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Erster „großer“ Epilepieanfall

Martina_S, Samstag, 23. November 2019, 13:12 (vor 18 Tagen)

Seit ca. 3 Jahren leide ich unter Epilepsie. Meist ist es so, dass ich diesen Anfall habe ein Notfallwarnung angerauscht kommt, ich dann nach 5 Min ca wieder fit bin und nicht mitgenommen werde. Klar, beim ersten Anfall wurde ich mit MRT richtig durchgecheckt. So ist alles normal.

Am 2.11.19 hatte ich einen sehr heftigen Anfall. Ich bin erst in der Notaufnahme zu mir gekommen und habe so halb mitbekommen, dass ich wohl mehrere Anfälle hintereinander gehabt hätte.
Nach einiger Zeit habe ich zufällig den Notarzt, der mich behandelt hatte wiedergesehen. Der meinte, dass wohl die Ersthelferin wohl keinen Puls gespürt hätte (Sie war Krankenschwester- aber ob das nötig war glaube ich nicht.) und hat mich daraufhin mit der Wiederbelebung angefangen. In der Nacht zum 3. wurde ich dann entlassen (ich habe keine Ahnung wie ich nach Hause gekommen bin).

Mit meinem Gedächtnis ist es seit dem echt schlecht bestellt. Ich habe zwei Wochen lang immer das gleiche Gefragt und viele Dinge vergessen. Gestern 22.11.19 war ich auf den Weg zum Arzt und ich hatte meine Brille vergessen und mich vergessen zu duschen. Das würde mir sonst nie! Passieren. Man, war mir das unangenehm. Auch Inhalte von Gesprächen kommen bei mir an, ich antworte dann wohl auch richtig, aber dann sind sie wieder weg.

So langsam macht mir das echt Angst.
Was ich unmöglich finde, ist, dass das Krankenhaus mich gehen lassen hat. Ich war auch auf den Kopf gefallen, vielleicht hat das damit was zu tun. Später wurde ich wegen eines Milzhämatom wieder eingeliefert, was auch von dem Sturz herkam.

Hattet ihr auch so lange nach dem Anfall solche Gedächtnislücken? Das macht mir wirklich Angst. Ich dachte es wär besser geworden, aber das mit der Brille und dem Duschen muss auch daher kommen.

Erster „großer“ Epilepieanfall

pegasus, Samstag, 23. November 2019, 14:41 (vor 18 Tagen) @ Martina_S

Normal ist das sicher nicht. Ich würde dir empfehlen gehe mal zu deinem Hausarzt oder gleich zu deinem behandelnden Neurologen und berichte dem alles was so vorgefallen ist, seither. Eventuell kann er dir helfen und sagen, was los ist.

Erster „großer“ Epilepieanfall

Martina_S, Samstag, 23. November 2019, 14:46 (vor 18 Tagen) @ pegasus

Ich war schon beim Neurologen. Der hat mir auch noch mal Blut abgenommen. Er will mich wenn die Ergebnisse da sind noch mal anrufen. Was er sonst gesagt hat habe ich wieder vergessen. Ich werde mir bis zu seinem Anruf mal Fragen aufschreiben. Bin da echt beunruhigt

Erster „großer“ Epilepieanfall

pegasus, Samstag, 23. November 2019, 15:01 (vor 18 Tagen) @ Martina_S

Dann gebe ich dir noch den Tipp, schreibe alles auf was dir so auffällt. Seien es Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit neben bisher deiner Desorientierung und offensichtlichen Erinnerungslücken. Egal wie unbedeutend es ist, schreibe es auf und berichte dann deinem Arzt darüber.

