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Missempfindungen

Pimkie17, Montag, 08. Oktober 2018, 21:32 (vor 14 Tagen)

Halllo,

ich hatte gestern Abend ein merkwürdiges Ereignis, ich lag bereits im Bett und habe mit einer Freundin telefoniert, als ich aufeinmal das Gefühl hatte auf meinem Arm krabbeln tausende von Spinnen, habe dann meine Decke ausgeschüttelt und mein Bett oberflächlich durchsucht aber nix. Habe dann meine Schlafkleidung gewechselt, weil ich Angst hatte das die dort drin sitzen. Ich lag kaum wieder im Bett ging es von vorne los. Dann habe ich mein halbes Bett ( Schubladen unterm Bett) auseinander genommen, das Bett von der Wand abgerückt die Matratzen wirklich gründlich untersucht aber nix.

Habe vor lauter Angst dann nochmal meine Schlafkleidung gewechselt und mich wieder ins Bett gelegt und dann wars vorbei. Das die Spinnen schnell woanders hingekrabbelt sind wo ich sie nicht sehen konnte schließe ich zu 100 % aus, den von meinem Bett zu meinem nächsten Möbelstück sind es gute 1, Meter und zu meinem Schrank 2-3 Meter. Habe helles Laminat also das hätte ich dann auch gesehen aber nix. Können das Missempfindungen gewesen sein und kommt sowas durch LAMOTRIGIN? Wenn ja werde ich das sofort absetzen den sowas wie gestern Abend brauch ich kein 2tes mal.

Ich hatte noch nie eine Aura oder dergleichen und weiß auch nicht wie sich das anfühlt aber wenn es sowas war dann sollten doch eigentlich meine Tabletten ( LAMOTRIGIN 200mg) dagegen helfen, oder?

Lg

Missempfindungen

N-Walker, Dienstag, 09. Oktober 2018, 10:25 (vor 13 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Pimkie17!

Ich nehme ziemlich niedrig dosiertes Lamotrigin (50-0-50) und habe auch solche, wenn auch viel schwächere - Empfindungen. Ich hatte z. B. manchmal ein Kälte-Gefühl an einer begrenzten Stelle am Bein, oder das Gefühl, ich hätte ein Haar auf der Hand, kann aber keins finden.

Ich kann gut verstehen, dass dich die Vorstellung vieler Spinnen auf deinem Körper sehr erschreckt hat, aber vielleicht war das nur eine einmalige Erscheinung. Und - du weißt bestimmt - nie die Epi-Medis einfach absetzen! Immer vorher mit dem Arzt sprechen.

Liebe Grüße und alles Gute
Monja

Missempfindungen

Pimkie17, Dienstag, 09. Oktober 2018, 11:16 (vor 13 Tagen) @ N-Walker

@ N-Walker, warum muss ich 200 mg nehmen mir haben sie in der Epilklinik erzählt das ist die niedrigst empfohle Dosis also 200mg, das kapiere ich nicht. Aber jetzt mal ohne Witz könnte diese Missempfindung irgendwas mit einer Aura zutun haben? Ich frage deshalb weil ich sowas meines Wissens noch nie hatte oder ich kann mich nicht mehr erinnern. Sollte ich das beim nächsten Termin meiner Neurologin erzählen, oder hält die mich für bescheuert?
Habe 2016 die Medis schon einmal Eigenständig abgesetzt auch LAMOTRIGIN und 2018 haben sie mir in der Epiklinik dann Levitracetam gegeben was ich aber nach Selbstentlassung nie Aufdosiert habe war also mit 500mg entlassen worden und sollte auf 1000mg aufdosieren hab ich aber nie gemacht sondern bin dann mit 500mg wieder aufgenommen worden. Das haben die dann aufgrund von Unverträglichkeit ausdosiert und mir LAMOTRIGIN bis zu einer Dosis von 200mg ganz langsam eindosiert. Aber nach gestern weiß ich ehrlich gesagt garnicht mehr was ich davon halten soll. Ich werde erstmal gucken ob das eine Eintagsfliege war oder nochmal Auftritt und je nachdem werd ich handeln.

Missempfindungen

N-Walker, Dienstag, 09. Oktober 2018, 17:01 (vor 13 Tagen) @ Pimkie17

Hallo Pimkie,

meine Anfallsbeschreibungen kannst du vorn, unter "Ich rede jetzt" Nr. 730 nachlesen. Wahrscheinlich hat die Klinik und mein Arzt eine so niedrige Dosierung für ausreichend gehalten, weil ich die Anfälle in größeren Abständen hatte und seit ich die Medis nehme, hatte ich tatsächlich keine Anfälle mehr.

Ja, was du schilderst kann auch eine Aura sein, manche spüren dann ein Kribbeln.

Ich finde es gut, dass du erstmal abwartest, ob es überhaupt wiederkommt. Es bringt nichts, sich verrückt zu machen. Na, ja, ist manchmal leicht gesagt...

