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Klexi, Dienstag, 27. November 2018, 12:34 (vor 118 Tagen)

Hallo, ich bin neu hier und möchte gerne einmal meine Situation schildern: Ich bin 55 Jahre alt und habe seid meiner frühesten Kindheit, ca. 2 Jahre, immer wieder folgende Situationen erlebt: es flackert vor meinen Augen, es surrt in meinen Ohren, es riecht merkwürdig und mir wird ganz heiß. Dann dauert es noch höchstens 20 bis 30 Sekunden und ich bin bewußtlos. Wenn ich wieder aufwache, komme ich von ganz weit her und habe das Gefühl ich bin Maraton gelaufen. Eigentlich könnte ich liegen bleiben und erst einmal 2 Stunden schlafen, egal wo ich bin. Manchmal entleert sich dabei dann auch meine Blase. Dieses passiert mit unter 2 Jahre gar nicht und dann gibt es auch Zeiten, wo mir das 3 mal im Jahr passiert. Wie gesagt, ich lebe da über 50 Jahre mit und habe es einfach so hingenommen. Über Epilepsie habe ich nie nachgedacht, da ich nicht Krämpfe. Nun habe ich es doch einmal einem Arzt erzählt, der mich zum Neurologen schickte um ein EEG machen zu lassen. Allerdings war das EEG unauffällig. Der Neurologe meint dass es sich hierbei um eine Epilepsie handelt wäre nicht ganz unwahrscheinlich. Ich müsste in ein Epilepsie Zentrum um es dort genauer abzuklären. Wenn es dann Epilepsie ist, müsste man mir sagen, dass ich kein Autofahren dürfte. Ich bin total hin- und hergerissen, was ich machen soll. Ich lebe jetzt solange damit, ist es unverantwortlich das nicht diagnostizieren zu lassen?
Danke für eure Antworten

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Green @, Dienstag, 27. November 2018, 15:26 (vor 118 Tagen) @ Klexi

Hallo

---Nein---

lg Green

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Perchen, Dienstag, 27. November 2018, 15:33 (vor 118 Tagen) @ Klexi

Hallo, ich soll auch in ein Epilepsiezentrum und darf seit einem Jahr kein Auto mehr fahren. Es ist nicht so schlimm und ich komme damit klar. An deiner Stelle würde ich mich untersuchen lassen, da selbst wenn es eine Epilepsie ist und du erstmal nicht mehr fahren darfst, ist das nur ein begrenzter Zeitraum. Mir stellt sich ein wenig die Frage, was du machst, wenn du so eine Situation beim Autofahren hast/hättest. Was ist wenn da mehr passiert...
LG

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Jasmin_1998 @, Würzburg, Montag, 03. Dezember 2018, 10:06 (vor 112 Tagen) @ Klexi

Hallo,

mein Name ist Jasmin, ich bin 20 Jahre alt und habe seit 7 1/2 Jahren Epilepsie und bin mittlerweile seit 3 Jahren Anfallsfrei. Ich habe Aufwach-Epilepsie, dort treten die Anfälle meist Früh's nach dem Aufstehen auf.

Nun zu deiner Frage,

ob es unverantwortlich ist es nicht abklären zu lassen?

Meiner Meinung nach sollte man es Abklären lassen da du nicht weißt was passiert wenn du während einer Autofahrt einen Anfall bekommst. Also zu deiner eigenen Sicherheit und zur Gewissheit.

Ich selbst darf Autofahren aber unter der Voraussetzung das ich 2 Jahre anfallsfrei bin, sollte ich jetzt einen Anfall bekommen müsste ich erst wieder 2 Jahre anfallsfrei sein um wieder fahren zu dürfen.

Natürlich liegt es in deinem Ermessen welche Entscheidung du triffst :)

Ich dachte auch zuerst ich dürfte viele Sachen nicht machen, zum Beispiel in eine Disco oder Autofahren, aber da meine EEG's mittlerweile (Seit 3 Jahren) unauffällig sind kann ich so zu sagen "Machen was ich möchte" . Natürlich übertreibe ich es nicht^^ Aber zu wissen das ich es darf ist schonmal eine Erleichterung. Es bedeutet nicht das wenn Epilepsie diagnostiziert wird das du überhaupt nichts mehr machen darfst (auch die verschiedenen Formen bezogen).

Liebe Grüße

Jasmin :-) :-) :-)

Neumitglied

Klexi, Montag, 03. Dezember 2018, 10:25 (vor 112 Tagen) @ Jasmin_1998

Hallo Jasmin, ich bin mir total unschlüssig. Wie ich bereits beschrieben habe, lebe ich seit über 50 Jahren mit diesen "Anfällen" von denen ich bisher nie von Epilepsie ausgegangen bin. Für mich war es lediglich der Kreislauf der halt mal zusammenbricht. Erst jetzt, als ich Anfang November umgekippt bin, wollte ich meinem Hausarzt mal darüber berichten. Er war der erste, der das Wort Epilepsie aussprach und mich zum Neurologen schickte. Darauf habe ich mich versucht im Internet mal schlau zu machen. Und dort wurden solche Anfälle wie ich sie habe auch beschrieben.
Ich habe schon ein wenig Angst vor der Diagnose. Nicht das ich dann Epilepsie habe. Ist ja egal wie das Kind heißt, das ändert ja nichts an der Tatsache. Aber die Konsequenzen die daraus für mich entstehen. Ich habe ein Hobby, wo ich mein Auto echt brauche. Es gibt ja auch Zeiten in meinem Leben, in denen ich jahrelang keinen Anfall hatte. Ist das dann nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen? Was ändert sich für mich, wenn ich das weiß? Das ist echt schwierig für mich zur Zeit und denke manchmal schon, dass es für mein Befinden vielleicht besser gewesen wäre, auch den letzten Anfall einfach unter Kreislauf abzuhaken. Aber jetzt schwebt so eine Blase über mir, die ich nicht beiseite schieben kann.
Danke für Deinen Rat an mich.
Klexi

Neumitglied

Jasmin_1998 @, Würzburg, Montag, 03. Dezember 2018, 10:39 (vor 112 Tagen) @ Klexi

Hallo,

ja natürlich ist es schwer, wenn du die ganze Zeit gedacht hast es wäre nur der Kreislauf.

Es ist natürlich deine Entscheidung und wenn du sagst das du es weiterhin unter "Kreislauf" einordnest ist das auch oke. Es geht um deine Gesundheit und du wirst am besten wissen wie es gut für dich ist :)

Hoffe deine Situation bessert sich bald :)
- Gute Besserung


Liebe grüße

Jasmin

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