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Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

sandra79, Samstag, 30. September 2017, 11:35 (vor 76 Tagen)

Hallo Zusammen,

ich habe einmal eine Frage zur Arbeitsunfähigkeitsrente. Ich arbeite seit 1996 bzw. 1998, allerdings immer mit Lücken. Das Problem ist die Epilepsie. Entweder werde ich erst gar nicht eingestellt oder nach ein paar Wochen/Monaten wieder entlassen. Ich habe nochnie ein ganzes Jahr bei einen AG verbracht.

Langsam denke ich es geht einfach nicht, aber ich bin grade einmal 38:-|
Ich habe generalisierte Epilepsie, kompex fokale und Absencen. Manchmal fühle ich mich als hätte ich das volle Programm.

Erster Anfall war mit 13 und ich war noch nie anfallsfrei und meine Epilepsie verändert sich zwischendurch. Mehrere wollen mich in eine Arbeitsunfähikgeitsrente "quätschen" wegen der Arbeiterei. Würde ich das durch kriegen? Welche Kreterien gibt es da?

Durch den Stress auf der Arbeit, körperlich oder psychisch wird meine Epilepsie noch verschlimmert.

Anfang des Jahres war ich in Bethel und hab mich nochmal durchchecken lassen und ob man es z.B. eine OP eindämmen kann. Eine OP kommt nicht in Frage, weil ich keinen eindeutigen Herd habe. Ich wurde noch einmal mit Tabletten eingestellt.

Was passiert in einer Reha für Epis?

Ich habe mich in verschiedenen Berufen versucht: verschiedene Büroarbeiten, Verkauf/Kasse, Lager/Logistik.

Über Antworten wäre ich wirklich dankbar:-)

LG
Sandra

P.S. Für die, die vielleicht schon in Rente sind, wie füllt ihr euren Tag? 365 Tage mehr oder weniger auf der Couch rumsitzen finde ich jetzt nicht unbedingt so prickelnd.

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

max, Samstag, 30. September 2017, 13:29 (vor 76 Tagen) @ sandra79
bearbeitet von max, Samstag, 30. September 2017, 14:21

Hallo Sandra,

ich bin mit 41 verrentet worden. Das ist nicht wesentlich älter. Ein Nachteil bzw. der größte Nachteil ist, daß du dann sehr wahrscheinlich keine berufliche Reha seitens der Rentenversicherung angeboten bekommen wirst.
Da sich zur damaligen Zeit, aufgrund vermehrter Grand Mal-Anfälle, mein Arbeitgeber von mir getrennt hatte, hat die Verrentung den Druck der Arbeitssuche komplett weggenommen, was bei mir auch die Anfälle weitestgehend bzw. komplett vermied.
Eine OP wurde mir ebenfalls nicht angeboten und ich kenne auch niemanden, der operiert wurde, kann somit nichts zu den Erfolgsaussichten sagen. Durch die Verrentung konnte ich aber auch ergänzende Reha-Möglichkeiten wahrnehmen, die zeitlich schwer mit meiner früheren Beschäftigung zu koordinieren gewesen wären.
Warst du stationär in Bethel? Hier werden ebenfalls medizinische Rehas angeboten, aber auch berufliche.
Durch die Verrentung zwingt dich niemand zuhause zu bleiben. Die 365 Tage kannst du so gestalten wie du es möchtest, soweit du keine weiteren Verpflichtungen hast.
Ich helfe z.B. im Rahmen meiner Möglichkeiten in einem Büro aus. Auch nicht das, was ich früher mal gemacht habe und wofür ich zur Schule gegangen bin. Aber was soll's.
Hier benötigen die Kollegen viel Geduld, die sie aber auch haben. Sie wissen alle Bescheid, und das ist in meinem Falle auch gut so.

