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Was mir nach der OP alles abgeht...

podi, Mittwoch, 13. März 2019, 00:02 (vor 71 Tagen)

Erfolgreich ein Stück vom Hirn entfernt, ist ja ok. Nach über 40 Jahren häufigen leichten Absencen und schweren GM, ist ein Anfallfreies Leben mehr als ungewöhnlich.
Inzwischen sind es genau 3 Jahre, dennoch fehlt mir was. Es sind auch die vielen KH Aufenthalte, Rehas, Arztbesuche, alles weg.
Hab mich zwar schon damit abgefunden, aber jedes Mal, wenn ich hier mitlies, oder was schreib, kommen die Erinnerungen.
Irgendwann, vielleicht noch ein GM, das wär doch was.

Was mir nach der OP alles abgeht...

chrissie @, Mittwoch, 13. März 2019, 23:23 (vor 70 Tagen) @ podi

Ich hatte von der Erstdiagnose bis zur OP ca. 15 Jahre GM, einfach fokale und kognitive Anfälle. Nach der OP war ich 20 Jahre anfallsfrei und ich muss ehrlich sagen, ich habe die Anfälle und auch die Ärzte keine Minute vermisst. Zum Epileptologen bin ich trotz Anfallfreiheit alle paar Jahre zur Kontrolle, was dann beim Rezidiv mein Glück war, da er mich bestens kennt und ich zu ihm größtes Vertrauen habe (das ändert leider nichts dran, dass ich jetzt wieder therapieresistent bin, nur diesmal nicht operiert werden kann). Ich würde diesmal gerne auf diese sch...s Anfälle verzichten. Man darf nicht Auto fahren, muss wieder die ganzen Medikamente durchprobieren. Die anfallsfreie Zeit war eigentlich richtig toll, wäre nicht eine andere unheilbare Erkrankung dazugekommen, das Rezidiv der Epilepsie nervt dann schon extrem.
Aber dass Operierte die Anfälle vermissen, hört man immer wieder.

Was mir nach der OP alles abgeht...

podi, Donnerstag, 14. März 2019, 08:56 (vor 69 Tagen) @ chrissie

Wahrscheinlich liegt es zum Teil auch an der ewig langen Rehafase. Erst ein halbes Jahr danach die Neuro Reha, irgendwie viel zu früh. War geistig lang noch nicht fit dafür. Ein Jahr später die nächste normale Reha, hab auch noch Probleme gehabt. Bis jetzt Depressionen, bin deswegen von der PVA mit 50 in die Arbeitsunfähigkeitspension geschickt worden. Darf weiter alles machen, nur nicht den Beruf, den ich erlernt hab (Optiker). Was neue Depressionen ausgelöst hat.
Ich hätt so gern einen Anfall, dass das Leben wenigstens ein bissl weiter geht wie früher.

Was mir nach der OP alles abgeht...

chrissie @, Samstag, 16. März 2019, 13:00 (vor 67 Tagen) @ podi

ich hatte meine Epilepsie-OP 1994, damals hat anschließend keiner an eine Reha gedacht. Ca. 2 Monate nach der OP war ich wieder fit außer vereinzelt Kopfschmerzen (3-4x pro Jahr, da hab ich dann Ibuprofen oder Paracetamol genommen und dann waren die auch weg, diese Schmerzen hab ich jetzt gar nicht mehr). Dann konnte ich wieder arbeiten und mich normal um die Familie kümmern, bis dann eine andere neurologische Erkrankung kam, weswegen ich vor 10 Jahren in Rente gehen musste, da sie auch mit OP's und Medikamenten nicht heilbar ist. Die Erkrankungen auch die Epilepsie waren für meinen letzten Chef kein Problem, ich habe in der medizinischen Forschung gearbeitet. Durch die Arbeit wurde man abgelenkt, ich habe meine Arbeit geliebt. Ich vermisse meine Arbeit, aber die Anfälle habe ich nie vermisst.

Was mir nach der OP alles abgeht...

Gabrielle @, Schweiz, Sonntag, 28. April 2019, 10:27 (vor 24 Tagen) @ podi

Hallo Podi

was Du beschreibst ist nicht so selten, das Dir etwas fehlt kann ich gut verstehen. Hast Du mal an eine Psychotherapie gedacht, die könnte helfen die leere aufzufüllen

Gruss Gabrielle

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