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Anfallserlebnis

stepl, Mittwoch, 06. November 2019, 16:52 (vor 37 Tagen)

Hallo,

Ich hatte als Kind immer wieder Anginga:
die Symptome sind. Husten, Heiserkeit, Fieber, Halsschmerzen.

Die Symptome der Epilepsie sind die Anfälle. Aber über die Anfälle wir so gut wie nie geredet.
Ich habe Schlafepilepsie. Die Anfälle treten nur im Schlaf auf.
Einmal wollte ich morgens aufstehen und zur Arbeit gehen. Ich musste mich wieder hinlegen. Ich hatte keine Kraft zum Aufstehen. Dann konnte ich aufstehen, aber ich musste mich wieder setzen. Nach und nach kam ich zu Kräften.
Ich hatte keinen Muskelkater wie viele glauben. Aus dem Anatomieunterricht dass es zwei Muskeln, Beuger und Strecker, die im Wechsel zueinander im Wechsel arbeiten. Irgendwie verhindert das, dass es zu einem Muskelkater kommt.
Ein andermal stand ich auf. Ich legte mich immer wieder schlafen. Am nächsten Tag wunderte ich mich, warum ich in der Nacht so gut schlafen konnte. Ich hatte davor in der Nacht einen Anfall und war daher immer wieder müde und konnte die darauffolgende Nacht schlafen.

„Du hast eine Anfall gehabt.“
Ein Anfall läuft ja nicht bewusst! Wie weit gibt es Nachwirkungen, die euch sagen „Ich habe einen Anfall gehabt.“ Das Gefühl Pause zu machen oder so?

Ich bin der Meinung, es wird zu wenig über die Symptome der Epilepsie geredet. Würde mehr darüber geredet, würde es unser Ich-Bewusstsein stärken.

gruss stepl

Anfallserlebnis

heidegurke, Sonntag, 17. November 2019, 09:28 (vor 26 Tagen) @ stepl

Hallo!
Ich erlebe seit 20 Jahren die Anfälle meines Mannes mit, große Grand-Mal Anfälle, auch immer nachts. Er berichtet mir am Morgen danach immer von tierischen Kopfschmerzen, Muskelschmerzen in Armen und besonders den Beinen. Dann beißt er sich manchmal auch auf die Zunge, es blutet heftig während des Anfalles und später ist sie natürlich geschwollen.
Seit ein paar Jahren kann er leider die Blase nicht mehr kontrollieren, nach dem Anfall, in der Entspannungsphase näßt er sich ein.
Er hat ca. alle 2 Monate einen nächtlichen Anfall, vor allem wenn's viel Stress bei der Arbeit gab oder er mal einen über den Durst getrunken hat. Ich will ihm ja auch nicht alles verbieten.
Ich hab mich schon so daran gewöhnt, daß es fast Routine ist. Ich sitz bei ihm, schaue dass er sich nicht anschlägt, der Kopf gepolstert ist und er sicher ist. Mehr kann ich nicht tun.
Er nimmt seine Medikamente regelmässig (Ergenyl Chrono), aber manchmal passierts halt doch.

Haben Sie keinen Partner, der Ihnen beisteht?
Das wäre natürlich das Beste.
Allein ist man halt total hilflos und erinnern tut sich mein Mann nie an einen Anfall.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, trotzdem!
LG, Heidegurke

Anfallserlebnis

Green @, Sonntag, 17. November 2019, 12:15 (vor 26 Tagen) @ heidegurke

Hallo

vor allem wenn's viel Stress bei der Arbeit gab oder er mal einen über den Durst getrunken ha
t.

Respekt das sie das schaffen. Er entscheidet ja was er tut.

Sie Ihm verbieten....nein er entscheidet wie er mit Ihnen umgeht.
Wollten sie keine Kinder ?Oder haben sie die wegen der Epilepsie nicht?

ganz liebe Grüsse

Green

Anfallserlebnis

heidegurke, Sonntag, 17. November 2019, 14:37 (vor 26 Tagen) @ Green

Teils, teils.
Wir wussten nicht, ob er die Krankheit vererbt. Und ich hatte Gebärmutterhalskrebs.
Da war eh nix zu machen.

