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Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

Yelena19, Montag, 25. Februar 2019, 23:10 (vor 25 Tagen)
bearbeitet von Yelena19, Montag, 25. Februar 2019, 23:44

Hey,

es ist so. Seit 2015 Ende Dezember habe ich Epilepsie. Was heißt ich hatte schon ein paar Anfälle hinter mir. Den letzten hatte ich letzten Dienstag.

Nach meinem ca 3-4 Anfall wurden mir Tabletten verschrieben und muss diese bis heute noch einnehmen. Damals waren es 2 Sorten und 6 Tabletten morgens und die selbe Dosis auch abends.
Doch mittlerweile bin ich auf einer Sorte umgestiegen und nehme 3 Tabletten morgens und 3 abends.

Die meisten Anfälle kamen daher, das die Tablettendosis einfach noch nicht passte. Der vorletzte entstand dadurch, dass ich sie nicht immer regelmäßig eingenommen hatte was jedoch dieses mal nicht der Fall war.

Im Juli hatte ich mir eine Gehirnerschütterung und ein großen Zahnbruch durch einen frontalen Sturz eingefangen. Hatte jedoch danach keine psychischen sozusagen "Probleme".

Jedoch, nach meinem letzten Anfall bin ich durchgehend nervös, habe kein richtigen Tiefschlaf mehr, bin unruhig und wenn ich merke das mein Puls anfängt zu steigen dann spielt sich irgendwas in meiner Psyche ab was mich denken lässt "Scheiße, ich bekomme gleich einen Anfall".

Und das ist echt nicht cool. Ich fühle mich seitdem nicht mehr wie ich selbst. Ich weiß nicht, ob einer von euch dieses Gefühl kennt, oder mal kannte aber es fühlt sich einfach komisch an. Dinge, die ich davor gerne getan habe, kommen mir nicht mehr so vertraut vor wie davor. Und ich habe das Gefühl, als wäre ich wie eine tickende Zeitbombe. Es kann unfassbar schnell passieren, dass ich mich so reinsteigere, dass ich anfange zu zucken und dann eins eben zum anderen führt.

Mit dem ganzen im Allgemeinen umzugehen war nicht immer leicht. Mal gab es Höhen, mal Tiefen. Aber genau dann, als ich auf einem echt guten Weg war, kam das dazwischen. Und aus irgendeinem Grund, den ich mir selbst nicht erklären kann, hinterlässt dieser Anfall riesige Spuren in meiner Psyche.

Hat irgendjemand Ratschläge, wie ich diese Angst davor los werden kann?

Würde mich über welche freuen.

ps: Sorry falls alles ein wenig durcheinander geschrieben ist.

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

goreokami, Dienstag, 26. Februar 2019, 06:29 (vor 25 Tagen) @ Yelena19

Moin Yelena19,
Erstmal danke das du mir geantwortet hast auf meine Frage :)

Zweitens ich kann mir das nur mit der Psyche so vorstellen das es an den Medikamenten liegen kann, Ich nehme ja Levi..-Tabletten auch schon eine Zeit und ich habe dadurch auch Wahnvorstellungen bei jedem zucken. Bei mein Medikament steht auch als einer der Stärksten Nebenwirkungen das man Paranoid wird. Da unsere Medikamente auf das Gehirn reagieren müssen kann ich mir nur darunter vorstellen das die Paraneuer zum Großteil davon kommt bzw das noch sehr stark anhebt(Unsere Angst auf einen Anfall)
Ich zum mein Teil bin davon überzeugt Cannabis zu bekommen da es einfach natürlich in der Natur vorkommt kaum Nebenwirkungen hat usw...
LG leon

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

Yelena19, Dienstag, 26. Februar 2019, 11:25 (vor 25 Tagen) @ goreokami

Hey Leon,

danke für deine Antwort.(:

Später gehe ich zum Arzt, eigentlich nur wegen einer Impfung aber ich werde das Thema mal ansprechen und mal schauen was ihre Meinung zu dem Cannabis ist.

LG

Aylin

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

goreokami, Donnerstag, 28. Februar 2019, 09:03 (vor 23 Tagen) @ Yelena19

Moin...
Was meinten der Artzt ?

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

Yelena19, Donnerstag, 28. Februar 2019, 20:15 (vor 22 Tagen) @ goreokami

Hey,

nichts bestimmtes. Nur, dass ich meinem Neurologen das sagen soll wenn ich ein Termin mit ihm habe und sie hat mir so pflanzliche Lavendel Kapseln verschrieben für über 20€.

Mal schauen ob's was bringt.

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

goreokami, Donnerstag, 28. Februar 2019, 20:26 (vor 22 Tagen) @ Yelena19

Hab von denen noch nie etwas gehört

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

Yelena19, Montag, 04. März 2019, 22:43 (vor 18 Tagen) @ goreokami

Ich davor auch nie.
Jedenfalls gibt es in meiner Nähe eine Selbsthilfegruppe extra für Epilepsie und oder Familienmitglieder deren Kinder davon betroffen sind etc.
Eventuell gehe ich da das nächste mal hin und schau mir das dann mal an.

