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Keppra Umstellung

Tochterundmama, Sonntag, 25. März 2018, 19:21 (vor 147 Tagen)

Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe eine Tochter, bei der nach fünf Jahren unklarem Umkippen , endloser Suche und zahlreichen Krankheitsaufenthalte usw im November nach einem dreitägigen L-EEG nachts vereinzelte Auffälligkeiten sichtbar wurden. In diesen Tagen wurden mehrere Versuche unternommen einen Anfall auszulösen, was aber nicht möglich war.Nur nachts sah man hier und da mal gegen morgen vereinzelt Spitzen. Ihr Umfallen in den Jahren zuvor war immer ohne Krämpfe, anfangs kurzzeitige Benommenheit, bis Anfang 2017 im Stand ohne Vorzeichen Umfallen und Stunden Bewusstlosigkeit bis im November während dem sprechen bei offenen Augen keine Reaktion mehr. Unter Novalgin, dass sie i.v. wegen einem viertägigen Migräneanfall bekam , ebenfalls im November, krampfte sie dann drei mal und hatte anschließend eine stundenlange Halbseitenlähmung die sich komplett zurückentwickelte. Sie wurde dann auf Keppra langsam steigern bis auf zweimal 1000 mg eingestellt, was sie bei der Erhaltungsdosis nicht vetrug. Wurde dann reduziert. Sie sollte eigentlich auf Lamotrigin eingestellt werden, was aber nicht möglich war. Nun gut, sie hatte keine Anfälle mehr, entwickelte aber vor ca vor ca. 6 Wochen massive Nebenwirkungen wodurch es hieß, Keppra sofort ausschleichen und Lamotrigin aufdosieren. Machen wir. Nun ist sie aktuell, seit Donnerstag auf Lamotrigin 100 1-0-1 und Keppra 125 -0-375.. die Woche zuvor hatte sie Lamotrigin 50. 1-0-1 und Keppra 375 1-0-1 , der Arzt stellte den Plan so auf, wird jede Woche schrittweise reduziert und aufdosiert. Gestern hat sie abends alle Tabletten, war bei Freunden, vergessen und das Resultat war ein massiver Krampfanfall heute Mittag.. mit allem was ging. Bekam Keppra 500 gespritzt, soweit geht es ihr gut. Ist zu Hause und fit. Meine Frage kann das sein dass sie wegen nur einmal Tabletten nicht nehmen , bzw die Tage zuvor mal später mal früher genommen, gleich so einen Anfall auslösen kann? Vielen Dank für eure Antworten

Keppra Umstellung

Green @, Sonntag, 25. März 2018, 21:02 (vor 147 Tagen) @ Tochterundmama

Hallo

ach schwierig...nun sind wir alle keine Ärzte.
Natürlich kann es sein.
Nun gibt es ja auch Anfallsauslöser....z.B. an erster Stelle zu wenig Schlaf.
Flackerlicht...also viel Pc...Stress... usw.
Wie alt ist Deine Tochter?
Sind sie bei einem Neurologen der auch Epileptolge ist ?

Warum Keppra gespritzt..wer hat das gemacht...ist das Euer Notfallmedikament?
Ein Anfall hört auch so wieder auf bei Ihnen nicht ist es immer ein Status?

Eine Frage die ich immer wieder gern stelle ...Unterzucker ist es nicht..oder der Auslöser?

Lg Green

Keppra Umstellung

Anton, Sonntag, 25. März 2018, 21:23 (vor 147 Tagen) @ Tochterundmama

Hallo,

ich schließe mich den Ausführungen meines Vorredners an und habe ein paar Fragen: Wie alt ist Deine Tochter denn, ist ihr das Keppra in einer Klinik gespritzt worden, nachdem sie dort als Notfall eingeliefert worden war?

Nimmt sie sonst noch Medikamente, von Novalgin hast Du erzählt? Mittel gegen Epilepsie sind keine Kopfschmerztabletten. sie müssen regelmäßig genommen werden, auch wenn es nicht zu Anfällen kommt. Wenn man sie nur einmal vergisst, kann es böse Folgen haben. Wichtig ist, dass ihr alles, was passiert ist, dem Arzt genauestens erzählt. So kann er die Medikation besser festlegen.

Geht die Tochter alle Vierteljahr zum Neurologen, um die üblichen Untersuchungen machen zu lassen. Seid ihr schon in einem Epilepsie-Zentrum gewesen, um sie dort Fachmedizinern vorzustellen? Ich wünsche der Tochter gute Genesung!

Liebe Grüße
Anton

--
und übrigens: Freundlichkeit ist eine Zier, doch es geht auch ohne ihr...

