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Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

lyrella, Samstag, 24. März 2018, 12:20 (vor 148 Tagen)

Hallo zusammen :)
Ich wollte mal Fragen wie ihr normale Schusseligkeit von Anfällen unterscheiden könnt oder ob der Übergang fliessend ist...
Mir passiert es in letzter Zeit oft das ich Dinge tue, diese aber im Nachhinein fehlerhaft. Beispielsweise wollte ich neulich Tischdecken. Ich ging in die Küche, das ich Tassen auf den Tisch stellte weiss ich noch.
Am nächsten Tag wurde ich hingewiesen dass Messer und Kaffelöffel fehlten. Das Problem ist das ich zwar keinen Blackout im Sinn von alles schwarz, Zack! Bemerkt habe. Ich erinnere mich noch wie ich normal wieder ins Wohnzimmer zurücklief. Jedoch kann ich mich an die Bestecksache nicht erinnern... Null. Ich war sogar überzeugt komplett gedeckt zu haben und wollte revidieren. Als ich jedoch den halb gedeckten Tisch sah war es klar...
Normalerweise bin ich bei sowas bei der Sache und nicht ablenkbar...

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

sandytimmy, Sonntag, 25. März 2018, 20:13 (vor 147 Tagen) @ lyrella

Ich kann sowas nicht verwechseln
Beim Anfall hab ich ja einen totalen filmriss. Zu nichts richtig produktives. Das ist ja wie beim Video wo man eine Weile vorgespult hat. Der Teil dazwischen fehlt komplett.
Das ganze hört sich für mich nur nach
Den Fehler nicht bemerken an

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

lyrella, Montag, 02. April 2018, 16:30 (vor 139 Tagen) @ sandytimmy

Das ist ja das komische...an das Decken an sich kann ich mich im Nachhinein nicht mehr richtig erinnern... es ist wie ausgelöscht... trotzdem mache ich irgendwie dabei immer weiter, nur halt fehlerhaft...

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

pegasus, Dienstag, 03. April 2018, 00:19 (vor 139 Tagen) @ lyrella

Von Dejavus hast du sicherlich schon einmal gehört. Es gibt aber auch das Gegenteil davon das Jemais vu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jamais-vu

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

lyrella, Dienstag, 03. April 2018, 13:48 (vor 138 Tagen) @ pegasus

Ich habe von beiden schon gehört. Ich kenne zwar meine normale Vergesslichkeit aber erinnert mich jemand dann daran kommt es wieder zurück. Hierbei weiss ich von gar nichts und habe auch keine erinnert daran

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

pegasus, Dienstag, 03. April 2018, 18:31 (vor 138 Tagen) @ lyrella

Wenn du beides kennst, solltest du wissen, dass nach einem Dejavu oder Jemai Vu eben auch eine Reorientierung stattfindet und man selbige schon mal als Schusseligkeit bewerten kann, wenn man sich nicht die Zeit nimmt sich zu Reorientieren.

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

lyrella, Dienstag, 03. April 2018, 19:43 (vor 138 Tagen) @ pegasus

Mit kennen meinte ich das ich davon schon einmal gehört habe ;-) aber was es alles nach sich zieht damit habe ich mich nicht beschäftigt...
Hast du das auch manchmal? Inwieweit kann man es als normal einordnen?

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

pegasus, Dienstag, 03. April 2018, 20:22 (vor 138 Tagen) @ lyrella

Da müsstest du, wenn ich ehrlich bin, meine Ex Partnerin fragen, denn die erzählte mir immer, wenn alles vorbeigewesen war, was ich da dann so trieb.

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

lyrella, Mittwoch, 04. April 2018, 17:07 (vor 137 Tagen) @ pegasus

Es passiert mir auch beim Sprechen manchmal, insbesondere wenn ich aufgeregt bin oder mich konzentrieren muss... der Kopf fühlt sich dann ganz ganz kurz wie leer an, oder es geht ein komisches Gefühl durch den Körper... ich höre dabei alles um mich, bin nicht weg...aber es ist wie ein kurzes "Faden verlieren" ohne offensichtlichen Bewusstseinsverlust.. Wenn ich dann etwas Lese kommt z.B. das Gefühl und ich weiß nicht mehr wo ich gelesen habe, man muss mir es dann sagen/zeigen. Ich habe auch oft einfach nochmal von vorne begonnen, was aber auffälliger und bei langen Texten zeitaufwändiger war... wenn ich z.B. etwas zähle bekomme ich die Reihenfolge nicht mehr hin, also 1,2,4,5,8... ´passiert es beim Sprechen verlier ich mit dem selben Gefühl oft den Faden und wiederhole dann entweder was ich begonnen habe zu sagen oder fange nochmal von vorne an. Aber dies auch mehr schlecht als recht, weil sich dann alles schwer anfühlt- die Zunge und auch das Gesicht ist oft ganz komisch. Spreche ich dann kommt folgendes dabei raus: "Wir haben heute Mittwoch, den 04. April und...ähm...Mittwoch den 04. April und es regnet gerade." Da ist dann dieser kleine Moment wo alles irgendwie "weg" ist was ich sagen wollte. Ich weiß nicht was ich anfügen muss für diesen kurzen Moment. Dabei wie gesagt dieses leere Gefühl im Kopf...

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

stepl, Montag, 09. April 2018, 22:16 (vor 132 Tagen) @ lyrella

Hallo Iyrella,

interessant was du da schreibst.

In meiner Kindheit ist folgendes passiert:
"Ich lerne Ja Sprechen! Was ist wichtiger? Sprechen lernen!"

Später wurde mal gesagt:
"So was ist einmalig! So was hat der Mensch noch nie erlebt!"
Du kannst dich nur auf eins konzentrieren!

Ich lernte ein neues Wort im Schreibunterricht kennen. Ich kann mich nur auf eins konzentrieren: Das Wort schreiben lernen! - oder - Das Wort Sprechen lernen!
Was zuerst?
"Sprechen lernen ist wichtiger!"

"Halt doch mal deine Hände still!" -- wurde ich von meiner Mutter aufgefordert.
Ich will ja, aber meine Hände wollen nicht so wie ich will!
Ich lernte schon früh in meiner Kindheit "Ich kann nicht so wie ich will, gerne möchte!"

Der alte Glaube, der immer noch in den Menschen steckt ist der: "Du musst es nur wollen, dann kannst du es auch!" Hier geht man von körperlicher Leistung aus.
"das Lernen" -- "feste Vorstellungen haben" wie einige sagen.

Anders:
Ich lerne. Wie schnell lerne ich? - Was lerne ich leicht? - Was lerne ich schwer?
Wie schnell lerne ich? -- damit wird Lernen zur Leistung und dadurch entsteht Stress!
Nach und nach lässt die Aufnahme des Körpers nach.

"Schling nicht so! Du hast doch Zeit! Dich drängelt doch keiner!" sagte meine Mutter eine Zeitlang zu mir.

Versuche dich mehr, zur Langsamkeit zu zwingen.
-- d. Stress erhöht wieder die Anfallsbereitschaft,
die Gefahr, dass es zum Anfall kommt.

Bei mir traten die Probleme schon auf, ehe ich mitbekam, dass ich Epilepsie habe.
die Probleme -- besser ähnliche Probleme

Ich bin introvertiert:
Etwa so: "Hat alles was mit der Epilepsie zu tun oder können es auch andere Gründe geben?"


gruss stepl

Schusseligkeit von Anfall unterscheiden?

stepl, Sonntag, 08. April 2018, 06:27 (vor 134 Tagen) @ lyrella

Hallo,

ähnliches kenne ich aus meiner Kindheit.

"Der zerstreute Professor"
Ich grüble sehr viel. Es ist wie bei dem Professor, ich mach dabei alles weiter. Dabei entstehen solche Fehler. Meine Mutter nannte sie auch Flüchtigkeitsfehler. Fehler die durch Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit entstehen.

Ich stellte mal fest:
"Ich lerne ja Sprechen! Was ist wichtiger? Sprechen lernen!"
Neben dem Schreiben lernen, lerne ich noch was anderes: Sprechen. Im Schreibunterricht lernen wir neue Wörter kennen. Früher, in der Kindheit, wenn die Kinder sprechen lernen, sprach man auch vom Wortschatz. (großer Wortschatz, kleiner Wortschatz)
Es wurde auch gesagt
"DU kannst dich nur auf eins konzentrieren!"
Auch wurde gesagt. Das ist was einzigartiges. Das hat der Mensch noch nicht erlebt.


"Der zerstreute Professor"
Fast so, wie es von außen aussieht, wenn ich grüble.
"Wo bist du schon wieder mit deinen Gedanken!" oder die "Gedanken wandern ab!"
Ich will mich auf meine Hausarbeiten konzentrieren. Besonders wenn ich nervös bin, wandern die Gedanken woanders hin. Ich fange an zu grübeln.

Ich kann gut logisch denken. Außerdem bin ich introvertiert.
"ist wirklich die Epilepsie an allem Schuld oder kann es auch was anderes sein?" -- vieles was andere sagen in Frage zu stellen. Typisches Merkmal bei Introvertiertheit.


gruss stepl

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