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Pregabalin

Pimkie17, Donnerstag, 05. September 2019, 22:41 (vor 17 Tagen)

Hallo,

ich habe ein Problem, meine Neurologin möchte das ich gegen die Anfälle eine „kleine Menge“ von 100mg Pregabalin zum LAMOTRIGIN nehme, ich allerdings komme mit dem Gedanken alleine schon nicht klar.

Solche Medikamente verbinde ich alle mit meinem Entzug von Oxazepam wo ich derzeit massiv drunter leide, zudem habe ich mir gestern die Packungsbeilage durchgelesen und wenn ich an die Nebenwirkungen denke die eventuell Auftreten könnten wird mir noch mehr Bewusst das ich dieses Medikament eigentlich nicht nehmen will/kann.

Mein Kopf schafft es nicht, nun das Medikament habe ich mir gestern aus der Apotheke geholt aber es liegt im Schrank ganz ganz hinten damit ich es bloß nicht sehen muss. Mir wird übel wenn ich daran denke das ich das Nehmen soll, ich kann das nicht.

Mit meiner Neurologin war eigentlich vereinbart das ich es wenigstens Probiere, aber ich habe mittlerweile so massiv Angst das es mir die Beine weghaut weil ich schon so mit dem Entzug vom Benzo zutun habe, ich traue mich nicht eine Tablette davon zu nehmen. Sie, weiß von meinen Ängsten gegenüber der Einnahme.

Ich weiß das Pregabalin ein Spiegelmedikament ist und deswegen es nix bringt meiner Neurologin da was „vor zu Spielen“ weil Sie es ja bei einer Blutabnahme wieso feststellen würde... Ich muss ihr das also beim nächsten Termin sagen, jedoch habe ich Sorge das, dass dann in der Klinik eindosiert wird ich möchte in keine Klinik, ich kann aber auch keine weiteren Medikamente mehr nehmen vom Kopf her, ich bin dazu nicht mehr in der Lage.

Ich würde Lieber das LAMOTRIGIN erhöhen das kenne ich und das nehme ich wieso schon und dementsprechend ist es mein Körper gewöhnt, ich müsste in keine Klinik und müsste kein anderes Medikament dazu nehmen, ich nehme ja noch eine geringe Dosis vom LAMOTRIGIN und es wäre mir das liebste nur das zu erhöhen.

Ich bin bezüglich LAMOTRIGIN in der Lage die höher Dosierung selbst vorzunehmen, das traue ich mir zu aber wie in welchen Schritten?
Sollte man bei einer höher Dosierung genauso langsam vorgehen wie beim Einschleichen vom LAMOTRIGIN?

Ich habe geplant in 50mg Schritten zu erhöhen alle 14 Tage und dies dann erstmal bis 600mg wäre eine Erhöhung von 200mg also quasi das doppelte vom Pregabalin was also rein von der Menge her passen müsste, aber ist meine Rechnung realistisch?

Es ist für mich momentan die einzige Alternative zum Pregabalin oder einem anderen Medikament und dieses „Risiko“ gehe ich dann auch gerne ein, gibt beim nächsten Termin wahrscheinlich Ärger aber eine andere Möglichkeit habe ich momentan nicht.

Das mir hier zu meinem Vorhaben an sich kein Rat gegeben werden kann, ist mir klar benötige ich auch nicht denn es gibt für mich nur die Alternative das LAMOTRIGIN zu erhöhen oder aber alles beim „Alten“ zu belassen aber kein weiteres Medikament.

Womit man mir aber weiter helfen könnte ob man bei bereits einer fast 1Jährigen Einnahme noch langsam reduzieren muss also alle 14 Tage nur 25mg oder ob man in größeren Schritten hoch gehen kann?

