Epilepsie Online Logos

Fahrverbot

Louisa, Samstag, 19. Oktober 2019, 18:48 (vor 55 Tagen)

Hallo, ich bin neu hier. Von was hängt es ab, dass mein ein Autofahrverbot bekommt. Wie kann man es "bewirken", dass dieses aufgehoben wird. Was passiert, wenn man trotzdem Auto fährt.

Ich frage deshalb, weil ich trotz nicht gesicherter Diagnose Fahrverbot habe . Ich wohne auf einem Dorf, ich bin Gott sei dank gerade krank geschrieben. Denn ich komme ohne Auto nicht zur Arbeit, nicht zur Post, nicht zur Apotheke, Ärzte, Kinder zu Hobbies fahren, Einkaufen etc.
Im Moment ist mein Mann noch zu Hause, aber das wird sich ab Januar ändern.

Wir holen unsere Kinder fast täglich vom Zug ab, da ein Anschlussbus nicht fährt und sie sonst die 8 km heimlaufen müssten.

Als mein Mann auf Fortbildung war, konnte mein Sohn nicht zum Fussball, da keiner ihn fahren konnte. Eltern, mit denen man Fahrgemeinschaften bilden kann gibt es nicht.

Es geht mir auch auf die Psyche, dass ich hier quasi fest sitze.

Fahrverbot

pegasus, Sonntag, 20. Oktober 2019, 15:31 (vor 54 Tagen) @ Louisa

Es kommt darauf an, wie deine bisherigen Anfälle waren.

Zusaammenfassend:

Bei einem einmaligen bisherigen Anfall ohne Auslöser 6 Monate mit Auslöser 3 Monate.

Bei mehreren Anfällen 6 Monate.

Bei Diagnose Epilepsie 1 Jahr Anfallsfreiheit. Bei schlafgebundener Epilepsie 3 Jahre Beobachtungszeit.

https://www.epilepsie-gut-behandeln.de/leben-mit-epilepsie/epilepsie-im-alltag/epilepsi...

Fahrverbot

Louisa, Sonntag, 20. Oktober 2019, 22:04 (vor 53 Tagen) @ pegasus

Ich danke Dir für die Nachricht. Es hängt also vom Arzt ab. Ich bin letztens, weil ich keine Briefmarken für die Krankmeldung zum Arbeitgeber zur Post "gelaufen" 8 km einfach

Fahrverbot

Green @, Sonntag, 20. Oktober 2019, 22:46 (vor 53 Tagen) @ Louisa

Hallo
Taxi war keine Option/Fahrrad fahren.
Auch für Deine Kinder vom Bus wenn du nicht mehr kannst?

Diese Seite könnte hilfreich sein www.epilepsie-arbeit.de

Lg Green

Fahrverbot

Louisa, Montag, 21. Oktober 2019, 10:47 (vor 53 Tagen) @ Green

Bis ein Taxi kommt hier auf dem Dorf dauert es bis zu 30 Minuten. Als mein Sohn letztens einen schlimmen Fahrradunfall hatte, dauerte es 25 Min. Bis der Krankenwagen kam. Ausserdem ist Taxi teuer auf Dauer. Und wenn die Bahn nicht fährt,Unterricht ausfällt,das kann man ja nicht planen.

Fahrverbot

Sina1980, Mittwoch, 13. November 2019, 06:19 (vor 30 Tagen) @ Louisa

Guten Morgen Louisa,

ich kann dich verstehen. Das ist übel. Ich habe „nur“ ein Nachtfahrverbot bekommen und das ist schön ätzend.
Hast du mal über ein e-bike nachgedacht? Das hilft zwar deinen Kindern nicht direkt, aber du bist ja viel flexibler.
Ich habe eins und bin Ruck zuck überall.

Liebe Grüße und alles Gute!
Sina

Fahrverbot

Louisa, Montag, 21. Oktober 2019, 10:50 (vor 53 Tagen) @ Green

Danke,die Seite schaue ich mir an. Fahrrad, erstmal wohnen wir am Berg 10% Steigung. Und die Schule ist 25 km entfernt. Googelt mal MRB transregio, da ahnt man welche massiven Probleme wir haben.

Fahrverbot

pegasus, Dienstag, 22. Oktober 2019, 01:03 (vor 52 Tagen) @ Louisa

Zu erst einmal hängt es davon ab, ob es der Führerscheinstelle bekannt ist, dass du Epilepsie hast. Wenn du noch keine Aufforderung erhalten hast, dass du einem Gutachten zustimmen sollst, geschweige denn dein Führerschein aufgrund der Diagnose erst einmal eingezogen wird, solange ist es nur eine Empfehlung von deinem Neurologen.

Ob du dich daran hältst oder nicht, liegt alleine in deiner Verantwortung. Sollte allerdings etwas passieren, es ist nicht gemeldet und es kommt raus, dass du die Verdachtsdiagnose Epilepsie hast, kann es sehr, sehr teuer werden.

