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wo sind die Grenzen der Epilepsiebehandlung

Heidi, Mittwoch, 17. Oktober 2018, 09:33 (vor 32 Tagen)

Hallo alle,
ich habe meine Epilepsie seit 62 Jahren (generalisierte tonisch klonische Anfälle). Kann deshalb auch die Behandlungsmöglichkeiten der Epileptologen einschätzen. Meine Diagnose war schon 1955 und da wurde ich auch recht gut eingestellt. Man erreichte eine Anfallsfreiheit mit der ich gut leben konnte, allerding bekam ich 1-mal im Jahr einen grossen Anfall. Lehrzeit, Gessellenzeit und Maschinenbau-Technikum-Studium waren machbar, trotz Langsmkeit. Grund waren die Medikamente, aber die Nebenwirkungen wurden im Laufe der Zeit immer weniger. Nur die Häufigkeit der Anfälle änderte sich nicht, hier war die Grenze der wirksamen Behandlung erreicht. Trotz neuerster technischen Möglichkeiten (MRT, CT, EEG) blieb ich Medikamentenresistent. Für die Forscher müsste das doch sehr frustrierend sein. Ich habe alle bestehenden Möglichkeiten ausprobiert (Homöopathie, Heilpraktiker und psychologische Behandlung). Alles blieb ohne Erfolg, wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
Lieber Gruss
Heidi

wo sind die Grenzen der Epilepsiebehandlung

podi, Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:27 (vor 32 Tagen) @ Heidi

Bei mir wurde die Epilepsie 1972 mit 5 Jahren diagnostiziert, seither hab ich mindestens 20 verschiedene Medikamente allein oder allen möglichen Kombinationen genommen. Hab generalsierte Anfälle aller Art,von Absencen bis GM, mal mehr mal weniger. Nur um die Zahl der Anfälle möglichst gering zu halten.
Nachdem ich Therapierestent war/bin hat man vor 5 Jahren beschlossen zu operieren. Nach 2 jähriger Vorbereitung wurde der Anfallsherd, eine Narbe am rechten Schläfenlappen entfernt. Seither bin ich jetzt 3 Jahre anfallsfrei. Das würde ich als die Grenze der Behandlung ansehen.
Sofern bei generalsierter Epi der Herd entfernt werden kann. Wobei ich sagen muss, daß mit nach 45 Jahren Anfällen, die nach der OP sehr fehlen!
Hat mir mein Neurologe vorhergesagt, die sind nach so einer Zeit ein Element im Leben und ich hatte ein Jahr sehr schwere! Depressionen ohne die Anfälle. Aber das ist halt eine Nebenwirkung

wo sind die Grenzen der Epilepsiebehandlung

sandytimmy, Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:08 (vor 32 Tagen) @ Heidi

Ich helfe auch als austherapiert. Bin über Jahre hinweg in neurologischer Behandlung, habe in der Zeit 9 oder zehn verschiedene Wirkstoffe durchprobiert. Separat und in Kombination
War dann zur prächirurgischen Diagnostik wo ich für mich entschied dass das für mich nicht in Frage kommt
Jetzt mit 40, nach 38 Jahren hab ich in der Regel 2 komplex fokale Anfälle und lebe damit glücklich und zufrieden.
Ich sag immer wenn ein unbekannter fragt dass ich dann immer Unsinn mach in der gegend dumm rumschaue und rumschmatze. Sehe es ganz locker

Das sind halt die derzeitigen Grenzen der Medizin

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