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Epilepsie und Reisen

Perchen, Montag, 26. November 2018, 21:13 (vor 376 Tagen)

Hallo,
ich habe schon länger so ein Bauchschmerzthema...Meine Epilepsiediagnose habe ich vor knapp einem Jahr bekommen. Nun bin ich eigentlich leidenschaftliche Radreisende, die auch vor hat mal länger und durch ärmere Länder zu radeln. Meint ihr, dass sich das vereinbaren lässt? Brauche dieses Freiheitsgefühl halt auch für mich, gerade jetzt, wo die Krankheit mich so einengt. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen im Bereich Outdoorreisen mit Epilepsie und wäre bereit diese zu teilen?
LG Perchen

Epilepsie und Reisen

Green @, Dienstag, 27. November 2018, 09:17 (vor 376 Tagen) @ Perchen

Hallo

Meint ihr, dass sich das vereinbaren lässt?

Ja klar.

Ein Freund hat mal gesagt ob du hier oder woanders umfällst ist doch egal.

Ich würde erstmal anfangen...nicht ganz so weit weg...zu deiner Sicherheit.

Vom Arzt ein Schreiben was Du hast und welche Medikamente...du nimmst.

Das in Englisch oder der jeweiligen Landessprache übersetzen...und mit nehmen.

Und sich ein wenig an die Regel halten wie regelmässig schlafen essen und es nicht übertreiben....mit dem Sport.

Fährst Du immer allein? Sonst zuzweit könnte auch Sicherheit geben.

Viel Spass...es wird bestimmt schön... wieso auch nicht:-)

Lg Green

Epilepsie und Reisen

mezeg, München, Dienstag, 27. November 2018, 10:14 (vor 376 Tagen) @ Green

nur kleines Detail.

einer der "Stammgäste" auf diesem Forum hatte empfohlen, die Informationen auf einem Papier um die Gesundsheitkarte zu wickeln: Diese Karte ist das erste - und oft einzige, was Rettungssanitätern suchen und das gleich. Gezielt: Diagnose.

Für mich "nach Ablatio li-temporales Meningeoms". Medikamente: in der richtigen Dosierung und Namen, andere Medikamente - auch wenn sie mit der Epilepsie nichts zu tun haben. Wichtig: Information über eventuelle belastende Krankheiten. Das erste Mal, wo ich es dabei hatte, habe ich die Karte zurücbekommen, den Zettel aber nicht. Wurde also gelesen.

Das zweite Mal war ich nicht allein. Meine Begleiterin hat erzählt, der "Hauptsanitäter" hat den Zettel mit "hervorragend" gewertet.

Natürlich auch gut in englisch. Falls man aber die "medizinsche" Sprache verwendet, verstehen alle versierte Sanitäter / Ärzte - egal was sie selber sprechen.

VG Mezeg

Epilepsie und Reisen

Perchen, Dienstag, 27. November 2018, 15:26 (vor 375 Tagen) @ mezeg

Hallo,
dankeschön. Ich hoffe eher, dass ich gar nicht mehr umkippen werde... :-|. Hatte aber schon ähnliche Gedanken. Nur eines weiß ich noch nicht so ganz. Was mache ich, wenn ich mal ein halbes Jahr oder länger weg bin. Meint ihr es ist möglich in anderen Ländern dann ein EEG zu schreiben oder sollte ich dafür nach Deutschland fliegen? Weil mein Arzt normalerweise alle 3 Monate eins schreibt...
LG

Epilepsie und Reisen

Green @, Dienstag, 27. November 2018, 15:27 (vor 375 Tagen) @ Perchen

Hallo

wofür schreibt er es den dauernd?

lg Green

Epilepsie und Reisen

Perchen, Dienstag, 27. November 2018, 15:35 (vor 375 Tagen) @ Green

Zur Kontrolle und momentan noch wegen der Medikamenteneinstellung. Aber die anderen Neurologen haben bei mir auch immer alle Vierteljahr eins geschrieben.

Epilepsie und Reisen

Perchen, Dienstag, 27. November 2018, 15:38 (vor 375 Tagen) @ Perchen

Zur Erklärung: Hatte angeblich Abscencen von denen ich seit Oktober letzten Jahres geheilt sein sollte. Danach kamen ab Dezember erst die Grand Mal Anfälle.

Epilepsie und Reisen

Green @, Dienstag, 27. November 2018, 15:47 (vor 375 Tagen) @ Perchen

Wissen sie warum ...haben sie die Medikamente geändert.

Immer eine Stunde EEG?

Geheilt geht nie....es brauch aber immer einen Auslöser um Anfälle zubekommen.

LG Green

Epilepsie und Reisen

chrissie @, Dienstag, 27. November 2018, 21:40 (vor 375 Tagen) @ Green

warum muss es immer einen Auslöser geben für einen Anfall? Natürlich krankes oder defektes Gewebe im Gehirn, aber Auslöser von außen müssen nicht unbedingt sein.
Ich verstehe aber auch nicht, warum so oft ein EEG gemacht wird.
Ich bin auch nicht anfallsfrei, dazu therapieresistent, einige Antikonvulsiva sind für mich nicht geeignet, trotzdem macht mein Epileptologe 1x pro Jahr ein EEG bei mir. Meine EEG's sind immer unauffällig (sind nur "Momentaufnahmen"), nur die Intensiv-Monitorings zeigen epilepsietypische Muster. Medikamentenumstellungen machen wir oft per eMail, wo er mir einen Plan zusendet, wie ich die Medikamente ein- und ausdosieren muss. Meine Ärzte hier verschreiben mir die Medikamente (zu meinem Epileptologen fahre ich ca.800km).
Wenn man nicht anfallsfrei ist, dazu GM hat, weiß ich nicht, ob man so extreme Touren machen soll und wenn, dann wie schon vorher gesagt: nicht alleine und Infos zur Erkrankung in entsprechender Sprache dabei. Ich würde das mit meinem Epileptologen besprechen.
Wir hoffen doch alle, dass wir keine Anfälle mehr bekommen, egal ob GM oder Auren. Leider brauchen viele von uns viel Geduld mit der Medikamenteneinstellung.
Ich wünsche dir viel Glück

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