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Ausschleichen von Levetiracetam

KaptainKuddel, Montag, 04. März 2019, 11:01 (vor 22 Tagen)

Hallo ich hab mal ne frage weiß jemand wie lang es dauert bis der Wirkstoff Levetiracetam aus dem Körper ist? Wurde innerhalb von vier Monaten von
500-0-500, 0-0-500,0-0-250 runter gefahren und seit gestern ist es ganz abgesetzt.

Ausschleichen von Levetiracetam

Anton, Montag, 04. März 2019, 13:13 (vor 22 Tagen) @ KaptainKuddel

Hallo,

Du willst in Zukunft völlig ohne Tabletten leben, wie ist es dazu gekommen? Bist Du schon länger anfallsfrei oder was ist der Grund für diese Entscheidung. Wie lange hast Du Levetiracetam genommen? Und in welcher Höhe?

Ist es mit dem Neurologen ausführlich besprochen worden. Oder hast Du immer wieder danach gefragt, es abzusetzen, und der Neurologe hat am Ende zugestimmt?

Wie lange der Wirkstoff von Levetiracetam noch im Körper ist, wird nur ein Pharmakologe beantworten können. Außerdem wird es bei jedem Patienten unterschiedlich sein. Ich könnte zu Levetiracetam (und zu den Gefahren ohne) noch viel schreiben, ich muss jedoch zuerst wissen, was das Motiv für das Absetzen ist.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

Ausschleichen von Levetiracetam

KaptainKuddel, Montag, 04. März 2019, 13:58 (vor 22 Tagen) @ Anton

Also Erstmal danke für die schnelle Antwort. Ich bekomme noch zusätzlich lamotrigin,. Das soll auch bleiben. Das levetiracetam bekomme Ich seit November. War aber von vornherein So besprochen das es wieder rausgenommen wird. Ich weiß erst seit November das ich überhaupt Epilepsie habe. Also alles ganz frisch. Ich hatte Bis jetzt in meinem Leben(36) erst zwei Anfälle.

Ausschleichen von Levetiracetam

Anton, Montag, 04. März 2019, 16:30 (vor 22 Tagen) @ KaptainKuddel

Hallo,

und danke für die weiteren Informationen. Ich erkläre kurz, warum ich gefragt habe. Und zwar bin ich im Juni 2006 am rechten Temporallappen operiert worden bei der Diagnose Hippocampus-Sklerose. Die Operation ist erfolgreich verlaufen, ich seither anfalls- und aurenfrei. Allerdings unter Medikation, und zwar nehme ich seither Levetiracetam 500 --- 500 mg und Trileptal (Oxcarbazepin) 450 --- 450 mg.

Gut zwei Jahre nach dem epilepsiechirurgischen Eingriff ist mir von einem Epilepsie-Zentrum empfohlen worden, Levetiracetam zu halbieren. Bevor ich so weitreichende Änderungen vornehme, frage ich immer noch mindestens einen weiteren Neurologen, ob das zu empfehlen ist. So ist mir von 2 weiteren Ärzten davon abgeraten worden unter der Empfehlung, alles so zu belassen wie es ist.

Mittlerweile kenne ich einige Patienten, die nach sich längerer Anfallsfreiheit langsam von Levetiracetam getrennt haben. Es sind damit alle auf die Nase gefallen und haben wieder Anfälle bekommen. Für mich Grund, auch weiterhin alles so zu lassen. Unter dem Motto „Never change a running System“.

Sofern, so wie in Deinem Fall, mit dem Neurologen besprochen worden ist, Levetiracetam herauszunehmen, wird das seine Richtigkeit haben. Denn das Finden der „richtigen“ Medikation kann nur geschehen durch eine längere Ausprobierphase. Ich wünsche viel Erfolg.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

Ausschleichen von Levetiracetam

KaptainKuddel, Montag, 04. März 2019, 17:46 (vor 22 Tagen) @ Anton

Vielen Dank für die Info.
Ich war auch hier in Hamburg im Epilepsiezentrum Alsterdorf. Dort wurde ich zwei Wochen komplett auf den Kopf gestellt. Es ergab dann, daß ich an einer Fokalen Epilepsie"leide". Dort wurde dann auch der neue Medikationsplan erstellt. Ich hoffe es dauert nicht so lang bis die Nebenwirkungen nachlassen. Nach dem absetzen kann es noch ein paar Wochen zu Entzugserscheinungen kommen. Vielen Dank und auch dir weiterhin viel Erfolg

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