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Psychose bei Epilepsie

Mad, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 15:20 (vor 78 Tagen)
bearbeitet von Mad, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 16:35

Hallo,

ich bin 29 und habe seit meinem 6. Lebensjahr Epilepsie. Seit 2017 bin ich mit Topiramat, Apydan extent und Fycompa gut medikamentös eingestellt. Jedenfalls habe ich seit Oktober 2017 kaum noch Anfälle.
Leider hatte ich im Frühjahr dieses Jahres eine Psychose, wegen der ich in der Psychiatrie war. Seitdem nehme ich auch ein Medikament gegen Psychosen, Olanzapin.
Ich wollte fragen, ob es hier andere Epis mit Psychose-Erfahrungen gibt. Habt ihr eine Arbeitsstelle?
Bei mir wurde jetzt Fycompa ausgeschlichen, weil es Psychosen auslösen kann. Anfälle habe ich zum Glück trotzdem keine. Ich bin aktuell noch Student, aber mache mir Sorgen, wie ich mir nach dem Studium einen Lebensunterhalt verdienen kann.
Denn aufgrund meiner Medikamente und der erlittenen Krankheiten bin ich nicht voll arbeitsfähig bzw. kann wahrscheinlich nicht den Beruf ausüben den ich ursprünglich ergreifen wollte. Studiert habe ich Lehramt für Gymnasien (Französisch, Latein). Das Examen in Latein und das darauffolgende Referendariat packe ich aber in meiner aktuellen gesundheitlichen Verfassung nicht.

Viele Grüße
MB

Psychose bei Epilepsie

SKEpi, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 16:30 (vor 78 Tagen) @ Mad

Hi
Kann dein bedenken sehr gut verstehen.
Habe seit meiner Geburt Epilepsie.
Seit meinen 12 Lebensjahr bis vor 2 Jahren ( aktuell 38 J. ) anfallsfrei.
Bin gelernte Fachkraft für Veranstaltungstechnik und darf auch nicht mehr in der Branche arbeiten oder alles was ich mir vorstellen könnte. Eine Umschulung bekomme ich jedoch auch nicht bezahlt, sowie ich keinen Cent vüom Staat bekomme. Was bedeutet das ich eben doch wieder arbeite ohne dem Staat zu benachrichtigen.
Sonst würde ich unter der Brücke schlafen.
Depressionen, Suizid und Aggressionen sind tägliche Begleiter.

Viel Glück

Psychose bei Epilepsie

Mad, Donnerstag, 05. Dezember 2019, 17:46 (vor 78 Tagen) @ SKEpi

Danke schön. Vielleicht kann Ihnen bzgl. der Umschulung das Netzwerk Epilepsie und Arbeit weiterhelfen. Ich habe dort eine sehr gute Beratung erhalten:
http://www.epilepsie-arbeit.de/

Psychose bei Epilepsie

stepl, Freitag, 06. Dezember 2019, 16:05 (vor 77 Tagen) @ Mad

Hallo,

„Ich mach nur einmal Fehler und das ist immer!“ sagte ich am Anfang meiner Schulzeit.
Im Diktat kam ich nicht mit. Wie ein 100m Lauf. Fehlende Punkte, Kommas und die Punkte der i und Umlaute wurden als halbe Fehler angeschrieben. Meine Mutter bezeichnete sie als Flüchtigkeitsfehler.

Wenn wir körperlich zu viel machen, bekommen wir einen Muskelkater.
Die halben Fehler sind Zeichen von Stress. Welche Folgen haben die auf uns. Ich bekomme keinen Muskelkater, aber ohne Folgen sind sie auch nicht. (Da wirst du ja irre?)
Diese kleinen Fehler anzuerkennen. „Jeder macht mal einen Fehler!“ da werden nur die großen Fehler anerkannt. Auch so, als wären Fehler nur einmalig. Das Herunterfallen einer Stecknadel ist auch ein Fehler.
Nach hin und her, sagte ich mir „Ich mach nur einmal Fehler und das ist immer!“
Ich habe Konzentrationsschwäche. Mich unterschiedlich gut konzentrieren können. Das Zunehmen von kleineren Fehler kann ein Signal von Leistungsabfall sein. Pause machen?

gruss stepl

Psychose bei Epilepsie

hello, Samstag, 21. Dezember 2019, 14:57 (vor 62 Tagen) @ Mad

Hallo ich habe ein ähnliches problem!

Ich habe auch seit Kindauf eine Epilepsie, und litt vor 3 Jahren an einer nicht näher definierbaren Psychose.
Heute geht es mir Gott Sei Dank Besser.
Sie hängt wohl nicht mit der Epilepsie zusammen, und ist eine Eigenständige Erkrankung. Hierfür nehme ich das
Abilify.

Liebe Grüße

Psychose bei Epilepsie

Mad, Samstag, 21. Dezember 2019, 21:49 (vor 62 Tagen) @ hello

Das klingt ja auch nach einer üblen Leidensgeschichte. Aber schön, dass es dir jetzt besser geht...

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