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Krämpfe bei der Ausschleichung von Lamictal

gaby-s., Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:07 (vor 76 Tagen)

Meine Tochter, 16 Jahre, bekam vor ca. 4 Jahren Krampanfälle aus dem Schlaf heraus. Erst bekam sei Keppra, worauf sie jedoch täglich mehrere Absencen hatte. Lamictal wurde bis auf 2 x 100 mg täglich hochdosiert, womit sie seit 3 Jahren anfallsfrei war.
Seit ca. 5 Monaten sind wir das Lamictal auf Anraten unseres Arztes ganz langsam am ausdosieren. Jetzt nimmt sie abends nur noch 50 mg. Lamictal. Seit ca. 3 Tagen bekommt sie in den Armen und Händen wieder Krämpfe, wie sie dies bei Keppra hatte. Kann das von dem runterdosieren als Nebenwirkungen kommen oder ist die Dosis zu niedrig? Am Donnerstag haben wir sowieso einen EEG Termin bei unserem Neurologen. Auffälligkeiten wurden bei allen EEGs nie festgestellt.
Mich würden mal Erfahrungswerte anderer Betroffener interessieren, ob die die gleiche Problematik hatten.
Lieben Dank

Krämpfe bei der Ausschleichung von Lamictal

mezeg, München, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:45 (vor 75 Tagen) @ gaby-s.

hallo Gaby,

nach OP einer Hirntumor, die nächtlichen Anfälle nachts verursachte, bin ich auf 6 Monaten vorsorglich mit Keppra dosiert. Bei der vorsichtigen Ausschleichung kam nach etwa zwei Wochen "so etwas wie ein Anfall" mit kurzer Sprachblockade. Dies nach einer an sich nicht dramatischen Stress-Situation. Zwei Monate später "Keppra-frei" einen GM-Anfall nun tagsüber. Ebenfalls nach sehr deutlichen Stress-Situation. Also wurde ich auf Lamotrigin eingestellt. Mehrere GM-Anfälle mit Monatsabstände. Die Dosis wurde jedesmal erhöht, scheint jetzt zu funktionieren.
Bei den EEG wurde erst kurz nach dem letzten Anfall ein epileptischer Potential gesehen, früher nie.

Heißt natürlich nicht, daß es bei Deiner Tochter ähnlich ist. Wenn Du aber in ein Paar Tagen Termin bei Neurologen hast, bekommst Du und sie die richtigen Informationen.

Alles Gute

mezeg

Krämpfe bei der Ausschleichung von Lamictal

jokojoko, Sonntag, 10. Dezember 2017, 18:37 (vor 71 Tagen) @ gaby-s.

Guten Tag, Epilepsie ist etwas was kommt und geht. In meiner Kindheit habe ich 1x pro Jahr Krampfanfälle bekommend diese immer am Morgen. Seit 1986 bin ich anfallfrei . und seit 26 jähren nehme ich auch keine Medikamente mehr. Seit September 2016 bin ich in Pension und heuer im März hat es wieder begonnen. mittlerweile nehme ich 1000mg Levebon und trotzdem hatte ich mittlereile schon 4x einen Anfall. Natürlich darf ich auch nicht mehr Autofahren und verbringe zuhause meine Zeit. Ich verdrehe bei einem Anfall immer meinen linken arm so stark sagt meine Frau das ich solche Schmerzen im Arm habe. Hat damit jemand Erfahrungen und kann mir jemand Tipps geben. Ich bin wirklich um jeden Rat dankbar. LG Josef

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