ein Arzt aus dem Bekanntenkreis, welcher eine genaue Diagnose stellen konnte.

Mit dem Leistungssport (amerikan Football) mußte ich aufhören, auch wurde mir Sport fürs erste verboten. Dafür wurde mir gesagt, dass ich von nun an ein Lebtaglang Tabletten zu mir nehmen müsse, damit sich das nicht wiederhole. Es war März 1979 und ich war gerade 16 1/2 Jahre alt.

Seit dem nehme ich Mylepsinum ( Wirkstoff Primidon) Dosierung zwischen 2 1/2 Kapseln zur Zeit und 3 Kapseln a 250mg am Anfang. Seit 1982 laut EEG Anfallsfrei und auch keinen mehr gehabt. Dank der Medikamente.

Dafür hatte ich dieses tolle Erlebnis während der Zugfahrt, dass ich die ganze Reise spiegelverkehrt in Erinnerung hatte und mitbekam. Sogar die Schrift konnte ich nicht lesen, da sie auch spiegelverkehrt war.(Wie man sieht kann ich wieder lesen und schreiben) Was ist denn dann Realität?

Für mich war diese Spiegelwelt vollkommen real.(Nein ich nehme keine Drogen.)

Auch nach Behandlung mit Primidon konnte ich meinen Vater noch eine Zeitlang ärgern, und den Fernseher ohne Fernbedienung von Sportschau auf Disko schalten also von ARD auf ZDF, oder ihn ganz ausmachen. Er mußte mich nur lang genug ärgern. Im EEG war da schon nichts mehr so richtig nachweisbar, außer dass ich anfing sofort nach schließen der Augen ( 2-3 Sekunden) sogenannte Thetawellen zu produzieren.

Aber alle Neurologen wiegelten ab und sagten, dass dies nichts mit der Epilepsie zu tun habe, bei manchen hatte ich das Gefühl als wären Sie hilflos und "Ängstlich", aber wovor?

Kann mir jemand sagen ob er oder sie ähnliche Erfahrungen gemacht hat , mit Ärzten und Spiegelwelten (direkt nach Grand-Mals), Beschleunigung von Objekten bei Ärger, Thetawellen? Was sind das?

Würde mich freuen..................

Wollte ursprünglich nur 3 Zeilen schreiben......