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Epilepsie Medikamentenumstellung

Bastet95, Dienstag, 10. April 2018, 19:10 (vor 217 Tagen)

Hallo,

Ich habe Epilepsie seit meinem 13. Lebensjahr und bin seit 9 Jahren anfallsfrei. Nun möchte meine Neurologin, dass ich mein Medikament ändere ( zurzeit Orfiril Kong 500/500mg) wegen späterer Kinderplanung. Wie lange dauert eine Medikamentenumstellung und was wäre eine Alternative? ( kein kepra oder lamictal, da die bei mir nicht gewirkt haben )

Epilepsie Medikamentenumstellung

Green @, Dienstag, 10. April 2018, 21:07 (vor 217 Tagen) @ Bastet95

Hallo
nah wir sind alles keine Ärzte hier und das sind ja Fragen ...was hat den Ihre Ärztin dazu gesagt?
Geben sie doch mal oben rechts unter suchen Orfiril und Kinderwunsch ein.
Vorne unter informieren finden sie Infobroschüren.

Und dann ...sie können auch nein sagen zu Ihrer Ärztin und warten was im Leben so passiert.

9 Jahre Anfallsfrei ist doch klasse und Medikamente ganz absetzen ist kein Thema ?

Lg Green

Epilepsie Medikamentenumstellung

Bastet95, Dienstag, 10. April 2018, 22:17 (vor 217 Tagen) @ Green

Meine Ärztin wusste kein anderes Medikament außer kepra oder lamictal. Aber da die bei mir nicht halfen ist das keine option. Ohne Medikamente würde ich Anfälle bekommen. Im EEG ist nämlich eine Anfallsbereitschaft festzustellen.

Epilepsie Medikamentenumstellung

chrissie @, Dienstag, 10. April 2018, 23:09 (vor 217 Tagen) @ Green

hallo Green,
9 Jahre Anfallsfreiheit sagen doch gar nichts aus. Ich war 20 Jahre anfallsfrei und bin jetzt seit dem Rezidiv wieder therapieresistent! Mein Epileptologe hatte auch mal in den 20 Jahren von Absetzen gesprochen, wir waren uns dann aber doch einig, dass es sicherer ist, die Medikamente weiterzunehmen, vor allem hatte ich auch zu dieser Zeit nie Nebenwirkungen.

Epilepsie Medikamentenumstellung

pegasus, Dienstag, 10. April 2018, 22:51 (vor 217 Tagen) @ Bastet95

Eine Medikamentenumstellung dauert so lange wie sie dauert. Bei mir zum Beispiel dauerte Sie ein Jahr, weil es bei mir extreme Wechselwirkungen gab und zur Zeit muss ich 6 Monate lang noch meine Medikamente für ein bevorstehendes Langzeitmonitoring absetzen. Das bedeutet aber nicht, dass es bei dir genauso sein wird, sondern hängt, wie bei so vielem von jedem individuell ab.

Epilepsie Medikamentenumstellung

Gipfelstürmer, Montag, 30. April 2018, 18:54 (vor 197 Tagen) @ Bastet95

Hallo,
Als ich schwanger wurde nahm ich neben Orfiril noch Sabril und Timonil. Die Schwangerschaft zu planen ist sicherlich viel besser als bei mir. Mein Neurologe meinte,dass die Belastung durch meine Medikamenteneinnahme für das Ungeborene nicht größer sei als die Schadstoffbelastung aus unserer Umwelt. Meine Schwangerschaft verlief normal und ich fühlte mich auch gut bis ca.5 Wochen vor der Entbindung. Es kam nachts zu einem größeren Anfall und da ich alleine war und ich nicht in der Lage war 1 Diazepan zu nehmen folgten noch weitere. Der Mieter über mir hörte Geräusche und wusste von meiner Epilepsie,so dass er den RW rief. Im KH stellte sich heraus, dass mein Medi. -Spiegel zu niedrig war (GEWICHTSZUNAHME) und ich wurde nach einer Woche entlassen. Von einer normalen Geburt hat man mir abgeraten und ich bekam meine Tochter per Kaiserschnitt. Die Kleine musste zur Entgiftung für 1 Tag auf Intensiv und ist ganz gesund. Ich spreche hier aus meiner Erfahrung und würde eine besondere Aufmerksamkeit darauf verwenden, niemals alleine zu sein in der Schwangerschaft. Mein Mann hat mich fast wie ein rohes Ei behandelt und im entscheidenden Moment war ich doch allein. Man sollte sich nicht täuschen lassen wenn es einem gut geht, denn ein Anfall kann immer auftreten.
Ich würde mich ausgiebig noch evtl bei einem anderen Neurologen informieren wie er das Risiko einschätzt.
Ich wünsche dir viel Erfolg

Epilepsie Medikamentenumstellung

Petrus, Saarland, Dienstag, 01. Mai 2018, 02:01 (vor 197 Tagen) @ Bastet95

Hallo Bastet95
Ich kann dir nur raten lass dir Zeit mit der Umstellung und nur mit Betreuung deines Neurologen.
Ich wurde in der Epiklinik umgestellt innerhalb 1 Woche . Ich war zwar in der Klinik, aber es war der Hammer, zu Hause angekommen ging es los mit den Wechselwirkungen wie Schwindel und Konzentrationsstörungen sowie Wortfindungsstörungen und auch Gleichgewichtsstörungen .Auch hatte ich das Gefühl eines Entzuges das war echt sch... deshalb nochmal lass dir Zeit.

Euch allen noch ne Anfallsfreie Zeit
Euer Petrus

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