Und manchmal ja, er treibt mich manchmal in den Wahnsinn:-D
Er will so sein und wahrgenommen werden wie alle anderen normalen Menschen auch.
Bloß keine Schwäche zeigen, bloß nicht krank sein, bloß nicht eingestehen, daß man krank ist.
Ich kämpf da oft gehen Windmühlen bei ihm.
Aber dann denk ich halt: machen lassen...
Ich bin nicht sein Kindermädchen und er ist schliesslich erwachsen und mündig.
C'est la vie!

Anfallserlebnis

stepl, Mittwoch, 20. November 2019, 16:20 (vor 23 Tagen) @ heidegurke

Hallo,

das mit ihrem Mann ist nicht sehr schön. Ich kenne von zu Hause Selbstkritik.
Ich bin jetzt 64. Ich nehme wieder mehr meine Körpergefühle wahr. Was kann ich und was nicht?

Jetzt zu meinem Geburtstag hat mich meine Schwägerin eingeladen. Sie hat mich einen Tag davor abgeholt und mit zu sich eingeladen. Mein Bruder und sie sind beim Film. Mein Bruder ist Kameramann und sie ist beim Schnitt. Sie sind beide freischaffend tätig, daher haben sie keine festen Arbeitszeiten. Mein Bruder war zu Dreharbeiten in Frankreich, daher war ich mit meiner Schwägerin alleine.

Nach dem wir bei ihnen angekommen sind haben wir uns beide hingelegt. Ich habe in der Bibliothek/Gästezimmer, meine Sachen ausgepackt. Ich legte mich hin. Ich wachte im Wohnzimmer auf. Ich wusste nicht was los ist. Beim Zurückdenken bemerkte ich, dass ich von meinem Zimmer ins Wohnzimmer gekommen bin und es gar nicht richtig mitbekam. Als hatte ich etwas Mühe die große Schiebetür aufzubekommen, wodurch ich mich erinnern konnte, dass ich den Anfall hatte. Das ich das mit der Schiebetür gar nicht bewusst mitbekam. (wie bewusst? – anstelle von unbewusst)

Ich bin im Wohnzimmer wieder eingeschlafen. Nach längerer Zeit wachte ich auf, und bekam nach und nach mit was lost war. Meine Schwägerin hörte mich reinkommen, aber viel nichts besorgniserregendes auf.

Am Morgen wartete ich und packte meine Sachen. »ein Kind kann nicht Planen und Vorausdenken« viel mir von früher wieder ein. Als müsste ich es jetzt in den Wechseljahren es wieder erlernen. Dadurch entstand wohl etwas Stress. Was muss ich alles einpacken? Habe ich auch nichts vergessen? Das eine Mal hatte ich meine Tabletten vergessen.


gruss stepl

Anfallserlebnis

stepl, Freitag, 22. November 2019, 21:35 (vor 20 Tagen) @ stepl

Hallo,

Ich hatte heute im Mittagsschlaf einen Anfall. Ich wachte erst nach und nach auf.

Im Sommer telefonierte ich öfters mit meinem Bruder. Ich sagte ihm dass ich immer müde bin. „Das hängt mir der Hitze zusammen.“ antwortete er. Ich wollte das nicht akzeptieren. Im Fernsehen wurde von der Hitze und das dabei noch arbeiten müssen berichtet. Früher in meinem Leben habe ich ähnliches erlebt. In der Schule hatten wir Hitzefrei.
»Schlaf-Wach-Rhythmus“ In der Kindheit halten wir Mittagsschlaf. Mit dem Erwachsen hört das auf. Im Alter halten wir wieder Mittagsschlaf. Als ändert sich in den Wechseljahren der Schlaf-Wach-Rhythmus! Daher die Anfälle im Mittagsschlaf?
Ich hatte kurz vorher beim Besuch meiner Schwägerin einen Anfall im Mittagsschlaf.

gruss stepl

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