Pregabalin

thomas ⌂ @, Freitag, 06. September 2019, 06:58 (vor 16 Tagen) @ Pimkie17

Hallo,
die Redaktion des Forums möchte gerne erneut hier darauf hinweisen, dass im Forum keine ärztlichen und medizinischen Anfragen und Hinweise, wie hier zu Medikamenten gegeben werden.
Bitte noch einmal die Nutzungsrechte lesen.
Bitte wenden Sie sich/Du Dich an einen Arzt bzw. an den behandelnden Arzt um die Behandlung abzusprechen.
Die Risiken und Gefahren sind zu hoch und gehören hier nicht hin. Es gibt keine Antwort von einem Arzt hier.
Die Redaktion von Epilepsie-Online

Pregabalin

mathilda @, Freitag, 06. September 2019, 08:45 (vor 16 Tagen) @ Pimkie17

Ich frage mich, warum du so ohne Absprache selbst herum probieren möchtest? (vor sowas hätte ich Angst) Auf der einen Seite sagst du, du weißt wie es geht. Auf der anderen fragst du aber hier, wie es gemacht werden sollte.
Doch genau dafür ist dein Neurologe da. Scheinbar vertraust du ihr nicht, da wäre es doch besser, zu jemand anderes zu gehen.

Wenn deine Neurologin dir das neue Medikament verschreibt, auch wenn sie weiß, dass du so viel Angst davor hast, denke ich schon, dass es passt.
Jede neue Medikamenteneinnahme ist irgendwie "aufregend", man sieht doch erst, ob es gut wirkt oder ob Nebenwirkungen kommen.
Der Beipackzettel muss sämtliche evtl auftretende Nebenwirkungen aus Versicherungsschutz mit aufführen. Doch guck dir mal zB den Zettel nur von Kopfschmerztabletten oder sonstwas an, auch da steht ne Menge drauf und man nimmt sie halt, ohne an evtl auftretenden Nebenwirkungen zu denken.
Im groben sagt man ja, guck nie vorher auf den Zettel, das beeinflusst.

LG

Pregabalin

Pimkie17, Freitag, 06. September 2019, 09:24 (vor 16 Tagen) @ mathilda

Hallo Mathilda,

doch eigentlich komme ich mit der Neurologin gut klar und ich weiß auch das Sie möchte das ich Pregabalin nehme Bzw. Es zumindest versuche, das war so vereinbart, aber ich traue mich nicht weil ich massive Angst habe das meine Symptome wegen des Entzug vom Benzo noch schlimmer werden, mein Kopf sagt mir, das ich es nicht nehmen darf, eben weil ich Angst habe.

Aber wenn ich, meiner Neurologin beim nächsten Termin unterbreiten tue, das ich es ja nicht mal versucht habe, habe ich wieder Angst vor Klinik wo ich auch nicht hin will.

Zwecks des LAMOTRIGIN ist mir auch nicht wohl, aber mein Kopf sagt eher LAMOTRIGIN erhöhen als auch nur ein Mg von dem Pregabalin zu nehmen. Das meine Idee nicht das schlauste ist, ist mir auch bewusst am liebsten würde ich alles so lassen wie es momentan ist und werde ich mit Sicherheit auch ich kann meine Angst nicht überwinden.

Ich möchte aber auch nicht mehr in die Klinik dort wurde mir schon Keppra eindosiert/ ausgeschlichen und LAMOTRIGIN eindosiert, das ist für mich auch keine Alternative.

Danke dennoch für deine Antwort.

Grüße

Pregabalin

mathilda @, Freitag, 06. September 2019, 09:37 (vor 16 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Pimkie,

du musst ja nicht ins Krankenhaus, wenn du nicht willst. Es kann dich keiner zwingen, nur raten.
Und wegen der Angst vor dem neuen Medikament kann ich dir nur sagen, dass es mir immer so ging bei einem neuen Medikament.
Doch bei meinem jetzigen (dritten) Medikament habe ich auch Tage gezögert...und bei der ersten Einnahme und die Tage danach regelrecht auf Nebenwirkungen gewartet, aber es kam nichts... Hätte ich es nicht probiert, wäre ich jetzt nicht so gut eingestellt.

LG

Pregabalin

Pimkie17, Freitag, 06. September 2019, 14:28 (vor 16 Tagen) @ mathilda

Hallo Mathilda,

prinzipiell gebe ich Dir recht, aber mein Gehirn ist derzeit so damit beschäftigt den Entzug vom Benzo zu verarbeiten, sodass meine Angst halt so massiv ist.

Würde ich nicht gerade Benzodiazepine absetzen wäre meine Angst sicherlich auch nicht so massiv. Mein Körper wehrt sich massiv gegen den Gedanken dieses Medikament nehmen zu müssen, mir wird eigentlich ohne das ich das Medikament genommen habe nur wenn ich daran denke schon übel.