Daher wäre es besser, das Auto stehen zu lassen und irgendetwas zu organisieren, damit dein Kind auch immer versorgt ist, wenn es denn mal notwendig sein sollte. Dein Kind wird wohl nicht das einzige Kind sein, welches mal früher nach Hause kommt, wo der Zug ausfällt oder ähnliches. Hier kann man auch kurzfristig mit den anderen Eltern mal eben schnell eine Fahrgemeinschaft auf die Beine stellen, damit alle Kinder versorgt werden oder ähnliches.

Lösungen gibt es für alles...

Fahrverbot

Louisa, Dienstag, 22. Oktober 2019, 12:31 (vor 52 Tagen) @ pegasus

Die Lösung ist im Moment mein Mann, der fährt.
Der Führerscheinstelle ist nichts bekannt. Im Moment ist es wohl eher eine Empfehlung, an die ich mich auch strikt halte. Und meinen Sohn eben auch einmal habe heimlaufen lassen, 8 km vom Bahnhof.
Leider gibt es wirklich niemanden, der fahren kann.


Bei Weiterführenden Schulen gibt es hier quasi nur zwei (Mädchengymnasium und ein Weiteres), alle 25 km entfernt. Eine Realschule Plus, wo man nicht nur zum Bahnhof kommen muss, sondern auch noch mit zwei Busen fahren muss, wenn einer ausfällt... Das Einzugsgebiet beträgt bei diesen Schulen 25-30 km.

Die Kinder, die bei uns und im Nachbardorf wohnen (genau 3 ) , die gehen auf die "Ehemalige" Hauptschule, die ist in der komplett entgegensetzten Richtung.

Es ist hier sehr sehr schwierig.

Ich hoffe jetzt einfach, dass der Arzt mir eine fahrtauglich wieder bescheinigt, ich nehme ja Medikamente.

Fahrverbot

pegasus, Mittwoch, 23. Oktober 2019, 13:50 (vor 51 Tagen) @ Louisa

Wie alt sind deine Kinder eigentlich?

Je nach dem wie Sie alt Sie sind, bleibt tatsächlich nur als Alternative entweder Fahrrad und bei entsprechendem Alter auch Mofa-Führerschein und selbst tuckeln.

Fahrverbot

Louisa, Mittwoch, 23. Oktober 2019, 16:16 (vor 51 Tagen) @ pegasus

Hallo,

13 Jahre alt, daher Mofa geht nicht und selbst, wenn Sie eins hätten, möchte ich nicht, dass sie auf der Bundesstraße, wo es fast jede Woche kracht, mit dem Mofa fahren. Und gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit... Wenn sie zweimal die Woche später heimkommen, da wäre es schon dunkel.. Und da fährt auch kein Bus, leider... Der Öffentliche Nahverkehr ist hier zum Kübeln, alle Gespräche mit dem Busunternehmen (jetzt Deutsche Bahn) sind gescheitert..

Wenn mein Mann nicht da ist, und ich wirklich weiterhin Fahrverbot habe, bleibt uns nichts Anderes übrig, als Ihnen für den Notfall Geld mit zugeben, um sich ein Taxi zu holen.

Gerade heute, Schule um 14.15 aus. Der nächste würde eine Stunde später fahren, als Schnellzug, der nicht mal die Haltestelle für den Bus anfährt (wobei um die Uhrzeit eh keiner mehr fährt) . Sonst habe ich es dann so gemacht, dass ich nach der Arbeit sie mitgenommen habe und früher auch meist die Beiden Kumpels (die aber mittlerweile wo anders in die Schule gehen)...

Fahrverbot

Gudrun, Samstag, 07. Dezember 2019, 05:05 (vor 6 Tagen) @ Louisa

Hallo Louisa, an deiner Stelle würde ich mir als erstes eine eindeutige Diagnose holen. Ich weiß ja nicht, wie sich deine angebliche Epilepsie äußert, doch nur wegen dem Verdacht auf die Krankheit, finde ich es recht hart zu sagen, du darfst nicht mehr fahren. Warst du schon bei Spezialisten oder ist es nur irgend so ein Neurologe, der meint er müsse an dir rumdoktern? Hat man dich aufgeklärt, wie die Andern hier, dir schon geschrieben haben. Ich will dich jetzt nicht entmutigen, jedoch hab ich seit fast 40 Jahren keinen Führerschein mehr, ich war seit der Geburt von unserem Kind, so gut wie immer auf meinen Mann angewiesen. Auf deine Mitmenschen ist da kaum Verlass, die können sich in unsere Lage überhaupt nicht versetzen und wollen es auch nicht. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Zwar wohne ich in der Stadt und unser Sohn ist erwachsen. Er war früher selbstständig, als andere Kinder, weil er sah, dass seine Mutter nicht so kann, wie Mütter die das Handycap nicht haben. Ich denke, es hat ihm nicht geschadet. Jedenfalls ist für dich erstmal eine richtige Diagnose wichtig. Falls du dann doch Epilepsie haben solltest, musst du in den sauren Apfel beißen. Es ist jedoch nicht gesagt, dass du bei einer richtigen Therapie, nicht wieder die Pappe bekommst. Mit umziehen ist nichts bei dir? So wie du das Alles schilderst, wohnst du in der allerletzten Provinz. Vielleicht ist doch was zu retten.

