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Stimmt das....?

Pimkie17, Montag, 06. Januar 2020, 20:59 (vor 19 Tagen)

Hallo,

ich bin immer davon ausgegangen das ich in der Klinik ein Fahrverbot erhalten habe und das nach 1 Jahr nachdem ich dort nicht mehr in Behandlung war, automatisch aufgehoben ist, denn ich habe ja weiterhin das Fahrverbot durch meine Neurologin.

Nun verunsicherte man mich heute enorm, ich möchte mein Fahrverbot aufgehoben haben, nicht um wieder Auto fahren zu können sondern einfach wenn ich denn 1 Jahr kein Anfall habe, das ich dann nicht noch Die Ärzte abklappern muss und betteln muss das man das Aufhebt.

Also gesagt, getan... Habe also in der Klinik angerufen und gefragt wie ich da vorgehen muss und ob das Fahrverbot nach 1 Jahr automatisch aufgehoben ist, angeblich NEIN!!! Nur weil meine Neurologin irgendwann das Fahrverbot aufhebt, heißt es wohl scheinbar noch lange nicht das die Klinik das auch Aufheben muss (Epilepsie Klinik), sondern dem Aufheben des Fahrverbots muss die Epilepsie Klinik auch noch zustimmen, (habe ich so verstanden), kann das stimmen?

Es könnte genau genommen sogar noch sein, das man vor dem Aufheben des Fahrverbot's noch ein EEG schreiben will oder gar eine Blutabnahme (vermutlich um zu Kontrollieren) ob ich die Medikamente regelmäßig nehme...

Ich dachte immer, wenn ich 1 Jahr ohne Anfall bin, Dackel ich zu meiner Neurologin... Die hebt das Fahrverbot auf und schön ist meine Welt, aber scheinbar ist das ja nicht so leicht...

Stimmt das....?

mathilda @, Dienstag, 07. Januar 2020, 09:35 (vor 18 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Pimkie,

wie das rein bürokratisch bzw rechtlich mit dem Aufheben des Fahrverbots geht, weiß ich überhaupt nicht, da ich sowieso kein Auto fahre.

Doch ich kann mir schlecht vorstellen, dass von seiten der Ärzte einfach das Fahrverbot aufgehoben wird, nur gestützt auf der Aussage vom Patienten, seit mind ein Jahr keinen Anfall mehr gehabt zu haben.
Eine gewisse Absicherung wird doch auch benötigt (zB der Medikamentenspiegel oder EEG).

Es gibt genügend Epileptiker die Auto fahren, ohne sich Gedanken zu machen, dass eben auch andere gefährdet werden könnten durch einen Anfall hinter dem Steuer. Sowas liest man immer wieder.
Und zu oft bekommt man auch die Einstellung mancher Epileptiker mit die sagen, "ich kriege schon keinen Anfall".

Empfehlen würde ich dir, einfach deine Neurologin oder in der Praxis dort zu fragen.

LG

Stimmt das....?

Pimkie17, Mittwoch, 08. Januar 2020, 22:02 (vor 17 Tagen) @ mathilda

Hallo Mathilda

ich war auch eine Kanidatin die halt trotz des Fahrverbot's Auto gefahren ist, mittlerweile fahre ich nicht mehr aber nicht weil ich Angst habe im Auto ein Anfall zu bekommen (Auto fahren ist für mich wie 20000 Medikamente gleichzeitig und pure Entspannung), allerdings hatte ich Schlussendlich Angst weil es mir auch schon angedroht wurde, das man das meldet, was meinen kompletten Führerschein gekostet hätte. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen und verzichte schweren Herzens darauf.

Ich muss echt mal meine Neurologin fragen welche Kriterien ich erfüllen muss und wie das ist ob die wirklich zustimmen müssen.

Oh weh, ich hoffe kein EEG und auch kein Medikamentenspiegel sondern meine Aussage sollte meiner Meinung nach mehr "Gewicht" haben.

Grüße

Stimmt das....?

stepl, Dienstag, 07. Januar 2020, 10:17 (vor 18 Tagen) @ Pimkie17

Hallo,

am Anfang meiner Schulzeit hörte ich öfters: „Jeder macht mal einen Fehler.“
Machen wir wirklich nur einen einzigen Fehler in unserem ganzen Leben? Ich
fing an zu grübeln. Im Diktat hatte ich ganze Fehler und halbe Fehler. (Punkte,
Kommas, die Punkte der i- & Umlaute) Meine Mutter nannte sie Flüchtigkeitsfehler.
Ich grübelte eine Weile. Wenn eine Stecknadel herunter fällt, ist das kein
Fehler? Sehen wir nur die großen, schweren Fehler? „steter Tropfen höhlt den
Stein.“ wird gesagt. Welche Folgen haben solche kleinen Fehler, wenn sie uns
immer wieder passieren? „Ich mach nur einmal Fehler und das ist immer!“ sagte
ich mir. Welche Fehler entstehen durch Stress?

Beim Autofahren muss ich in Gefahrensituationen schnell reagieren!
Ich habe lieber auf Autofahren verzichtet. Bei uns fährt keiner Auto.

Jetzt im Alter sehen ich wieder nur Fehler, die ich sehen und Anfassen kann.
Ich sehe keine ideologischen und moralischen Fehler.
Willst du Auto fahren, weil andere auch Auto fahren. Der Zwang kommt auch
daher: Sich nach anderen richten.


gruss stepl

Stimmt das....?

pegasus, Mittwoch, 08. Januar 2020, 13:32 (vor 17 Tagen) @ Pimkie17

Es ist eigentlich nur von Bedeutung, wenn du den Führerschein abgeben musstest. Dann musst du nämlich regelmäßig dem entsprechendem Amtsarzt der auszustellenden Führerscheinbehörde nachweisen, dass deine Anfälle keine Gefahr mehr für den Straßenverkehr darstellen.

Solltest du nur ein inoffizielles Fahrverbot bekommen haben, das bedeutet, die Führerscheinstelle wurde davon nicht in Kenntnis gesetzt, ist es gehoppt wie gesprungen, allerdings auch mit der Einschränkung, dass du alles selbstverantwortlich machst und daher entsprechend haftbar gemacht werden kannst, wenn du während des Fahrens mit einem Auto, jemand anderen aufgrund eines Anfalles schädigst.

Stimmt das....?

Pimkie17, Mittwoch, 08. Januar 2020, 22:06 (vor 17 Tagen) @ pegasus

Hallo,

genau das möchte ich für die Zukunft vermeiden, ich möchte schon irgendwann wieder mit Versicherungsschutz fahren (wenn ich ein Unfall habe), obwohl ich seit 2007 Unfallfrei fahre.

Aber ich werde beim nächsten Termin mal meine Neurologin fragen, wie da in welcher Form wirklich involviert werden muss, damit ich das Fahrverbot auch seitens der Ärzte aufgehoben bekomme. Meine Hausärztin hebt das erst mit Bestätigung der Neurologin auf.

Grüße

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