LG max

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

chrissie @, Samstag, 30. September 2017, 19:35 (vor 76 Tagen) @ max

Hallo Max,
es ist richtig, dass du durch die Erwerbsminderungsrente nicht zuhause bleiben musst, aber du musst bedenken, dass du bei voller EM-Rente nur weniger als 3 Stunden täglich arbeiten und maximal 450€ dazuverdienen darfst. Die Rentenversicherung kontrolliert das, es sei denn du bist Pensionär, bei denen zählt das anscheinend nicht.
Ich musste mit 40 in EM-Rente gehen, aber nicht aufgrund der Epilepsie, sondern wegen einer anderen neurologischen Erkrankung, in meinem Rentenbescheid stand das oben genannte genau drin.
Vorher hatte ich nach 6 Monaten Krankengeld eine Reha, wo festgestellt wurde, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Meine Neurologen hatten mich vorher schon drauf hingewiesen, dass ich aufhören soll zu arbeiten, aber ich habe meine Arbeit geliebt.
Mein Arbeitgeber wusste von der Epilepsie, was für ihn kein Problem war, obwohl ich in der medizinischen Forschung gearbeitet habe.
Ich sitze auch nicht den ganzen Tag zuhause rum: ich helfe einem körperlich schwerbehinderten Jungen mindestens 2x wöchentlich nachmittags beim Lernen, dazu habe ich selber 2x wöchentlich Physiotherapie und natürlich darf man auch Hobbys haben.
Der Unterschied zum richtigen Beruf ist, dass ich meinen jetzigen Tagesablauf selber einteilen kann: geht es mir nicht gut, sag ich NEIN.

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

max, Sonntag, 01. Oktober 2017, 13:42 (vor 75 Tagen) @ chrissie

Hallo Max,
es ist richtig, dass du durch die Erwerbsminderungsrente nicht zuhause bleiben musst, aber du musst bedenken, dass du bei voller EM-Rente nur weniger als 3 Stunden täglich arbeiten und maximal 450€ dazuverdienen darfst. Die Rentenversicherung kontrolliert das, es sei denn du bist Pensionär, bei denen zählt das anscheinend nicht.
Ich musste mit 40 in EM-Rente gehen, aber nicht aufgrund der Epilepsie, sondern wegen einer anderen neurologischen Erkrankung, in meinem Rentenbescheid stand das oben genannte genau drin.
Vorher hatte ich nach 6 Monaten Krankengeld eine Reha, wo festgestellt wurde, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Meine Neurologen hatten mich vorher schon drauf hingewiesen, dass ich aufhören soll zu arbeiten, aber ich habe meine Arbeit geliebt.
Mein Arbeitgeber wusste von der Epilepsie, was für ihn kein Problem war, obwohl ich in der medizinischen Forschung gearbeitet habe.
Ich sitze auch nicht den ganzen Tag zuhause rum: ich helfe einem körperlich schwerbehinderten Jungen mindestens 2x wöchentlich nachmittags beim Lernen, dazu habe ich selber 2x wöchentlich Physiotherapie und natürlich darf man auch Hobbys haben.
Der Unterschied zum richtigen Beruf ist, dass ich meinen jetzigen Tagesablauf selber einteilen kann: geht es mir nicht gut, sag ich NEIN.

Hallo Chrissie,

der Arzt gibt (so sehe ich das zumindest) Empfehlungen, die dir helfen sollen, mit all den Einschränkungen bestmöglich klar zu kommen. Wenn deine Neurologin dir empfiehlt zu Hause zu bleiben, wird sie hierfür Gründe haben. Weißt du welche das sind? Manchmal sind diese nachvollziehbar und helfen einem diese zu verstehen. Auf der anderen Seite steht dein Arbeitgeber. Wenn es für ihn kein Problem war, Dich auch mit allen Einschränkungen zu beschäftigen, gilt es im voraus bestimmte Verhaltensweisen abzuklären, die für dich das Arbeiten erleichtern bzw. ermöglichen. Das kann aber auch heißen, der vorherigen Aufgabe nur noch zuzuarbeiten, wenn es das "Gefahrenpotential" (z.B. Chemikalien) erfordert. In meinen Augen gibt es schon Gründe die einen zwingen, komplett mit der Arbeit aufzuhören. Aber, du bist in der Lage komplette verständliche Sätze zu schreiben, gibst sogar Nachhilfe, und das kann eben auch nicht (mehr) jeder. Mir wurde eine berufliche Reha empfohlen, was mir sehr entgegen kam. Ich bin davon ausgegangen, daß ich hier wieder für eine "Ganztagsbeschäftigung" vorbereitet werde. Am Ende wurde mir nach einer Leistungserprobung, nicht einmal eine einfache berufliche Reha genehmigt. Das schwierige ist hier auch, und das schreibst du ja oben, einen Chef zu finden oder zu haben, der es Dir erlaubt deinen Tagesablauf selbst einzuteilen, sowie die nötigen Therapien wahrzunehmen, und eben auch mal NEIN sagen zu können. Es wird sie aber geben bzw. scheint deiner ein solcher zu sein. Vom Bewerben und auch Arbeiten hält dich die Rente nicht ab. Im "schlimmsten" Fall verdienst du zu viel, um sie zu behalten. Du mußt dir aber auch sicher sein, daß es in deinem Sinne ist und du deiner Gesundheit nicht schadest.
Aber, und das ist hier das ausschlaggebende, ich kenne die gesamten Hintergründe nicht, und somit ist alles geschriebene auch sehr allgemein.

