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Epilepsie und Hotel Papa

sprengspeed, Dienstag, 25. September 2018, 20:18 (vor 76 Tagen)

Ich bin schon seid meiner Kindheit mit Epilepsier aufgewachsen. Mittlerweile bin ich 31 Jahre und arbeite als Teilnehmer in einer Werkstatt für psychisch behinderte Menschen in einer Tischlerei, da ich damals eine Ausbildung gemacht habe als Tischler habe ich alle Maschinen Scheine die man in den Beruf natürlich braucht auch gemacht. In der Werkstatt für Psychisch behinderte Menschen arbeite ich schon seid 2010 nur leider bin ich länger als ich dort schon Arbeite nicht mehr Anfalls frei und darf nicht an die Maschinen ran wofür man einen Schein benötigt obwohl ich die ja alle Offiziell habe seid der Ausbildung, das kann man sich so vorstellen als wenn man Führerschein hat aber man darf kein Auto fahren. Meine Gedanken die mir imoment im Kopf schwirren sind, wie schaffe ich es mehr unabhängig zu werden? Was meine Anfälle angeht ich bekomme so 2 mal im Monat kurze Anfälle die nicht mal ne Minute dauern und das auch meistens Abends danach hab ich meistens dann für n kurzen Moment n klein Blackout das kurze Erinnerungen verschwinden und dann wieder da sind. Ich lebe und wohne immer noch bei mein Vater seid dem meine jüngere Schwester ausgezogen ist wohn ich mit ihm Alleine im ein Familienhaus. Ich bekomme nur Grundsicherung weil ich als Teilnehmer in der Werkstatt nur n kleines Taschengeld bekomme als Lohn. Eigentlich ist es der wichtigste schritt im Leben weg von Vater oder den Eltern zu kommen um selber die Erfahrung zu machen auf eigenen Beinen stehen zu können, aber je älter ich werde umso schwieriger. Ich empfinde es schon fast als Blockade wenn man den schritt nicht schafft, den man ja eigentlich schon mit Anfang 20 schon hätte schaffen müssen. Wer hat hier so ähnliche Erfahrungen gemacht im Leben und auch schon hinter sich?

Epilepsie und Hotel Papa

Anton, Mittwoch, 26. September 2018, 11:11 (vor 75 Tagen) @ sprengspeed
bearbeitet von Anton, Mittwoch, 26. September 2018, 11:14

Hallo,

ohne dich zu kennen, könnte ich mir vorstellen, dass ein Auszug von zu Hause dir gut tun könnte. Voraussetzung dafür wäre aber, dass Du es dir selbst zutraust, dich selbst zu versorgen, pünktlich morgens zur Arbeit zu kommen, abends pünktlich ins Bett zu gehen und insgesamt diszipliniert zu leben. Dazu würde auch der sorgfältige Umgang mit den Finanzen gehören.

Wenn Du der Meinung bist, das alles in den Griff zu bekommen, auch mit der Erkrankung alleine zurecht zu kommen, solltest Du es auf jeden Fall versuchen. Bevor Du etwas machst, solltest Du dich erst schlau machen. Informationen könnte dir auch der Sozialdienst geben. Vielleicht habt ihr in der Werkstatt dort eine Hilfe für solche Belange.

Ich bin bereits mit 16 von zu Hause ausgezogen, es hat mir gut getan, ich hatte meine Freiheit und kann mit Blick auf damals sagen, dass es mir gut getan hat. Es hat mir Selbstbewusstsein gegeben. Ich konnte mich besser entwickeln. In einigen Punkten war es hart, aber jeder Vorteil hat auch immer seinen Preis. Ich wünsche dir viel Erfolg.

Liebe Grüße
Anton

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Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
(Jean Paul, 1763 - 1825, deutscher Schriftsteller)

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