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Fieberkrampf oder Epilepsie

bilo75, Samstag, 02. März 2019, 22:41 (vor 20 Tagen)

Hallo, ich hatte hier schon vor ein paar Jahren mal geschrieben gehabt. Damals war mein Sohn 19 Monate als er den ersten Fieberkrampf hatte. In dem ersten Jahr waren es dann 11 Fieberkrämpfe im zweiten jahr nicht mehr so viele. Mitlerweile ist er 4 1/2 und die letzten 2 Jahre war er Krampfrei, bis er vor 2 Wochen die Influensa Grippe bekommen hat, innerhalb von 6 Stunden hatte er 3 Fieberkrämpfe. Danach ging es ihm wieder besser und vor drei Tagen dann wieder 2 Krämpfe innerhalb von 6 Std, allerdings diesmal schon bei einem Fieber von 38.0 Davor die Krämpfe hatte er immer in kpmbination mit 39.0 Fieber
Da die Ärzte jetzt meinten, er solle lieber Medikamente nehmen, um das Gehirn zu schützen, denn auf dauer ist es fürs Gehirn nicht gut. Wir haben uns für die Medikamente entschieden, obwohl wir nicht wissen ob es Fieberkrämpfe sind oder doch eine Art von Epilepsie. Die EEg' s vor 2 Jahren waren immer unauffällig. Ein neues EEG steht in den kommenden Tagen an. Er wird jetzt die nächsten 2 Jahre das Medikament : levetiracetam neuraxpharm 100 mg bekommen. Was sind eure Erfahrungen mit diesem Medikament?

Fieberkrampf oder Epilepsie

sandytimmy, Sonntag, 03. März 2019, 09:37 (vor 20 Tagen) @ bilo75

Hallo
Ich nehme schon einige Jahre levetiracetam und vertrage es super.
Habe keine Nebenwirkungen
Ich nehme 1500mg morgens und nochmal abends.
Bin allerdings Erwachsene. Fast 41. Und schon 40 Jahre Epilepsie hinter mir.

Levetiracetam ist aber ein Medikament was viele gut vertragen. Ohne irgendwelche Nebenwirkungen

Fieberkrampf oder Epilepsie

pegasus, Sonntag, 03. März 2019, 10:03 (vor 20 Tagen) @ bilo75

Was für ein Arzt hat das empfohlen?

Wart ihr mit dem Kind einmal in einer Epilepsieklinik?

Fieberkrampf oder Epilepsie

bilo75, Sonntag, 03. März 2019, 11:05 (vor 20 Tagen) @ pegasus

Der Arzt vom SPZ der ihn immer untersucht seitdem er den ersten Fieberkrampf hatte. Was sollten wir deiner Meinung tun? Einfach ihn bei jeder kleiner Krankheit mit Fieber krampfen lassen?

Fieberkrampf oder Epilepsie

Anton, Sonntag, 03. März 2019, 12:10 (vor 20 Tagen) @ bilo75

Hallo Bilo,

um noch einmal zu Deiner Frage zu kommen, ob ein Fieberkrampf eine Epilepsie ist, solltest Du den Neurologen ansprechen. Aus meiner Sicht als Nichtmediziner ist ein Fieberkrampf ein ernst zu nehmendes Warnsignal des Gehirns auf eine Störung.

Und eine Hirnfunktionsstörung kann schnell in eine Hirnhautentzündung übergehen. Die wiederum kann Narben hinterlassen, was dauerhaft zu epileptischen Anfällen führen kann.

Aus dem Grunde sollte bei hohem Fieber dringend ein Arzt aufgesucht werden. Es sollte alles unternommen werden, damit es nicht zu erhöhten Temperaturen kommt. Damit es nicht dauernd zu hohem Fieber kommt, müsste noch geklärt werden.

In Deinen Fall hat der Neurologe präventiv das Levetiracetam verordnet, um ständige Anfälle zu unterbinden. Einfach bei hohem Fieber nichts zu tun, geht nicht.

In Notfällen, auch hohes Fieber gehört dazu, gibt es die Rufnummern 116 117 (notärztliche Hausarztversorgung) oder 112 (Notfallambulanz).

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

Fieberkrampf oder Epilepsie

Anton, Sonntag, 03. März 2019, 10:40 (vor 20 Tagen) @ bilo75
bearbeitet von Anton, Sonntag, 03. März 2019, 10:43

Hallo,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Ich bin Patient und medizinischer Laie und schreibe aus eigener Erfahrung. Als ich 3 Jahre alt war, bestand in Deutschland Impfpflicht gegen Pocken. Nach dieser Impfung ist es zu einem Fieberkrampf gekommen, der eine Hirnhautentzündung nach sich zog. Dann war über 20 Jahre Ruhe. Erst mit 25 bin ich an Epilepsie erkrankt. Ich hatte also nur einen Fieberkrampf, der mein Leben bis heute verändert hat.

Damit es bei Deinem Sohn nicht weiterhin ständig zu Krämpfen kommt, hat der Arzt Levetiracetam verordnet. Die Gabe dieses Mittels hat noch einen weiteren Sinn. Es soll verhindern, dass sich das Gehirn an ständige Krämpfe, die epileptisch sein können, gewöhnt. Ich gehe davon aus, dass der Neurologe es erst einmal 2 Jahre beobachten will und dann über das weitere Vorgehen mit dir reden wird. Sollte bis dahin alles gut sein, könnte ich mir vorstellen, dass Levetiracetam langsam wieder ausdosiert wird.

Hinweis für die Einnahme dieses Mittels: Es muss regelmäßig genommen werden, sonst kann es zu Anfällen kommen. Veränderungen dürfen nur nach Absprache mit dem Neurologen vorgenommen werden. Ich nehme Levetiracetam und kenne die Nebenwirkungen, es können u. a. Aggressivität auftreten, es könnte aus dem Kind ein „Ätzkind“ machen. Aber das kann und muss nicht sein. Ich wünsche gute Besserung und viel Erfolg.

Liebe Grüße
Anton

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Dieser Beitrag behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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