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

podi, Dienstag, 26. Februar 2019, 09:40 (vor 25 Tagen) @ Yelena19

Servus! Ich, jetzt 50, bin schon mein ganzes Leben Epileptiker und kenne das Gefühl ganz genau.
Vor 3 Jahren bin ich operiert worden, weil ich therapieresistent war und fast jährlich neue Medikamente in verschiedenen Dosen genommen habe. Manchmal waren es 4 verschiedene, zwei mal täglich. Geholfen hat es aber nie wirklich...
Hab eine Menge GM gehabt und bin auch oft umgefallen. Dabei hab ich sehr viel Glück gehabt, es ist mir nie was wirklich schweres passiert. Einmal bin ich in der Küche umgefallen und dabei auf den Gurken Hobel gefallen. Zum Glück hab ich nur das Ohr aufgeschnitten.
Jedenfalls hab ich immer wieder sehr große Angst gehabt, bekommen, dass ich umfallen könnte. Manchmal hat die Angst Stunden gedauert. Dann war ich völlig fertig. Habe nur gedacht "bitte ja nicht umfallen, bitte lass es mich bis daheim schaffen." Hab gedacht wenn ich mich aufhör zu konzentrier ist es aus.
Manchmal hats geholfen, manchmal nicht.
Hab dabei gelernt, dass ich es nicht wirklich steuern kann, war immer Glück oder Pech.
Also nicht verzagen, egal wie man's macht im Leben Pulver nach der Uhr nehmen, ausreichend Schlaf, kein Alkohol, etc. oder einfach "normal leben" war immer Zufall.
Alles Gute und einfach so normal wie möglich weiterleben!

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

Yelena19, Dienstag, 26. Februar 2019, 11:29 (vor 25 Tagen) @ podi

Hey Podi,

es beruhigt mich, zu wissen dass ich nicht allein mit solchen Ängsten da stehe.

Ich kenne auch das Gefühl stundenlang diese Paranoia zu haben und man dann am Ende total fertig ist. Kostet ganz schön viele Nerven.

Jedenfalls versuche ich einfach mal, irgendeine Methode zu finden, wie ich da ganz schnell wieder rauskomme und mich wieder beruhigen kann.

Danke für deine Antwort.(:

LG

Aylin

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

podi, Dienstag, 26. Februar 2019, 13:46 (vor 25 Tagen) @ Yelena19

Wie es meistens so ist, hab ich eine
Gute und eine schlechte Antwort

Vielleicht die schlechte zuerst, ich(!) hab in 40 Jahren keine Lösung für das Problem gefunden. Was natürlich nur heißt, dass du eine Lösung für dich finden kannst!

Die Gute, du kannst auch mit Epilepsie ein völlig normales Leben führen. Auch wenns mal mehr Anfälle sind, du kannst genauso Leben wie vorher. Viele Epileptiker machen sich das Leben selbst schwer, weil sie glauben das, das und das geht nicht mehr und sie müssen jetzt überall ganz vorsichtig sein. Nein, je weniger Sorgen sich man darüber macht, desto schöner ist es! Ich hab auch Sachen erlebt, wo es als Epileptiker besser und leichter war!

Alles Gute!

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

stepl, Montag, 04. März 2019, 21:50 (vor 18 Tagen) @ Yelena19

Hallo,


Jedenfalls versuche ich einfach mal, irgendeine Methode zu finden, wie ich da ganz schnell wieder rauskomme und mich wieder beruhigen kann.

aufgeregt, nervös sein! <--> ruhig, gelassen sein!
Ich lebe in der Welt der Gegensätze.

Ich gehöre zur Rund der Senioren. Damals sagte man: Zeit ist Geld!
Heute machen wir vieles, wofür kein Geld bekommen, also kostet es keine Zeit!
„Zeit ist Mangelware!“ der Stress sagt uns wieder: Alles braucht seine Zeit!

Der Versuch vieles mal langsamer zu machen. Dadurch nehmen wir uns die Zeit die wir brauchen. Den Versuch unternehmen es langsamer und damit bewusster zu machen.

Ich entdecke das jetzt im Alter wieder. Uns auch mal bremsen und langsam machen. In der Gymnastik heben wir die Arme und lassen sie wieder fallen. In Yoga lassen wir die Arme locker hängen und beobachten was wir in ihnen fühlen. Dann heben wir sie ganz langsam und gleichmäßig. Wenn sie in der Waagerechten sind: Was fühlen wir in den Armen? Dann senken wir sie ganz langsam ab, so wie wir sie gehoben haben. Was spüren wir jetzt? Wenn sie wieder hängen, vergleichen wir die Gefühle mit denen, wie sie in der Waagerechten waren.
Es macht sich erst nach und nach bemerkbar, wenn wir die Handlung bremsen. Die Tasse beim Kaffee trinken langsam an den Mund führen trinken und wieder zurück. Fast wirkt das ganze wie ein Spaß und kann mit zur Entspannung führen. »Was entspannt mich?«

gruss stepl

Epilepsie - Entstehung von Anfällen durch Reinsteigern

Yelena19, Montag, 04. März 2019, 22:57 (vor 18 Tagen) @ stepl

Hey,

super, danke. Ich werd das auch mal testen und ausprobieren.

Danke für die Antwort.

Lg

Aylin(:

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