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LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Dienstag, 15. Oktober 2019, 22:01 (vor 52 Tagen)

Hallo,

ich war so blond und habe per „Selbstversuch“ um ein weiteres Medikament zu umgehen Lamotrigin um ein „paar“ Mg erhöht, ich habe 3 Tage nach dem „Selbstversuch“ noch immer mit den Folgen zu tun, laut meiner Mama war wohl ein Epileptischer Anfall die Folge, habe die Dosis erstmal wieder reduziert und hoffe damit hat es sich erledigt das ich nicht noch mehr Nachwirkungen davon trage.

Ich traue mich das gar nicht beim nächsten Termin meiner Ärztin zu erzählen, weil ich nicht weiß wie ich, meiner Ärztin diese Aktion erklären soll ohne das Sie mich für Irre hält.

Das, dass Dumm war braucht mir keiner sagen, das habe ich leider schmerzlich erfahren, aber ich habe so eine Angst das da noch was hinterher kommt.

Verzweifelte Grüße

LAMOTRIGIN überdosiert

pegasus, Mittwoch, 16. Oktober 2019, 01:33 (vor 52 Tagen) @ Pimkie17

Was heißt ein paar mg?

Und generell, solltest du auch mal in den Nutzungsbedinungen nachlesen, es hat schon seinen Grund, warum man hier keine Dosierungsempfehlungen oder ähnliches geben darf, denn wie du gemerkt hast, kann das nach hinten los gehen und zwar gewaltig.

Inwieweit nun die Nachwirkungen bei dir andauern werden, hängt davon ab, wie lange es dauert bis der Wert im Blut wieder normalisiert ist.

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Mittwoch, 16. Oktober 2019, 02:41 (vor 52 Tagen) @ pegasus

Hallo Pegasus,


ein bisschen zu hoch, war zum Glück nur von kurzer Dauer 1200mg LAMOTRIGIN genommen würde ich keinem Empfehlen, ich weiß auch nicht was mich da Getrieben hat. Schon nach der Morgendosis von 600mg ging es mir mehr schlecht als Recht am Abend als ich dann die 2ten 600mg genommen haben, ging dann nahezu nichts mehr. Ich habe mich gefühlt wie „vergiftet“ und ich Dümmerchen hab das auch noch selbst zu Verantworten und 7 Stunden später dann der Anfall.

Wenn ich der Neurologin die Aktion erzähle, die ja mehr als Blöd war (wie ich schmerzlich feststellen konnte), Puuh an ihre Reaktion mag ich nicht Denken. Mittlerweile hoffe ich das die Hohe Dosis wieder draußen ist aus meinem Körper und ich vor weiteren Überraschungen verschont bleibe

Grüße

LAMOTRIGIN überdosiert

mathilda @, Mittwoch, 16. Oktober 2019, 10:00 (vor 51 Tagen) @ Pimkie17

Hast du etwa die drei Tage lang die normale Dosis verdoppelt, oder wie soll ich das verstehen?

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Mittwoch, 16. Oktober 2019, 12:39 (vor 51 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Mathilda,

nein zum Glück nur 1 Tag, hat aber gereicht, mein eigentlicher Gedanke war, das ich von einem weiterem Medikament verschont bleibe, meine Neurologin meinte LAMOTRIGIN alleine reiche nicht abgesehen mal von den „Ausfällen“ die ich habe wird mein EEG trotz 400mg LAMOTRIGIN auch nicht besser.

Mein Plan LAMOTRIGIN zu erhöhen, ist im Desaster geendet. Ich hatte so gehofft, das mein Plan klappt aber ich glaube einen 2ten Tag mit der Dosis hätte mich völlig ins Abseits befördert. Klar ich hatte etwa 7 Stunden später einen Anfall aber bis jetzt Toi Toi Toi kam nichts mehr.

Diese Idee musste ich also „Verwerfen“ und für gescheitert erklären.

Ich werde nun vorerst bei der üblicben Dosis Lamotrigin bleiben und kein Selbstversuche mehr vornehmen, LAMOTRIGIN so hoch zu dosieren.

Grüße

LAMOTRIGIN überdosiert

Green @, Donnerstag, 17. Oktober 2019, 21:59 (vor 50 Tagen) @ Pimkie17

Hallo
haben sie Dosis verdoppelt?

