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Anfall, mit Kopf auf die Fliesen, Krankenhaus, Nähen

rosaroterzopfgummi, Montag, 16. April 2018, 17:22 (vor 162 Tagen)

Hallo ihr lieben,
Nun melde ich mich auch mal zurück mit einem neuen Thema und neuen Fragen und ich hoffe sehr ihr könnt mir wieder helfen. Ich hatte gestern einen Grand Mal, bin mit dem Kopf auf den Boden geknallt und hab extrem doll angefangen zu bluten, der Notarzt ist gekommen und ich musste im Krankenhaus genäht werden plus ein CT. Es gab Zeiten da hatte ich wirklich viele Jahre keinen Anfall und nun alle 6 Monate, wait what?! Klar verändert sich mein Körper und die Ärztin meinte schon sie würde eine Umstellung der Medis machen. Das werde ich auch jetzt so schnell es geht in Angriff nehmen. Ich bin einfach nach einem Anfall immer so ein emotionales Wrack weil es durch die Seltenheit immer ein Schock ist. Ich versuche mir immer wieder zu sagen, ich soll nicht im Selbstmitleid versinken, es gibt so viel schlimmeres aber es war noch nie so schlimm, ich bin so lediert, musste auch heute zuhause bleiben, weiß nicht wie es morgen sein soll? Und ich möchte sofort wissen ob ich überhaupt nochmal umgestellt werden kann sodass wieder fast garkeine Anfälle und wenn ja alle paar Jahre auftauchen oder ob sich mein Körper einfach verändert hat und ich damit leben muss jetzt alle paar Monate einen Anfall zu bekommen?

Ich weiß es gibt so viel schlimmeres und ich versuche es mir immer wieder zu sagen aber es war noch nie so schlimm und dann kommt leider in solchen Zeiten - wahrscheinlich wie bei euch allen - manchmal doch die Frage durch "wieso ich?"
Außerdem nehm ich jetzt Lamotrigin und wenn die das jetzt umstellen wollen und ich später Kinder bekommen will, kann ich ja das mit anderen Medikamenten nicht bzw. die Chance auf eine Missbildung ist erhöht?

Ich hoffe dass es euch momentan besser geht!
Ganz liebe Grüße und alles gute an euch

Anfall, mit Kopf auf die Fliesen, Krankenhaus, Nähen

mathilda @, Dienstag, 17. April 2018, 11:12 (vor 161 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Hallo,

ich hoffe, es geht dir heute ein wenig besser. Es tut mir leid, dass du dich so schlimm verletzt hast und zu dem sauschlechten Gefühlen nach den Anfällen kommen noch die Schmerzen der Verletzungen und natürlich ist man sehr erschrocken.

Hoffentlich hast du eine Bezugsperson, mit der du über die Anfälle reden kannst, wie du dich danach fühlst und welche Gedanken dir so durch den Kopf fliegen. Das baut Stress ab.

Bei meinen Anfällen brauche ich fast eine Woche, bis ich wieder völlig fit bin. Die ersten zwei Tage kann ich gar nichts essen und liege nur auf dem Sofa. Brauche viel Ruhe, damit sich das Gehirn wieder sortieren kann. Und man denkt: und sowas soll man aushalten?
Muss man... (leider)
Doch wenn du versuchst deine Anfälle anzunehmen, bekommst du eine ganz andere Sicht und damit geht es dir bestimmt besser.
Ich kam irgendwann auf den Punkt von wegen: jetzt habe ich eben diese schlechten Tage, aber danach ist wieder gut.
Und ich habe angefangen, die Anfälle bzw die Zeit danach zu beobachten. Die ersten beiden Tage halt nichts essen können, total wackelig auf den Beinen. Gedanklich werden meine Gefühle "abgearbeitet", so nenn ich das. Eins nach dem anderen kommt, zB Verzweiflung, Trauer, Wut, Aggression, Stimmungshoch (ich muss raus aus der Wohnung unter Leute) usw.
Da denke ich eben: heute ist der erste Tag, noch einer, danach geht es nach und nach besser. Ist halt so.

Wegen deiner Umstellung solltest du mit dem Arzt über eine evtl geplante Schwangerschaft reden. Es gibt auch noch andere Medikamente, die da gut verträglich sind.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umstellung und Vertrauen zu deinem Arzt. Und vertraue auf dein Glück und deine Kraft.

LG

Anfall, mit Kopf auf die Fliesen, Krankenhaus, Nähen

stepl, Freitag, 11. Mai 2018, 21:30 (vor 137 Tagen) @ rosaroterzopfgummi

Hallo ihr lieben,

Ich bin einfach nach einem Anfall immer so ein emotionales Wrack weil es durch die Seltenheit immer ein Schock ist. Ich versuche mir immer wieder zu sagen, ich soll nicht im Selbstmitleid versinken, es gibt so viel schlimmeres aber es war noch nie so schlimm, ich bin so lediert, musste auch heute zuhause bleiben, weiß nicht wie es morgen sein soll?

Ich wünsche dir erst mal gute Besserung.

Ich kann nicht negativ denken.
Am Anfang wenn wir in die Schule kommen, sind wir in allen Fächern gut.
Wir sind in allen Fächern! - Mehr oder weniger gut!
„Das war nicht gut!“ -- wenn wir den Fehler so deklarieren, ist er nichts negatives.

Ich hatte auch mal eine Weile mit den Gedanken gespielt:
das war gut, da war ich weniger gut, da war ich besser, das ist gut

-- ich bekam den Eindruck von dem negativ-denken, bekommen wir nicht mit, wann es wieder aufwärts geht.
Das war nicht gut, das war überhaupt nicht gut, das ist besser. -- als bekomme ich dann besser mit, wann es wieder nach oben geht.
Er antwortete „Ich habe es im Gefühl“ -- Wie das fühlen des Auf und Ab.

Ich weiß, so was geht nicht auf einmal. Wir müssen diese Gedanken öfters man im Kopf spielen lassen. Besonders wenn wir uns schlecht geht. »es wird schon wieder besser werden« um das Gefühls des wieder aufwärts zu fühlen.


gruss stepl

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