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Begleitendes Fahren

Maus2002, Montag, 11. Juni 2018, 20:57 (vor 7 Tagen)

Hallo zusammen,
ich bin seit 3 Jahren diagnostizierter Epileptiker. Vorher haben die Ärzte 2 Jahre herumgedoktert was mir denn fehlen könnte. Seit einem Jahr darf ich jetzt kein Auto mehr fahren, da ich immer noch nicht 100%ig eingestellt bin. Generalisierte Anfälle hatte ich jetzt schon 1 Jahr nicht mehr, aber fokale bleiben und solange die noch bleiben möchte mein Arzt verständlicher weise kein Risiko eingehen. Jetzt macht meine Tochter bald ihren Führerschein. Hat jemand Erfahrung ob ich mich als Beifahrer zum begleitenden Fahren für eine 17jährige eintragen lassen darf/kann?
Danke für die Auskunft.:-)

Begleitendes Fahren

Green @, Dienstag, 12. Juni 2018, 09:19 (vor 6 Tagen) @ Maus2002

Wenn Sie nicht fahren dürfen. ..können Sie auch nicht eintragen lassen...sagt die menschliche Logik. Wenn doch und es passiert was sind sie beide den Führerschein los. LG Green

Begleitendes Fahren

sandytimmy, Dienstag, 12. Juni 2018, 15:38 (vor 6 Tagen) @ Green

Das würde jeglicher Logik widersprechen
Wie soll man im Falle dass die Tochter Unsinn macht ,aus versehen meine ich, während eines Anfalls eingreifen

Begleitendes Fahren

mezeg, München, Mittwoch, 13. Juni 2018, 09:19 (vor 5 Tagen) @ sandytimmy

und wie Sandyrimmy, diesmal die andere Seite:

Deine Tochter fährt absolut einwandfrei. Aber: durch diesen speziellen Stress bekommst sie einen unerwartetn Schreck. Und wenn dazu Du krampfst und eine heftige Bewegung Richtung Steuer, Pedalen, Armen, was dann? Kann ein Führerschein-Neuling sofort richtig reagieren?

Bei meinem Vater - absolut gesund - habe ich die Reaktion in so einen gefährlichen Fall: Das Auto bremst nicht mehr! Also ganz langsam zu nahen Tankstelle und alles begutachten und überprüfen lassen. Bei diesem damaligen Fiat 1500 wurden die Gängen von einem Kasten am Boden bedient. Der Rückwärtsgang war ziemlich hart und in diesem Fall nicht ganz gelöst. Es hat die Öl-Leitung eingedruckt und die Bremsen stark beeinträchtigt. Wenn er aber nicht blitzschnell reagiert hätte, was dann?

Ein anderes Mal flog ein Stein auf die Windschutzscheibe. Wie ein Kirchenfenster, haltend wie in Stücke gebrochen. Absolut keine Sicht. Mein Vater schlug sofort mit der Faust in eine dafür geplante Stelle, um zumindest ein Loch - und etwas Sicht - zu bekommen. Sofort angehalten und das "Kirchenfenster" zerstören, um wieder Sicht zu haben und vermeiden, daß die Scherben uns ins Gesicht springen. Es war dann sehr kalt...

Kann ein Neuling so schnell und richtig reagieren?

mezeg

Begleitendes Fahren

Anton, Samstag, 16. Juni 2018, 11:55 (vor 2 Tagen) @ Maus2002

Hallo,

Ich möchte Stellung beziehen zum „begleiteten Fahren ab 17“ und die Bedingungen nennen. Mit Aushändigung der Prüfungsbescheinigung darf der Fahranfänger nur in Begleitung das Fahrzeug steuern.

Jedoch darf nicht jede x-beliebige Person den Fahranfänger begleiten, sondern ausschließlich zuvor angemeldete Erwachsene dürfen als Begleitpersonen fungieren und müssen zwingend in die Prüfbescheinigung des Fahranfängers eingetragen sein.

Die eingeschränkte Fahrerlaubnis enthält kein Lichtbild des Inhabers, so dass neben dem Führerschein ab 17 auch ein Lichtbildausweis mitzuführen ist.

Bedingungen an die Begleitperson

Nicht nur an den Fahranfänger werden Bedingungen gestellt, sondern auch an die Begleitpersonen. Der Fahrschüler kann so viele Begleitpersonen nennen, wie er möchte. Sie müssen aber in der Fahrerlaubnis aufgeführt sein.

Wer darf den Fahranfänger begleiten?

Volljährige Personen (Vater, Mutter, Großeltern, Arbeitskollegen usw.) kommen als Begleitung des Fahranfängers in Frage, die im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind und folgende Bedingungen erfüllen: Mindestalter 30 Jahre, die mindestens im Besitz des Führerscheins der Klasse B sind und nicht mehr als einen Punkt in Flensburg haben.

Die Begleitperson darf während den Fahrten keinesfalls die 0,5 Promille-Grenze erreichen und darf ebenfalls nicht unter Einfluss anderer Rauschmittel stehen. Für die jungen Autofahrer gilt ein grundsätzliches Alkoholverbot in der zweijährigen Probezeit und bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres. Gleiches gilt für auch für andere Rauschmittel.

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"Ehrlichkeit verlangt nicht das man alles
sagt, was man denkt, Ehrlichkeit verlangt
nur, dass man nichts sagt, was man nicht
auch denkt..." (Helmut Schmidt)

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