Lg Green

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Freitag, 18. Oktober 2019, 10:04 (vor 49 Tagen) @ Green

Hallo,

Ich bin noch Jung, bitte kein Sie

Ich habe morgens 600mg genommen und Abends 600mg

Habe ich leider sehr deutlich zu spüren bekommen, aber jetzt geht es mittlerweile wieder besser es kam nix mehr nach. Habe mir das an der Halbwertszeit vom Lamotrigin ausgerechnet, wieviele Tage ich nun weniger nehmen muss um das der Wirkstoffspiegel runter geht auf die eigentliche Menge... Waren insgesamt 8 Tage am Dienstag kann ich es also wieder komplett nehmen.

LAMOTRIGIN überdosiert

mathilda @, Freitag, 18. Oktober 2019, 14:44 (vor 49 Tagen) @ Pimkie17

Da hast du dir aber echt was getraut, gleich die doppelte Dosis zu nehmen. In meinem Beipackzettel steht: in der Regel 100 bis 400 mg am Tag.
Was ein Facharzt in der Klinik mir mal sagte war, dass bei 600 mg Einnahme am Tag ohne Verbesserung auch nicht mehr erhöht werden sollte.
Doch bei jedem ist die Wirkung natürlich verschieden und es wird hier auch der Medikamentenspiegel im Blut gemessen.

Sei ehrlich zu deiner Neurologin. Sie kennt sicherlich Angst von Patienten vor Medikamenten, Umstellung usw.

LG

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Freitag, 18. Oktober 2019, 18:31 (vor 49 Tagen) @ mathilda

Hallo Mathilda,

um ganz genau zu sein die 3 fache Dosis aber es ist nun zu spät und lässt sich nicht mehr Rückgängig machen, nun ich denke ich habe die schlimmste Phase überstanden und denke nicht das, da noch irgendwas hinter her kommt.

Erstmal habe ich zum Glück Ruhe vor einem weiteren Medikament, was mir aber auch gut passt, da ich die Zeit dieses Jahr nicht mehr hätte ein weiteres Medikament ein zu dosieren, ganz zu schweigen mal von eventuellen Nebenwirkungen.

Muss zum Glück erst nächstes Jahr wieder zur Neurologin. Ich werde der Neurologin schon sagen das ich ein bisschen höher Lamotrigin probiert habe, was halt schief gegangen ist, genau genommen war das ja kein Anfall, sondern mein Gehirn hat diese Erhöhung nicht vertragen, wie die Neurologin das sieht keine Ahnung. Ich weiß daher nicht ob das überhaupt als Anfall zählt und wenn „Ja“ war es in jedem Fall ein provozierter Anfall.

In 3 Wochen muss ich, erstmal die Epilepsie Schulung überstehen, habe mich dafür angemeldet weil ich hoffe die Epilepsie besser zu verstehen, zu akzeptieren und allgemein besser mit dieser klar komme. Mal schauen ob es was bringt.

Grüße

LAMOTRIGIN überdosiert

Green @, Freitag, 18. Oktober 2019, 18:58 (vor 49 Tagen) @ Pimkie17

Hallo
ach Pimkie17 ..das nennt man Lebenserfahrung...was du da gemacht hast.
Dreifache Dosis...mutig...das machst du bestimmt nie wieder.;-)

Nun ist es vorbei es geht Dir wieder besser...so solls sein.
Schönes Wochenende.:-)

Lg Green

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Freitag, 18. Oktober 2019, 22:54 (vor 49 Tagen) @ Green

Nett ausgedrückt mit der Lebenserfahrung, nein dieses Experiment lasse ich in Zukunft.

Doofe Frage könnte man rein Theoretisch Lamotrigin und Keppra zusammen nehmen? Bin beim Überlegen ob ich den Versuch nochmal wage, weiß aber nicht was die Neurologin dazu sagt, geschweige ob es mit den Medikamenten überhaupt gehen würde. Keine Sorge ich möchte hier keine Empfehlung der Dosis Höhe haben, dies muss ich im Fall der Fälle ja mit der Neurologin klären, aber halt ob es überhaupt möglich ist, oder ob ich mir die Frage gleich sparen kann.

Keppra ist das einzige Medikament auf was ich mich noch einlassen würde aber auch „nur“ in einer geringen Dosis weil ich es bis letztes Jahr Juni genommen habe, hatte zwar Nebenwirkungen aber das würde ich dann in Kauf nehmen.

Grüße

LAMOTRIGIN überdosiert

Green @, Freitag, 18. Oktober 2019, 22:58 (vor 49 Tagen) @ Pimkie17

Hallo
ne frag deine Ärztin ..ruhig …….warum nicht....ob das geht oder nicht zusammen weis ich nicht.

lg Green

LAMOTRIGIN überdosiert

pegasus, Sonntag, 20. Oktober 2019, 16:09 (vor 47 Tagen) @ Pimkie17

Theoretisch ist jede Kombination möglich, allerdings solltest du bedenken, dass beide Medikamente dann eventuell neu eingestellt werden müssen, denn die Wirkstoffe beeinflussen sich dann gegenseitig.