Alles Gute

Missempfindungen

Pimkie17, Dienstag, 09. Oktober 2018, 17:36 (vor 13 Tagen) @ N-Walker

Naja bin schon etwas verzweifelt, habe seit der Entlassung am 18.09.2018 /3 Anfälle gehabt, das war voher nicht so schlimm, dabei nehme ich doch schon LAMOTRIGIN. Dann Vorgestern diese Missempfindung was ich nicht richtig einordnen konnte, mir macht das ganze schon ein bisschen Angst. Bin ja eigentlich schon zufrieden das es nur bei dieses Missempfindung blieb und nicht wie auch möglich danach ein Anfall Auftritt. Dann wäre ich echt verzweifelt, habe eine Pflegebedürftige Tochter, gut zum Glück wohne ich mit meiner Mutter zusammen aber ich schäme mich so, habe echt Angst von den Anfällen meiner Ärztin zu erzählen, die rupft mir doch den Kopf ab.

Eigentlich wollt ich niemals Epilepsie haben, weil diese Krankheit gehört einfach nicht zu mir, sie ist mir einfach so fremd. Mir ist diese Krankheit so fremd, aber die Ärzte damals als die „Krankheit „ festgestellt wurde haben mir das richtig eingeredet und seitdem bin ich einfach nur noch abgestempelt. Die haben das damals in den Entlassungsbericht geschrieben, die Neurologin hat den gelesen hat es wohl auf dem Eeg bestätigt bekommen und anhand meiner „Anfälle „ wobei ich immer gesagt habe es ist und war nur mein Kreislauf. Sie hat es damals in den Arztbrief rein geschrieben den ich mit in die Klinik nehmen musste, und da war ich dann auch gleich abgestempelt, ich hatte garkeine Chance irgendwas zu erklären, weil die haben sich immer auf den Arztbrief versteift ohne das ich eine Chance hatte zu erklären was das wirklich ist, das das nix mit Epilepsie zutun hat, sondern mein Kreislauf einfach verrückt spielt. Das Langzeit Eeg soll zwar auch da auffällig gewesen sein also wohl mehrmals Epilepsie Typische Muster zu sehen waren, aber trotzdem kann doch mein Umkippen oder Zucken von Körperteilen trotzdem vom Kreislauf kommen, aber nein man wird einfach abgestempelt. Für mich ist das total schwer das zu verstehen den ich wollte niemals so eine „Krankheit „ haben.

In der Klinik beim jetzigen Aufenthalt musste/ habe ich auch Termine bei der Physchologin wahrgenommen wo ich über die Krankheit reden sollte dabei akzeptiere ich die Krankheit garnicht. Ach ich find es momentan einfach alles Mist und bin teilweise richtig Deprissiv. Am liebsten würde ich einfach die Epilepsie aus meinem Gedächtnis streichen.

Missempfindungen

pegasus, Mittwoch, 10. Oktober 2018, 01:12 (vor 13 Tagen) @ Pimkie17

Mache es dann doch mal so wie ich mit Bethel.

Mein Hausarzt war der Meinung, er wüsste alles und könnte besser beurteilen, was ich hätte. Konnte er allerdings nicht, also hatte ich ihn nicht angegeben. Mein Neurologe hatte dann alles hingeschickt was er hatte und als ich dann dort befragt wurde zu meinem Hausarzt habe ich abgewunken und es wurde so hingenommen (die können eh nichts dagegen machen, wenn ich ihn nicht angebe).

Resultat war, ich bekam die Diagnose Epilepsie und dissosiative Anfälle.

Wenn du mit der Klinik, wo du immer hingehst, nicht zufrieden bist, mache es ähnlich. Suche dir eine neue Klinik, solltest du wieder einen Arztbrief mitbekommen, unterschlage den und beim Erstgespräch, was sowieso immer stattfinden sollte, kannst du dann deine Meinung dazu berichten und wartest dann halt ab, was die machen wollen und auch durchziehen.

Was deine eigentliche Frage angeht. So hatte ich etwas ähnliches bei Keppra. Ich hatte ein Kribbeln verspührt und aufgrund der Einstellung auf dem Medikament kam es zusätzlich zu Halluzinationen, so dass ich dachte, dass da irgendwelche Insekten oder so herumkrabbeln würden. Später stellte sich heraus, dass es an der Haut selbst liegt (eine Nebenwirkung von Keppra) und diesem konnte ich entgegenwirken, nach einem Tipp von einer Hautärztin, in dem ich Antischuppenschampoo benutzte.

Das Kribbeln auf der Haut habe ich immer noch ab und an, aber nicht mehr so häufig, aber die Halluzinationen die das auslöste sind Weg.

Missempfindungen

stepl, Mittwoch, 17. Oktober 2018, 16:17 (vor 5 Tagen) @ Pimkie17


Eigentlich wollt ich niemals Epilepsie haben, weil diese Krankheit gehört einfach nicht zu mir, sie ist mir einfach so fremd. Mir ist diese Krankheit so fremd,

Als Kind beobachtete ich die Erwachsenen eine ganze Weile und zog den Schluss:
„Alles soll so sein wie der Mensch es haben will! Ist es nicht so wie er es haben will! Regt er sich auf.“
Am nächsten Tag. „...............Es regnet. Egal ob ich will oder nicht!“
Ich akzeptierte damit, dass nicht alles so läuft wie ich es haben will.

Das Beste ist erst mal eins: Dich damit anfreunden das du Epilepsie hast.
Wenn sie dir fremd ist, musst du dich mit ihr bekannt machen.
Es vereinfacht dir deine Kommunikation, der Austausch mit anderen Menschen!

früher wurde gesagt:
„Du kannst nicht machen, was du willst! Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder macht was er will?“
Irgendwo sind unserem Willen Grenzen gesetzt.


stepl

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