Erster „großer“ Epilepieanfall

Martina_S, Samstag, 23. November 2019, 15:06 (vor 18 Tagen) @ pegasus

Ja danke. Das mache ich dann mal. Also das mit der Brille und dem ungeduscht sein war echt der Hammer. Aber vor allem vergesse ich Gesprächsinhalte.
Ich mache mir jetzt mal Notizen. Danke für deine schnelle Antwort

Erster „großer“ Epilepieanfall

stepl, Samstag, 23. November 2019, 17:15 (vor 18 Tagen) @ Martina_S

Hallo,

Am Anfang der Schulzeit stellte ich mal fest: „Ich lerne ja Sprechen! Was ist wichtiger? Sprechen lernen!“ Am Nächsten Tag: „Ich höre ja der Lehrerin zu!“

Heute im Alter bekomme ich wieder mit, wenn mir andere zu schnell sprechen.
– Das Vergessen kann auch daher kommen, wenn der andere zu schnell spricht. Wie: „So schnell kann ich mir das nicht merken!“
zuhören – merken?


gruss stepl

Erster „großer“ Epilepieanfall

Martina_S, Samstag, 23. November 2019, 17:52 (vor 18 Tagen) @ stepl

Naja, aber das hätte mit der Brille, mit dem Duschen ja nichts zu tun. Daran glaube ich irgendwie nicht. Aber danke für den Hinweis.
Liebe Grüße
Martina

Erster „großer“ Epilepieanfall

mathilda @, Samstag, 23. November 2019, 19:55 (vor 18 Tagen) @ Martina_S

Hallo Martina,

ich kenne diese Gedächtnislücken schon, wie du es beschreibst. ZB habe ich meinen Schlüssel hingelegt, mich umgedreht und genau da hatte ich es schon wieder vergessen.
Eine Zeit lang hatte ich viele Anfälle an einem Tag und mein Gehirn war dadurch ganz schön durcheinander. Ich kam mir teilweise völlig verblödet vor. Doch nach einer Woche war ich wieder fit.
Zum Glück musste ich noch nie wiederbelebt werden.
Zur Zeit bin ich gut eingestellt und fühle mich klar. Warst du schon einmal bei einem Epileptologen? Die können besser helfen, als Neurologen.

LG

Erster „großer“ Epilepieanfall

Green @, Samstag, 23. November 2019, 20:33 (vor 18 Tagen) @ Martina_S

Hallo
nimmst Du Medikamente?
Könnten auch Nebenwirkung von Medikamenten sein das vergessen und was du so beschreibst.

www.moses-schulung.de ist interesant.

Lg Green

Erster „großer“ Epilepieanfall

stepl, Mittwoch, 27. November 2019, 17:05 (vor 14 Tagen) @ Martina_S

Hallo,

In meiner Kindheit stellte ich mal fest: „Ich mach nur einmal Fehler und das ist immer!“

Jetzt im Alter kann ich mich wieder erinnern.
»Jeder macht mal einen Fehler!« sagten viele. Ich hatte immer wieder Fehler im Diktat. Oft hatte ich halbe Fehler oder Flüchtigkeitsfehler wie meine Mutter sagte. Punkte und Kommas, sowie die Punkte auf i und Umlauten wurden als halbe Fehler gerechnet.
Meine weiteren Gedanken „Jeder macht mal einen Fehler!“ dabei wird nur an die großen Fehler gedacht. Gerade kleine Fehler wiederholen sich. Dabei dachte ich auch an die Stecknadel die Zu Boden fällt. Nach weiteren Grübeleien kam ich zu dem Schluss: „Ich mach nur einmal Fehler und das ist immer!“

Dabei ging ich von sichtbaren Fehlern aus. Irgendwann in der Pubertät kämpfte ich mit dem Gedanken, Fehler im Kopf und und wirkliche Fehler.
Jetzt in den Wechseljahren habe ich wieder das Problem, Fehler zu machen, z.B. meine Tabletten nicht zu nehmen. Fehler wiederholen sich, so dass ich schnell damit fertig werde.

Stress, Aufregung usw führt zu Vergesslichkeit!
Am Schulanfang sagte man mir, dass ich mich zu leicht ablenken lasse. (sich schlecht konzentrieren)

Ein Tagebuch kann auch helfen herauszubekommen, ob uns das schon öfters passiert ist.

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