So kann es sein, dass durch die zusätzliche Einnahme das erste Medikament weniger im Blut vorhanden ist und daher hochdosiert werden muss oder es dann auf einmal zu viel von dem da und es muss weniger genommen werden.

Gleiches gilt auch für das zweite Medikament.

Bedeutet, wenn du es deiner Neurologin vorschlägst, wirst du nicht drumherumkommen regelmäßig zur Blutabnahme zu gehen, damit der Spiegel im Blut gemessen wird und dann eben angepasst wird.

Ebenfalls muss man berücksichtigen die tatsächlich sichtbaren Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten und die damit einhergehenden Nebenwirkungen.

LAMOTRIGIN überdosiert

Seraph, Dienstag, 22. Oktober 2019, 00:01 (vor 46 Tagen) @ Pimkie17

Grüß dich,

Ich selbst habe Epi und nehme LAMOTRIGIN von Ratiopharm. Auch nehme ich die höchste Dosis, 600mg am Tag. Ich vertrage sie sehr gut. Vor vielen Jahren habe unbeabsichtigt zuviel genommen. Hat mir persönlich nix ausgemacht. Evtl auch weil ich mein Leben sehr konsequent lebe. D.h. keinen Tropfen Alkohol, ganz wenig Fleisch, keine Zigaretten und so gut es geht Regelmäßigkeit in allem was ich tue. Auch versuche ich Stress zu vermeiden was aber in der heutigen Arbeitswelt sehr schwer ist XDDD Diese Lebensweise hilft und unterstützt natürlich gewaltig.

Wie dem auch sein, die politisch ;-) richtige Entscheidung wäre dich umgehend mit deinem Arzt in Verbindung zu setzten. Bei einer Überdosierung kann es u.a. zu Koordinationsstörungen und Bewusstseinsstörungen kommen die evtl. mehrmals auftreten können. Sicher aber nicht für immer. Dennoch ist damit ist nicht zu spaßen. Das Gute, du hast es ja nicht auf lange Zeit genommen. Die Blutwerte nimmt der Arzt ja sowieso und kann feststellen ob es deinen Organen und deinem Blut gut geht. Auch das EEG zeigt wie es deinem Hirn geht. :-)

Ich bin damals nicht zum Arzt gegangen, aber mir ging es auch gut. (Und es waren keine 1200 mg)
Wäre es anders gewesen, hätte ich den Arzt aufgesucht.
Wenn du dich entscheidest es deinen zu Arzt beichten wird er/sie dich nicht für verrückt halten.
Keine Sorge.
Wahrscheinlich wird dein Arzt dich ins Gebet nehmen. Das ist dann sicher etwas blöd für dich, aber kein Weltuntergang. :-D
Sag es so wie du es hier auch geschrieben hast. War eine Lektion, jetzt weißt du es besser.

Ich wünsch dir alles Gute!
LG

LAMOTRIGIN überdosiert

atréju, Freitag, 15. November 2019, 21:18 (vor 21 Tagen) @ Pimkie17

Hallo,

ich bin froh, dass es Ihnen wieder gut geht. Eigenmächtig die Medikation zu ändern, kann bedeutet, zu riskieren, einen Status epilepticus zu bekommen. Falls dann keine Angehörigen anwesend sind, die schnell reagieren, kann es zu bleibenden Schäden führen.

Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen, dass meine Umstellung auf einen anderen Wirkstoff in einer Mehrfachmedikation ambulant bei Berufstätigkeit, Familie und schulpflichtigem Kind ein Jahr und zwei Wochen gedauert hat. Das war 2015.

Das erste Medikament wurde in der Dosierung nicht abgeändert, das zweite Medikament wurde, jeweils in 50 mg Schritten abdosiert, ganz rausgenommen und der neue Wirkstoff in 50 mg langsam aufdosiert. Sobald ich Nebenwirkungen festgestellt habe, habe ich nach Rücksprache mit meiner Neurologin, die Dosierung 2 - 3 Wochen konstant gehalten und dann weiter aufdosiert. Ganz behutsam wurde das Ziel erreicht und meine Lebensqualität stieg um ein Höchstmaß an.

So hatte ich das Glück, dass ich lediglich 1 x für einen Monat krank geschrieben werden musste.

Ich hoffe, das macht Ihnen ein bisschen Mut. Eine gesundheitliche Verbesserung ohne Nebenwirkungen bei Mehrfachmedikation ist möglich.

