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Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Sonja_82, Dienstag, 12. März 2019, 13:45 (vor 71 Tagen)
bearbeitet von thomas, Freitag, 15. März 2019, 12:53

Hallo,

Ich bin 36 Jahre alt und bei mir wurde mit 28 Osteoporose diagnostiziert.
Als Kind hatte ich Epilepsie und musste 14 Jahre lang das Medikament (Redaktion hat den Handelsnamen gelöscht!) - Carbamazepin einnehmen.
Angeblich hätte das die Osteoporose ausgelöst!

Seit 2010 nehme ich nun dieses Medikament nicht mehr. Für die Osteoporose nehme ich Vitamin D. Allerdings ist mein größtes Problem gar nicht die Osteoporose sondern die extreme Muskelschwäche und Muskelschmerzen die unmittelbar schon nach sehr geringen Belastungen und Bewegungen in meinen Beinen und Unterarmen entstehen. Das hat 2017 plötzlich angefangen. Seitdem kann ich nur noch extrem kurze Strecken (circa 30 m) zu Fuß gehen, kann kaum treppensteigen und die Hände so gut wie gar nicht mehr belasten. Bereits Waschen und Anziehen überlastet mich. Meine Kräfte in den Muskeln scheinen innerhalb von Sekunden verbraucht und die Muskeln zittern und zucken danach als hätte ich im Fitnessstudio 50 Kilo gehoben. Wenn ich mich nicht mehr bewege und teilweise auch die Handgelenke schiene erholt es sich wieder und die Schmerzen lassen vollkommen nach, bis zu nächsten Bewegung.

Ich war schon bei so vielen Ärzten und keiner konnte mir helfen oder mir sagen was diese Muskelbeschwerden auslöst. Manche vermuten, dass es mit der Osteoporose zusammenhängen könnte, andere wiederum sagen das sei nicht möglich. Ich wurde auf MS getestet und Borreliose. Beides negativ. Meine Blutwerte sind alle hervorragend, das Muskelenzym würde passen, die neurologische Klinik in Würzburg ist nach einem EMG der Meinung ich hätte keine Muskelerkrankung. Ich solle eine Schmerztherapie machen. Schmerztherapien habe ich allerdings auch schon drei Stück hinter mir. Keine davon hat mir auch nur ansatzweise geholfen. Ich kann durch Krankengymnastik meine Belastbarkeit nicht verbessern! Bewegung macht es immer nur schlechter! Faszienmassagen helfen ein wenig, einen Tag lang. Verschiedene Psychologen haben mich untersucht und haben keine Depression und sonstigen psychischen Belastungen gefunden die diese Schmerzen auslösen könnten.

Ich bin ratlos und weiß nicht an wen ich mich noch wenden soll. Eigentlich wollte ich nicht mit 36 schon ein Pflegefall sein.

Hat jemand ähnliche Erfahrung zum Beispiel mit Osteoporose in jungen Jahren oder auch mit längeren Nebenwirkungen des Medikaments Carbamazepin?

Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Green @, Dienstag, 12. März 2019, 15:31 (vor 71 Tagen) @ Sonja_82
bearbeitet von thomas, Freitag, 15. März 2019, 12:53

Hallo

Nah ja wenn ich mich nicht bewege gehen die Muskeln dahin.
Mineralstoffmangel...Magnesium mal probiert.
Ansonsten langsam immer mehr machen..statt 30Meter 40 Meter....ist leider so.

Ansonsten was soll man Ihnen für Tips geben sie haben alles durch und sind mit den Antworten nicht zufrieden.

Das die Schmerztherapie die Schmerzen nicht nimmt...kenn ich anders.

Was sagt der Hausarzt mal VitaminD Calcium Kalium mal im Bluttesten lassen?

Die Sendung Ernähungsdocs oder jetzt Bewegungsdoc....finde ich auch sehr hilfreich.

Wieviel Krankengymnasten haben sie schon probiert?

Lg Green

Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Sonja_82, Dienstag, 12. März 2019, 16:11 (vor 71 Tagen) @ Green
bearbeitet von thomas, Freitag, 15. März 2019, 12:54

Ich ernähre mich sehr gesund und habe zudem eine fleißige Heilpraktikerin, die meinen Mineralstoffhaushalt kontrolliert und mit Premiummineralen als Nahrngsergänzung hinzufügt. Das ist also auch abgeklappert.
Das mit dem langsam mehr laufen ist auch keine neue Theorie für mich. Funktioniert nur leider nicht.

Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Green @, Dienstag, 12. März 2019, 16:31 (vor 71 Tagen) @ Sonja_82
bearbeitet von thomas, Freitag, 15. März 2019, 12:54

Ist ja klasse.
Wenn alles versorgt ist.
Mal probiert all die Nahrungsergänzung weg zulassen?

Nahrungsmittel und andere Allergien sind dann ja auch durch?

Lg Green

Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Heidi, Sonntag, 17. März 2019, 09:43 (vor 66 Tagen) @ Sonja_82

Hallo Sonja_82
ich habe fast die gleichen Probleme. Meine Epileptologin sagte mir, dass es von Myl und Phen kommt. Ich wechselte 2002 auf"mildere" Medis", (Kepp und Lamo) die halfen nicht wirklich. Datzu kommt,dass es im Alter immer schlimmer wird. Ich liess mich auch bei sämtichen Spezialisten untersuchen. Jetzt lasse ich mich bei einem Herz-Kreislauf Spezialisten untersuchen. Wenn da nichts zu findenden ist, bin ich am Ende der Fahnenstange. Nebenwirkungen lassen grüssen, aber ich sehe keine Alternativen, Alternativmedizin hat nur für den Arzt Erfolg. Er reibt sich mit Deinem Geld die Hände.
Lieber Gruss
Heidi

Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Sonja_82, Dienstag, 19. März 2019, 10:34 (vor 64 Tagen) @ Heidi

Hallo Heidi,
Ehrlich? das wäre ja schön zu hören dass ich nicht die Einzige mit solchen Nebenwirkungen bin. Wie genau äußern sich denn bei dir die Beschwerden? Und wie lange geht das bei dir schon? Ich selbst nehme ja seit 2010 schon keine Epilepsietabletten mehr. Aber besser geworden ist es seitdem mit der Muskelschwäche und der Osteoporose leider nicht, im Gegenteil sogar immer nur schlechter.

Nebenwirkungen - Osteoporose und Muskelschwund

Heidi, Mittwoch, 20. März 2019, 08:56 (vor 63 Tagen) @ Sonja_82
bearbeitet von Heidi, Mittwoch, 20. März 2019, 09:13

Ehrlich? das wäre ja schön zu hören dass ich nicht die Einzige mit solchen Nebenwirkungen bin. Wie genau äußern sich denn bei dir die Beschwerden? Und wie lange geht das bei dir schon? Ich selbst nehme ja seit 2010 schon keine Epilepsietabletten mehr. Aber besser geworden ist es seitdem mit der Muskelschwäche und der Osteoporose leider nicht, im Gegenteil sogar immer nur schlechter.

Hallo Sonja_82
bei mir hat es mit 50 langsam angefangen und jetzt bin ich ich 77. Also im Vergleich zu Dir ganz schön alt :-D
Aber ich habe immer geschaut was ich noch kann, nicht was ich nicht mehr kann. Ist zwar schwer, aber machbar wenns auch schwieriger ist. du fragst wie sich bei mir das alles äussert, da kann ich nur sagen die ganze Kraft liess nach. Staubsaugen oder kochen ist bei mie eine Katastrophe. Wenn ich mal hinfalle, komme ich von alleine nicht mehr hoch. Ich gehe jetzt mit Krücken, bald wirds ein Rollator sein. Aber ich gebe nicht auf, Mein Kopf, meine Augen und meine Sprache funktionieren noch. Bei mir spielt wahrscheinlich noch das Alter eine grosse Rolle, was bei Dir eigentlch noch nicht sein kann.
Es kann sogar was ganz schönes daraus werden, man muss halt nur das Gute sehen. Das schlechte versuche ich zu ignorieren, wenns auch manchmal sehr schwer fällt. Aber ich habe selbst erfahren, dass man auch ohne grosse Muskelkraft ein gutes Leben führen kann. Man muss halt wollen und darf niemals aufgeben. Ich wünsche Dir viel Mut und Energie.
Lieber Gruss
Heidi

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