Ich habe jetzt noch 5mg vom Benzo abzusetzen und bin damit wenn ich Glück habe, Mitte 2020 fertig aber ich befürchte solange wird meine Neurologin das nicht mitmachen. Ich weiß aber auch das es kein Sinn hat die Neurologin zu belügen, Sie weiß wieso was Sache ist und weiß um die Angst. Im Zweifelsfall bekommt Sie es raus durch den Spiegel also kann ich auch gleich die Wahrheit sagen.

Klinik kommt schon wegen dem absetzen vom Benzo nicht für mich in Frage, denn ich setze mit der Wasserlösmethode ab damit ich auf kleine Mengen komme die ich Absetzen kann, ich habe die Befürchtung das sich die Klinik aber nicht darauf einlassen würde das ich das so weiter machen darf in Eigenregie.

Ich denke ich werde nun erstmal alles so belassen, LAMOTRIGIN wie gehabt weiter nehmen und nächstes Jahr nochmal neu entscheiden, schlimmer werden wird es nicht wenn ich das Pregabalin erstmal noch nicht nehmen tue aber damit kann ich am besten Leben.

Grüße

Pregabalin

stepl, Montag, 16. September 2019, 15:07 (vor 6 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Pimkie17

Du hast anscheinend Angst vor der Einnahme vor Medikamenten.

Es hängt auch mit der Vollkommenheit zusammen. Das Kind wird, da es noch in der Entwicklung ist, oft in der Erziehung als Unvollkommen bezeichnet. Wie weit können wir Fehler verzeihen. Wie weit macht es Fehler aus Unkenntnis, Unerfahrenheit.

Mit dem Erwachsenwerden ändern sich unsere Vorstellungen von uns selbst und der Welt.
Kein Mensch ist vollkommen. Es entstehen feste Vorstellungen. Es wurde mal gesagt „es gibt nicht den Fehler!“ Jetzt bin ich alt. Jetzt habe ich Vorstellungen von den verschiedenen Fehlern die es auf der Welt gibt.

Die festen Vorstellungen erschweren dir, die Angst vor den Medikamenten zu überwinden.
Du musst den Kampf gegen den inneren Schweinehund antreten. Wer ist stärker? Der innere
Schweinehund oder Du?

Du hast Angst vor den Medikamenten und weißt nicht warum.

Als Kind hörte ich oft, wie die Erwachsenen uns, um unsere Zwanglosigkeit, beneideten.
Jetzt im Alte bin ich wieder zwanglos. Ich habe wieder eine freie Entscheidung.
Mit der Bildung der Sexualorgane entstehen sexuelle Gefühle. Die kindlichen Gefühle
verschwinden. Irgendwie verlieren wir damit unsere Zwanglosigkeit, worauf die Erwachsenen
neidisch waren. Jetzt in den Wechseljahren geht manches wieder zurück.
– die Angst und der Zwang es nehmen zu müssen, kann die Angst verstärken.

Pregabalin

Pimkie17, Montag, 16. September 2019, 16:42 (vor 6 Tagen) @ stepl

Hallo Stepl,

ich habe massiv Angst vor der Einnahme des Pregabalin, ich habe schon soviel Negatives über dieses Medikament gelesen und gehört.
Ich bin in einem Pharmakritischem Forum aufgrund des Absetzen vom Benzodiazepine, wenn ich dort lese was Pregabalin anrichten kann, dann wird mir „schlecht“. Klar bei einer Epilepsie muss man anders denken, aber ich kann das nicht mehr. Würde ich LAMOTRIGIN nicht schon nehmen, hätte ich auch davor Massiv Angst. Manchmal stehe ich Abends da, und überlege wie mein Leben ohne Medikamente war und ob es nicht besser ist LAMOTRIGIN gleich mit abzusetzen / auszuschleichen.

Ich schleiche ja ( weil ich es dort gelernt habe) mein Benzodiazepine 25mg Ursprungsdosis seit 7 Monaten aus, fast 8 Monaten und ehe ich auf 0 bin wird es auch noch ein Weilchen dauern, am liebsten würde ich danach gleich weiter machen wenn ich nicht wüsste das meine Neurologin am Rad drehen würde.

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