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Panikattacken durch erneuten Anfall

Yelena19, Donnerstag, 29. August 2019, 21:09 (vor 24 Tagen)
bearbeitet von Yelena19, Donnerstag, 29. August 2019, 22:40

Hallo Community,

letzten Donnerstag hatte ich nach Monaten einen erneuten Epileptischen Anfall. Es lief alles wie gewohnt ab. Man wird vom Krankenwagen abgeholt und ins Krankenhaus eingeliefert.

Das Ding ist, ich hatte noch von meinem Anfall im Februar sehr mit meiner Psyche zu kämpfen. Alles hatte sich plötzlich anders und fremd angefühlt. Und grade, als es immer besser wurde, kam der Anfall von Donnerstag dazu.

Bei mir ist es so, ich habe ein Händchen dafür, mich in Dinge hineinzusteigern, wie Ängste etc. . Deshalb wurde mir vom Arzt Lasea (Eine pflanzliche Beruhigungskapsel mit Lavendel) verschrieben, dass ich einnehmen soll, wenn ich unruhig, zittrig oder ängstlich werde.

Da dieses Unruhigsein und diese „Panikattacken“ nicht weniger werden, wollte ich nach Tipps fragen, was ich tun könnte, wenn ich solche Momente habe außer das Lasea einzunehmen. Ich hätte gerne weitere Optionen zur Beruhigung als diese Kapseln, weiß nur nicht welche.

Ich hoffe und würde mich sehr über Tipps und Ratschläge freuen.

Liebe Grüße

Aylin

Panikattacken durch erneuten Anfall

pegasus, Freitag, 30. August 2019, 14:08 (vor 23 Tagen) @ Yelena19

Autogenes Training, ein Gegenstand den du drücken kannst (Igelball zum Beispiel), einen beissenden Geruch (amoniak soll wohl helfen), Gedanken an eine schöne Erinnerung, Atemübungen

Gibt eine Menge, so pauschal gibt es da keine Antwort für. Mir zum Beispiel hilft autogenes Training, der Igelball und manchmal reicht auch nur der Igelball ... Ist halt unterschiedlich. Eigentlich musst du selbst etwas finden, was dir in solchen Situationen, wo du merkst dass die Panik aufsteigt, helfen könnte.

Panikattacken durch erneuten Anfall

stepl, Samstag, 07. September 2019, 06:42 (vor 15 Tagen) @ pegasus

Hallo,

Ich kann pegasus zustimmen.

Ein bisschen hängt es auch mit dem Erwachsen sein zusammen. Anderen geht es genauso.


Als Kind stellte ich am Angang meiner Schulzeit fest: „Ich lerne ja Sprechen! Was ist wichtiger? Sprechen lernen!“
Am nächsten Tag stellte ich fest: „Ich höre ja der Lehrerin zu!“
Das bewusste zuhören. Das Erlebnis, was zuhören von innen heißt.
Ich bekam vieles um mich herum mit. Immer wieder hörte ich, wie die Erwachsenen uns
Kinder beneideten, wie zwanglos wir sind. In der Pubertät verlieren wir unsere
Zwanglosigkeit.
Am Anfang der Pubertät hielt ich mal einen Vortrag in Biologie über interne und externe
Befruchtung. Meine Mutter war Hebamme, daher wusste ich auch vieles über Kinderkriegen
mit. Die Entwicklung des Kindes im Bauch der Mutter. Bei der Paarung der Zugvögel wundert
man sich, warum einige, die ihr ganzes Leben lang zusammen bleiben, jedes mal Paaren.
Das Paaren ist so was wie Geschlechtsverkehr. Die Eier im Leib des Weibchens müssen
befruchtet werden ehe sie gelegt werden.

Jetzt bin ich alt und grau. Die Geschlechtsorgane haben sich zurückgebildet.
Damit hören die inneren Zwänge wieder auf.
Fast ist es so, als wird die Pubertät wieder Rückgängig gemacht. Einige haben
in den Wechseljahren den gleichen Eindruck. Im Alter sind wir wieder zwangloser.

Mit den Zwängen bist du nicht alleine. Die sind nicht alleine durch die Epilepsie.
Sie haben natürliche Ursachen.

gruss stepl

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