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Freitag, 15. November 2019, 22:49 (vor 21 Tagen) @ atréju

Hallo Atréju,

ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt leider auch das, dass extrem nach hinten los hätte gehen können, da bin ich mit diesem 1 Anfall vermutlich gut weg gekommen über bleibende Schäden mag ich gar nicht erst nachdenken.

Sollte es jemals so kommen, das Lamotrigin reduziert werden soll, werde ich dies in Eigenregie Zuhause tun, soviel ist sicher. Beim Einschleichen von Medikamenten bin ich nicht die richtige Person, ich konnte und hätte dieses niemals zuhause Einschleichen können, dazu wäre ich nicht in der Lage, deswegen kann sich meine Neurologin auch auf den Kopf stellen was andere Medikamente betrifft, Sie kommen für mich allesamt Zuhause nicht in Frage.

Ich muss zwar diesbezüglich noch mit meiner Neurologin reden, möchte aber bevor ich überhaupt dem weiteren Medikament zustimmen werde, das nochmal ein Langzeit EEG geschrieben wird, ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher ob ich überhaupt an Epilepsie leide und das nicht doch alles Medikamenteninduziert ist auch mein schlechtes EEG.

Denn ich habe im www. Gelesen das Eisenmangel auch ein schlechtes EEG verursachen kann und den habe ich zu genüge und mein „regelmäßiges“ Umkippen doch eher Synkopen sind, ich bin mir einfach unsicher, mittlerweile nehme ich täglich eine große Menge Eisen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (200mg).

Sollte es nämlich wirklich an Eisenmangel liegen, müsste mein EEG jetzt nämlich in Ordnung sein, wovon ich stark überzeugt bin.

Liebe Grüße

LAMOTRIGIN überdosiert

mathilda @, Samstag, 16. November 2019, 09:19 (vor 20 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Pimkie,

Denn ich habe im www. Gelesen das Eisenmangel auch ein schlechtes EEG verursachen kann und den habe ich zu genüge und mein „regelmäßiges“ Umkippen doch eher Synkopen sind, ich bin mir einfach unsicher, mittlerweile nehme ich täglich eine große Menge Eisen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (200mg).

Hast du das mal von dem Hausarzt untersuchen lassen?
Wenn du wieder in Eigenregie mal probierst, ob es doch ein Eisenmangel sein kann; auch zu viel Eisen ist ungesund und kann auf Dauer Schäden verursachen.

Ein Langzeit-EEG finde ich eine gute Idee. Nur sagt man, dass es bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis eine Klinik einen Termin vergeben kann. Was machst du bis dahin?
Wie lange lebst du eigentlich schon mit der Diagnose und hat die deine jetzige Neurologin gestellt oder war das im Krankenhaus?

LG

LAMOTRIGIN überdosiert

Pimkie17, Samstag, 16. November 2019, 19:42 (vor 20 Tagen) @ mathilda

Hallo Mathilda,

nein einen aktuellen Eisenwert habe ich nicht, meine aber schon das es Eisenmangel ist, nehme das Eisen schon gering dosiert seit März 2019, dort hatte ich geringfügig Eisenmangel nach Blutabnahme, also nachgewiesen.

Bevor ich keine Sicherheit habe, werde ich kein weiteres Medikament nehmen. Habe erst im nächsten Jahr 2020 den nächsten Termin bei meiner Neurologin und je nachdem was Sie sagt ob Sie dem zustimmt das nochmal ein Langzeit EEG geschrieben wird, vorher werde ich keine weiteren Medikamente nehmen. Wenn dies allerdings erneut Auffälligkeiten zeigt, dann bin ich schweren Herzens bereit mir ein weiteres Medikament geben zu lassen und dementsprechend auch zu nehmen, aber das hängt alles vom nächsten Termin ab.

Ich bin mir aber sicher, das mein Langzeit EEG ohne Auffälligkeiten ist und sollte das sich bestätigen werde ich kein weiteres Medikament mehr nehmen, sondern im Anschluss zusehen das ich das Lamotrigin weg bekomme.

Aber daran brauche ich dieses Jahr nicht mehr denken, ich werde an der Lamotrigin Dosis nix mehr ändern dieses Jahr und nächstes Jahr nach dem Termin bei meiner Neurologin weiter entscheiden.

Ich hoffe mein Text ist einigermaßen Verständlich, aber mir ist leider seit 1 Woche Schwindelig (befinde mich im Benzodiazepine Entzug) und bekomme klare für mich nachvollziehbare Texte derzeit nur bedingt auf die Reihe.

Grüße

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