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Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

nicki678, Donnerstag, 07. November 2019, 19:40 (vor 36 Tagen)

Hallo liebes Forum!
Ich bin am verzweifeln. Bei mir wurde die Oligoepilepsie diagnostiziert. Jedoch war der Neurologe realtiv unfreundlich und hat mir diese Diagnose gestellt- ohne direkt auf mich einzugehen ect.
Nun besteht aktuell ein Fahrverbot von 1 Jahr.

Meine Symtome sind jedoch definitv nicht typisch für eine Epilepsie- während eines Anfalls ein komplettes Lied auswendig zu singen? Nee. Habe keinen Schaum vorm Mund, keinen Zungenbiss, kein Einnässen und ich habe immer die Augen geschlossen. Habe nur keine Kraft diese zu öffnen, bekomme aber 95% vom Umfeld alles mit, kann währenddessen auch schreien, ruft die und die Personen an, oder ich will nicht ins Krankenhaus ect.. Meines erachtens sehr untypisch.
Kaum habe ich eine Ablenkung zB es kommt ein Hund, bin ich innerhalb kürzester Zeit "normal".
Ebenso ist es so, hatte bisher angeblich 2 Anfälle, 2017 und 2019. Ich bin ein Mensch der ständig unterwegs ist, wenig Schlaf hat, und immer auf Hochtouren läuft, Leben ist halt schön - dachte ich bisher! Habe zudem auch Energys Drinks gern getrunken und aufputschende Medikamente genommen wie Bonbons. Habe dies aber auch alles den Ärzten gesagt - nur hört mir da irgendwie niemand zu?!
EEG`s und MRTS alles unauffällig - habe schon mehrere gemacht. Könnte die Pille die Ursache sein - lt FA nicht! Richtiges Blutbild wurde auch noch nicht gemacht mit allen Vitaminen ect.
Ist das schon mal jemanden so gegangen?

Möchte nun weitere andere Neurologen aufsuchen, die vielleicht eine andere Ursache diagnostizieren als diese Epilepsie. Es gibt ja auch nicht epileptische Anfälle.
Mein Beruf, meine Partnerschaft, mein Persönliches ICH geht alles den Bach unter...

Hat damit jemand schon Erfahrung?

Vielen Dank im Voraus!

Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

Green @, Donnerstag, 07. November 2019, 20:35 (vor 36 Tagen) @ nicki678

Hallo

wenden sie sich an Ihren Hausarzt.
Machen sie einen Termin bei einem anderen Neurologe/in.
Wenden sie sich an eine Epilepsieberatungstelefon.

Bitten sie Ihren jetzigen Neurologen um eine Begründung warum keine Auto mehr.

Bzw. Er muss ja einen Bericht an den Hausarzt geben wenn der sie Überwiesen hat.

Lg Green

Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

nicki678, Donnerstag, 07. November 2019, 21:04 (vor 35 Tagen) @ Green

laut Hausarzt kann er nichts machen, da er ja kein Neurologe ist. Und er stellt sich nicht gegen einen Professor...

das Fahrverbot ist, da es sich laut Beschreibungen um einen epileptischen Anfall handelt. Und es eben so die rechtliche Seite sei.. mehr meinte er nicht dazu.

Obwohl meine "Anfaälle" nur bei übermäßigten Alkholkonsum auftraten.

auch meine anderen Beschwerden, ließ er komplett auser Acht.

Fühle mich alleine gelassen, werde mehrere Neurologen aufsuchen. Wollte nur wissen, ob jemanden das selbe schon passiert ist, das die Diagnose falsch war/sei.. und was diese dagegen unternommen haben.

Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

Green @, Donnerstag, 07. November 2019, 22:14 (vor 35 Tagen) @ nicki678

Okay
Vorne auf den Seiten beraten und da Epilepsie und Führerschein haben sie ja sicher gelesen.

Lg Green

Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

stepl, Freitag, 08. November 2019, 10:22 (vor 35 Tagen) @ nicki678

Hallo,

Ich habe mal im Internet nachgesehen:


Oligo-Epilepsie / Oligoepilepsie

oligos = griechisch: klein, gering; missverständliche Bezeichnung für seltene, in großen Abständen spontan auftretende epileptische Anfälle (auch ohne Einnahme von Antiepileptika); i.d.R. handelt es sich um generalisierte tonisch-klonische (Grand-Mal-) Anfälle, prinzipiell können aber viele Anfallsformen vorkommen; die Abgrenzung gegenüber Gelegenheitsanfällen bzw. provozierten Anfällen kann schwierig sein; heute wird eine Oligo-Epilepsie nicht mehr notwendigerweise zu den Epilepsien gezählt; bessere Bezeichnung: (sehr) seltene, unprovozierte epileptische Anfälle, Oligo-Anfälle


Lexikon für Patienten mit Epilepsie

gruss stepl

Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

nicki678, Freitag, 08. November 2019, 15:20 (vor 35 Tagen) @ stepl

ja das habe ich bereits gelesen.. aber provozierte Änfalle sind doch auch unteranderem durch Alkoholkonsum oder aufputschenden Medikamenten oder?

hatte ja an diesen Tagen viel Alkohol getrunken (weiß das ist ungesund aber jeder war mal jung?)

angenommen, es war ein provozierter, bestehe das Fahrverbot weiterhin? Die 3 Monate hätte ich bald rum... Wie kann ich es beweisen?

Oligoepilespie - vermutlich falsch diagnostiziert. HILFE!

pegasus, Montag, 11. November 2019, 11:45 (vor 32 Tagen) @ nicki678

Auch bei nicht epileptischen Anfällen besteht das Fahrverbot, denn die sind genauso gefährlich wie die echte Epilepsie.

Außerdem übersiehst du folgendes:

Wenn du keine epileptischen Anfälle hast, dann käme als einzige Möglichkeit hierzu noch die dissoziative Epilepsie in Frage und das ist eine psychische Erkrankung, welche mit einem traumatischen Erlebnis in der Vergangenheit zusammenhängt.

Was EEG und MRT angeht, so ist das EEG nur eine Momentaufnahme, das bedeutet, in der Regel wird da nichts von abgeleitet, außer man hatte das Glück und es fand tatsächlich gerade ein Anfall statt oder der Anfallsauslöser wäre eines der dabei durchgeführten Testungen (Licht oder Hyperventilation). Dies ist aber eher seltener der Fall.

Das MRT hat auch seine Grenzen, es kann zwar auch vieles darstellen, aber so genau sind die MRT´s noch nicht, dass die Veränderungen auch im kleinsten Detail darstellen können, die zu einem Anfall führen können.

Und zu guter VORletzt, da du geschrieben hast, dass es immer provozierte Anfälle unter Alkoholeinfluss gewesen seien ... Alkoholepilepsie.

Und zuletzt würde ich dir einfach empfehlen, schlafe einfach ausreichend und denke über einen gesüderen Lebenswandel nach.

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