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Gefahren bei Hirn-OP

IngoAWM, Samstag, 23. Februar 2019, 17:32 (vor 116 Tagen)
bearbeitet von IngoAWM, Samstag, 23. Februar 2019, 17:42

Hallo,
ich bin neu hier
Habe seit 2000 Epilepsie und bekam ca. 10 Jahre lang das Medikament Carbamazepin (damit anfallsfrei). Dann gab es plötzlich Nebenwirkungen so daß die Pillen durch neue verschiedenste Medikamente ersetzt wurden. Immer mit dem gleichen Ergebnis - wieder Anfälle. Fühlte mich schon fast als "Versuchsobjekt". Erst 2016 kam es zu der richtigen Dosierung verschiedenster Pillen (schon gefühlt 5000 Medikamente) Aber durch die Medikamente seit 2016 werden Nebenwirkungen der Tabletten immer stärker - der Arzt sagt ich brauche so eine hohe Wirkstoffdosis, sonst gibt es wieder Anfälle. (Nehme jetzt 4 verschiedene Medikamente jeweils 4x täglich).
Laut dem Arzt gibt es für mich nur noch eine Hirn-OP als Alternative - oder ich müsse mit den zum Teil starken Nebenwirkungen leben, denn eine Reduzierung der Medikamentendosis wäre nicht machbar ("sonst läge ich direkt wieder auf dem Boden")
Jetzt habe ich Angst vor der OP falls ich mich doch dazu entscheide!
Bisherige Nebenwirkungen im Übrigen: sehr starkes und langes "Doppelsehen" und jetzt neuerdings auch zittern der Hände (Tasse Kaffee mit einer Hand tragen funktioniert schon leider nicht mehr)

Gefahren bei Hirn-OP

pegasus, Samstag, 23. Februar 2019, 17:44 (vor 116 Tagen) @ IngoAWM

Warst du auch mal in einer Epilepsieklinik?

Gefahren bei Hirn-OP

IngoAWM, Samstag, 23. Februar 2019, 17:51 (vor 116 Tagen) @ pegasus

Ja, dort aber fast der gleiche Wortlaut wie bei meinem Arzt.Hatte Arztpapiere mit. Dort meinte man, daß ich zu den wenigsten Leuten gehöre, die so eine extrem hohe Dosis brauchen.

Gefahren bei Hirn-OP

pegasus, Samstag, 23. Februar 2019, 17:57 (vor 116 Tagen) @ IngoAWM

Und da hatte man dich nicht über die Risiken aufgeklärt?

Gefahren bei Hirn-OP

IngoAWM, Samstag, 23. Februar 2019, 21:09 (vor 116 Tagen) @ pegasus

Damals war ich leider noch "blauaügig". Weiß daß ich da Mist bebaut habe - bezüglich Infos

Gefahren bei Hirn-OP

pegasus, Sonntag, 24. Februar 2019, 10:44 (vor 115 Tagen) @ IngoAWM

Das würde ich dann einmal mit dem behandelnden Neurologen besprechen und ggf. mit der in Betracht kommenden Klinik ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Dürfte besser sein als wenn du uns Laien dazu befragst.

Gefahren bei Hirn-OP

podi, Montag, 25. Februar 2019, 14:38 (vor 114 Tagen) @ IngoAWM

Servus!
War 45 Jahre therapieresistenter Epileptiker. Hab auch eine Menge Anfälle, von Absencen bis GM gehabt. Nachdem es sonst keine Möglichkeiten mehr gegeben hat, hab ich mich vor 3 Jahren operieren lassen. Schläfenlappenresektion rechts. Ein etwa Labellostick großes Stück Hirn ist entfernt worden. Seit dem bin ich Anfallsfrei.
Direkte Nebenwirkungen gibt es überhaupt keine.
Es hat nur etwa 2 Jahre gebraucht, bis ich wieder voll rehabilitiert war. Das ist lt. Arzt eine gute durschnittliche Zeit.
Das einzige wirkliche Problem war lange Zeit und ist auch jetzt noch manchmal:
MIR FEHLEN DIE ANFÄLLE
Mein Neurologe hat mir das voraus gesagt und mich darauf hingewiesen. Das war/ist das einzige Problem. Eine Identitätskrise, plötzlich, nachdem ich es das ganze Leben war, bin ich kein Epileptiker mehr. Ist wirklich ein komisches Gefühl.
Die Vorbereitung auf die OP hat etwa 2 Jahre gedauert, aber um Anfallsfrei zu werden kann ich dir dazu nur raten.

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