Fahrverbot

Seraph, Dienstag, 22. Oktober 2019, 01:03 (vor 52 Tagen) @ Louisa

Hi,

Ich habe auch Fahrverbot und weiß wie schwierig das ist. Ich fühle mit dir.

Das Autofahren trotz Epilepsie ist nicht verboten, unterliegt aber strengen Vorgaben und Auflagen. So müssen Epileptiker zum Arzt, um die Fahrtauglichkeit bescheinigen zu lassen. Mindestens 1x im Jahr.

Nach einem epileptischen Anfall wird zunächst ein ärztliches Fahrverbot von mindestens (!!) drei Monaten ausgesprochen. Treten die Anfälle häufiger auf, kann ein solches Fahrverbot auch länger bestehen. Bis zu 5 Jahre. (Ist bei mir so) Sind Epileptiker für eine bestimmte Zeit anfallsfrei, kann die Fahrtauglichkeit wieder bescheinigt werden.

Fazit: Bei Epilepsie ist Autofahren also nur dann möglich, wenn durch einen Arzt bescheinigt wird, dass ein Anfallsrisiko nicht vorliegt oder dieses bei korrekter Medikamenteneinnahme u. Lebensführung nahezu nicht besteht.

Solltest du trotz Fahrverbots Auto fahren und du wirst erwischt, oder bekommst sogar nen Anfall, musst du mit Ahndungen (od. schlimmeren) rechnen. Du verletzt das Verkehrsrecht u. gefährdest dich und andere.
Gelangt dein Arzt an diese Info, muss er dein Fehlverhalten bei der Straßenverkehrsbehörde melden. Infolgedessen musst du damit rechnen, deine Fahrerlaubnis für immer zu verlieren.

Abgesehen von dieser Tatsache gefährdest du nicht nur dein Leben, sondern auch das von deinen Mitmenschen.

Diese Infos hat mir die Epilepsieklinik vor längerer Zeit gegeben.

Liebe Grüße und alles Gute!! :-)

Fahrverbot

Louisa, Dienstag, 22. Oktober 2019, 12:24 (vor 52 Tagen) @ Seraph

Danke für Deine mitfühlenden Worte. Es ist hier einfach doof auf dem Land, mein Sohn ist unserem Dorf der Einzige, der in diese Schule geht (schon damals, als er in den Kindergarten ging, wäre er ohne Auto dort nicht hingekommen). Und es ist einfach so, dass das Einzugsgebiet - egal ob vom Fußballverein etc. extrem groß ist (da einfach Kindermangel herrscht). Er hat zwei gute Freunde, die gehen auf eine andere Schule. Jetzt habe ich gerade wieder ne Nachricht bekommen, das Züge ausfallen auf der Strecke wegen Baumaßnahmen, gut dass mein Mann noch da ist. Ich sehe es schon wie im Frühjahr, dass er am Bahnhof steht (25 km entfernt) und anruft und sagt, dass der nächste Zug in 2 Stunden nicht fährt. Ich werde dem Arzt, wenn ich im November den Termin habe, die Situation schildern.
Ich kann auch mit niemanden eine Fahrgemeinschaft Bildern, da 80 %der Mitschüler in der Umgebung der Schule wohnen (die können laufen oder mit dem Fahrrad fahren).
Ich habe ja überhaupt keine gesicherte Diagnose Epilepsie. Es beruht alles auf Schilderungen und ich hatte ja nichtmal jedesmal einen Krampfanfal. Es könnte auch etwas ganz Anderes sein.

Fahrverbot

Pimkie17, Freitag, 01. November 2019, 09:11 (vor 42 Tagen) @ Louisa

Hallo Louisa,


ich kann das so nachvollziehen, dieses Fahrverbot ist für mich mehr als besch....! Meine Neurologin lässt mit sich leider nicht reden, habe ich auch schon versucht, keine Chance... Stattdessen musste ich überall unterschreiben das ich über mein Fahrverbot aufgeklärt wurde.

Ich wohne auch auf dem Land, zur Schule meines Kindes gehts über eine Autobahnbrücke und ist dementsprechend nur mit Bus/Auto zu erreichen, ein Bahnhof gibt es erst 4km entfernt von uns.

Bei mir liegt die Epilepsie aber leider vor, wenn bei Dir die Diagnose nicht mal sicher ist,

Fahrverbot

Dina, Samstag, 09. November 2019, 13:31 (vor 34 Tagen) @ Louisa

Zwecks Fahrverbot:
Der/Die Neurologe/-in muss dich über ein Fahrverbot aufklären; welches du unterschreiben sollst. Wenn etwas passiert, ist der Arzt mit in der Verantwortung. Daher die Absicherung des Arztes, mit der Aufklärung! In dem Sinne kein Verbot. Du kannst dich daran halten, nicht zu fahren. Ob du letztendlich fährst, ist deine Entscheidung.
Vor allem nachts ist Auto fahren sehr gefährlich: mit dem Licht der Scheinwerfer entgegen kommender Autos kann ein Anfall "provoziert" werden!

Grüße, Dina

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum