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Orientierungsstörung

Achim74, Mittwoch, 07. Februar 2018, 14:20 (vor 258 Tagen)

Hallo!
Epilepsie habe ich schon seit über 30ig Jahren. Zumeist psychomotorische Anfälle, hatte allerdings auch schon zwei (oder drei) Grand-mal Anfälle.

Seit einiger Zeit habe ich plötzlich auftretenden Orientierungsstörungen.
Von einem Moment auf den anderen habe ich meine räumliche Orientierung verloren und muss mich erstmal neu sortieren.
Dies kann einige Minuten aber auch nur Sekunden andauern.
So ist mir dies z.B. in meiner Heimatstadt unterwegs war. Ich bin dort also geboren und aufgewachsen und laufe oft mehrfach die Woche durch die Innenstadt.
An dem besagten Tag war ich auf dem Weg um ein paar Dinge zu kaufen bzw. zu erledigen. Plötzlich war sie weg, die Orientierung. Mir war klar, dass ich mich noch in der Stadt befinde, in der ich mich eigentlich auskenne. Auch wusste ich wo ich eigentlich hin wollte. Allerdings konnte ich nicht mehr aus dem "Stehgreif" sagen, wo ich her gehen muss. Ich musste mich sehr stark konzentrieren und ich musste mich an verschiedenen Dingen, wie z.B. Geschäfte etc. orientieren, um ans Ziel zu kommen.
Das ist ungefähr damit zu vergleichen, wenn ihr euch in einer Stadt befindet, die ihr vor vielen Jahren zuletzt besucht habt und ihr euch noch ungefähr auskennt. Dann orientiert man sich oftmals auch an bestimmten Fixpunkten, wie z.B. Geschäften, Bäckerein etc. und hofft ans Ziel zu kommen.
Genauso war das damals und nach ca. 20 Minunten war der Spuk vorbei. Echt heftig.

Aber auch zu Hause ist es mir schon passiert. Ich stehe in der Küche und plötzlich keine Orientierung mehr. Von der Küche geht eine Tür in den Flur und die andere ins Wohnzimmer. Ich wollte ins Wohnzimmer war mir aber nicht sicher, welche Tür ich nehmen muss. Allerdings konnte ich sehen, dass in dem einem Raum ein Sofa steht. Dadurch wusste ich, dass ich diese Tür nehmen muss. Und auch hier war dann nach kurzer Zeit wieder alles normal.

Hat jemand von Euch auch schon solche Erfahrungen gemacht? Würde mich interessieren!

Mein Neurologe ist der Meinung, dass es sich um eine neue Form ist, wie sich die Epilepsie zeigt. Er vermutet auch, dass der Herd des ganzen im rechten Schläfenlappen liegt, was nun durch ein Langzeit-EEG überprüft werden soll.

Gruß! Achim

Orientierungsstörung

stepl, Sonntag, 11. Februar 2018, 17:25 (vor 254 Tagen) @ Achim74

Hallo,

Eigentlich kann ich nicht viel dazu sagen.
Beim Wandern stellte ich mal fest, obwohl ich meine Wohnung nicht sehen kann, wusste ich wo sie von mir lag. Auch wie weit ich mich entfernt habe.
Fast wie bei der Futtersuche, das Nest verlassen und wieder zurückzufinden.

In der Stadt würde ich mich kurz hinsetzen und abwarten.
Durch den Anfall spielt sich auch einiges im Körper ab. Das kostet dem Körper Kraft und Energie!
Als ist eine Erholungsphase danach besser!
Wenn die Orientierung weg ist: Mach dir keinen Kopf darum!
Besser ist es eine Pause machen und dich Erholen.
Körper + Geist -- beide brauchen erst mal Luft! "mehr oder weniger"


gruss stepl

Orientierungsstörung

Klaus90, Dienstag, 13. März 2018, 12:27 (vor 224 Tagen) @ Achim74

Bei mir ist das auch vielleicht Problem... Ich hatte starke Gehirnerschütterung und habe jetzt Probleme..

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