Keppra Umstellung

Green @, Sonntag, 25. März 2018, 22:47 (vor 147 Tagen) @ Tochterundmama

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lg Green

Keppra Umstellung

Tochterundmama, Montag, 26. März 2018, 03:56 (vor 147 Tagen) @ Green

Guten Morgen, erstens meine Tochter ist 19 und nein das Keppra ist nicht ihr Notfall Medikament, das ist eigentlich Tavor expidet..das Keppra spritzten sie im Krankenhaus nach, da sie ja ihre Medikamente nicht nahm. War mir sehr suspekt. Das war Mittags. Abends nahm sie generell wieder ihre Medikamente. Wir sind in einer Epilepsie Ambulanz , 150 km von uns entfernt, telefonisch in Verbindung mit den Ärzten und sie muss erst wieder im April dort vorstellig werden. Ansonsten läuft das nach anrufen, was wir heute noch machen , und der Hausarzt führt dann alles durch. In der Nähe habe ich nur einen sehr guten Neurologen stationär den ich arbeitsbedingt kenne und uns auch zu diesen Untersuchungen brachte, da es fünf Jahre keiner schaffte als alles auf die Psyche zu schieben. Novalgin bekam sie wegen Migräne, einmalig. Ansonsten nimmt sie nichts aus ihre Epilepsie Medis. Momentan wissen wir nicht vor noch zurück.

Keppra Umstellung

Green @, Montag, 26. März 2018, 08:14 (vor 147 Tagen) @ Tochterundmama

Hallo
ich möchte Ihnen ein wenig Mut machen...sie tun doch alles.

sehr guten Neurologen stationär den ich arbeitsbedingt kenne
Sie scheinen vertraut mit Medizin.
Gegen das nach Spritzen ..dürfen sie sich wehren auch das ein Rettungswagen geholt wird.


Meine Frage nach dem Alter ....die Hormone kommen auch ins Spiel... und der Zyklus
Ich bekam wegen des Eisprungs oft Anfälle.

Der regelmässige Schlafwachrhytmus ist auch oft die halbe Miete.

Lg Green

Keppra Umstellung

Tochterundmama, Montag, 26. März 2018, 13:15 (vor 146 Tagen) @ Green

Hallo und vielen Dank für die schnellen Antworten. Und natürlich für den Trost der wirklich mal gut tut. Ich habe heute mit diesem Neurologen ( ich arbeite auch einer Station Akutgeri Schwerpunkt Neurologie, Schlaganfalleinheit, Altersmedizin) gesprochen, er meinte wir sollen die Dosis wie vor der letzten Keppra Reduzierung wieder aufnehmen und das Lamotrigin jetzt auf zweimal 100 lassen , das Keppra noch langsamer reduzieren. Meine Tochter ist von gestern völlig gerädert, schläft schon 12 Stunden und braucht noch Schlaf. Werden nun das Keppra ab morgen wieder mehr geben und erst nächste Woche nochmal versuchen zu reduzieren. Mir fällt es sehr schwer das alles zu akzeptieren, lasse mir aber nichts anmerken, aber ich mache mir große Sorgen. Zumal sie dadurch ihre Ausbildung im Februar abgebrochen hat und wir bzw ich nicht weiß wie es weitergehen soll, wird. Sie kann es mehr oder weniger akzeptieren , sie wollte eingestellt werden da der Leidensdruck schon extrem war vom umkippen Sie musste bis November schon sehr viel durchmachen.... Aktuell ist es so dass sie ihre Medis nimmt, mal von selber mal muss ich nachschieben, weil sie sonst denkt ach das nehm ich schon noch. Sie kommt mir vor wie einerseits OK sie will diese Medis und es geht ihr gut damit, anderseits will sie einfach so sein wie ihre Freundinnen und sorgloser durchs Leben hüpfen. Ich weiß sie ist alt genug und muss es selbst in die Hand nehmen, aber irgendwie schaff ich es nicht und sie auch nicht. Ich hoffe dass alles bis September besser wird damit sie die Ausbildung nochmals starten kann. LG Tochtermitmama

Keppra Umstellung

Green @, Montag, 26. März 2018, 18:46 (vor 146 Tagen) @ Tochterundmama

Hallo


Ich weiß sie ist alt genug und muss es selbst in die Hand nehmen, aber irgendwie schaff ich es nicht und sie auch nicht. Ich hoffe dass alles bis September besser wird damit sie die Ausbildung nochmals starten kann.

Das das so ist ist doch verständlich...der nächste Schritt könnte sein ...holt Euch getrennt Hilfe.. z.B...bei den links die ich oben geschrieben habe...das ist Stärke und keine Schwäche.

Du schreibst nirgends wie oft Sie Anfälle hat....wenn sie die Ausbildung abgebrochen hat.

Die Entscheidung Tabletten zunehmen trifft sie selber und muss auch mit den
Folgen um gehen wenn sie es lässt.......ja entscheide Dich die Verantwortung an sie ab zugeben.
Dein Herz ist so oder so traurig...über die Situation...und wie Stolz kannst Du sein
wenn Sie es selber alles regelt.

Ein Hilfe bei den Pillen könnte sein sich Pillendosen fertig zumachen so kann sie
sehen ob sie sie genommen hat oder nicht.

Ich habe Ihren Text nochmal alle gelesen ...war den Ihr umfallen ...unter der Medikamten
weg?


Es gibt ja auch nochmal die Option ein anderes Epilepsiezentrum auf zu suchen.

Ich habe bei Ihnen keine Emailadresse gefunden...neben meinem Namen ist eine ...wenn sie möchten können sie mich anschreiben...nicht alles gehört ins Forum.

Lg Green

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