Selbsthilfegruppen

Infostand Selbsthilfegruppe KölnIn der Selbsthilfegruppe kann der Anfallskranke ohne Angst vor Unverständnis über seine Anfälle und deren Auswirkungen auf sein Leben reden.

Eltern haben Gelegenheit, über ihre Ängste und Unsicherheiten zu sprechen. Eltern und Anfallskranke können gewiß sein, nicht nur solidarische sondern auch verstehende Zuhörer zu finden. Bei Bedarf tauschen Eltern ihre Erfahrungen in separaten Räumen aus.

Der Betroffene erfährt menschliche Wärme und Unterstützung bei der Bewältigung seiner Probleme. Dadurch fühlt er sich nicht mehr alleine gelassen.

In der Gruppe besteht aber nicht nur die Möglichkeit der Aussprache; gemeinsam wird nach Problemlösungen für den Einzelnen gesucht; helfend und nützlich ist der Austausch von Erfahrungen.

Die Gruppe wird auch der eigentümlichen Situation des Anfallskranken gerecht, der seine Krankheit meistens nicht bewußt erlebt.

Durch Information lernt er seine Krankheit kennen, als Teil seiner Persönlichkeit zu akzeptieren und damit umzugehen. Diese gewonnene Erkenntnis ist Voraussetzung für die Einsichtigkeit in Einschränkungen, wie z.B. Führerscheinerwerb.

Aber auch durch Unsicherheit und Angst erzeugte Übervorsichtigkeit wird erkannt und abgebaut.

Letztlich werden Eltern und Anfallskranke durch regelmäßige Gruppentreffen in die Lage versetzt, ihrer Umwelt selbstbewußter entgegenzutreten und mit sachlicher Argumentation Vorurteile zu entkräften.

Im Bereich Selbstkontrolle lernt der interessierte Betroffene, seine Anfälle vor dem Auftreten zu beeinflussen und somit abzuschwächen oder sogar zu beseitigen.