VG, max

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

chrissie @, Sonntag, 01. Oktober 2017, 15:21 (vor 75 Tagen) @ max

Hallo Max,
dass meine Neurologen mir dazu geraten haben, in Rente zu gehen, hat daran gelegen, dass sie wussten, wie stressig mein Job war. 10-12 Stunden täglich in der Klinik war ganz normal, aber weil ich meinen Beruf geliebt habe und tolle Kollegen/Chefs hatte, hab ich es sehr gerne gemacht. An meine Gesundheit habe ich erst gedacht, als es zu spät war.
Meine jetzige Nachhilfetätigkeit mache ich eher als Freundschaftsdienst: wenn ich dafür 50€ im Monat bekomme, hab ich Glück, aber ich mache das für diesen behinderten Jungen, der lernen möchte. Daher kann ich auch NEIN sagen, wenn es mir nicht gut geht. In einem richtig bezahlten Job ist das NEIN-Sagen nicht so einfach.
Was meine Reha betrifft: die hat gar keine Besserung gebracht, es wurden Therapien und Tests gemacht und nach 6 Wochen war klar, dass ich aufgrund Symptome durch die multiplen Sklerose nicht mehr arbeiten kann. In meinem Beruf muss ich auch halbtags 4 Stunden am Stück lesen können und ich muss leider alle 10 Minuten für mindestens 5-10 Minuten Pause machen, da ich schwere Probleme mit den Augen habe. Dafür hat natürlich kein Chef Verständnis, für die Epilepsie hatte meiner schon Verständnis (da jeder epileptische Anfälle bekommen bzw plötzlich umfallen kann!), trotz dass ich auch im Labor gearbeitet habe u da darf niemand alleine arbeiten. Mein Chef hat sich größte Gedanken bezüglich Therapien gemacht, dass mein Zustand wieder besser wird, weil er mich als Mitarbeiterin behalten wollte, aber auch er kann nicht zaubern.
Ich weiß, dass der Renteneintritt für meine Gesundheit gut war, der Zustand hat sich nicht extrem verschlechtert.
Dir kann ich nur raten: informiere dich, wieviel Stunden du pro Tag arbeiten darfst; ich habe die volle EM-Rente unbefristet und darf maximal 2,5 Stunden täglich arbeiten und 450€ monatlich verdienen.

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

max, Sonntag, 01. Oktober 2017, 18:35 (vor 75 Tagen) @ chrissie

Hallo Max,
dass meine Neurologen mir dazu geraten haben, in Rente zu gehen, hat daran gelegen, dass sie wussten, wie stressig mein Job war. 10-12 Stunden täglich in der Klinik war ganz normal, aber weil ich meinen Beruf geliebt habe und tolle Kollegen/Chefs hatte, hab ich es sehr gerne gemacht. An meine Gesundheit habe ich erst gedacht, als es zu spät war.
Meine jetzige Nachhilfetätigkeit mache ich eher als Freundschaftsdienst: wenn ich dafür 50€ im Monat bekomme, hab ich Glück, aber ich mache das für diesen behinderten Jungen, der lernen möchte. Daher kann ich auch NEIN sagen, wenn es mir nicht gut geht. In einem richtig bezahlten Job ist das NEIN-Sagen nicht so einfach.
Was meine Reha betrifft: die hat gar keine Besserung gebracht, es wurden Therapien und Tests gemacht und nach 6 Wochen war klar, dass ich aufgrund Symptome durch die multiplen Sklerose nicht mehr arbeiten kann. In meinem Beruf muss ich auch halbtags 4 Stunden am Stück lesen können und ich muss leider alle 10 Minuten für mindestens 5-10 Minuten Pause machen, da ich schwere Probleme mit den Augen habe. Dafür hat natürlich kein Chef Verständnis, für die Epilepsie hatte meiner schon Verständnis (da jeder epileptische Anfälle bekommen bzw plötzlich umfallen kann!), trotz dass ich auch im Labor gearbeitet habe u da darf niemand alleine arbeiten. Mein Chef hat sich größte Gedanken bezüglich Therapien gemacht, dass mein Zustand wieder besser wird, weil er mich als Mitarbeiterin behalten wollte, aber auch er kann nicht zaubern.
Ich weiß, dass der Renteneintritt für meine Gesundheit gut war, der Zustand hat sich nicht extrem verschlechtert.
Dir kann ich nur raten: informiere dich, wieviel Stunden du pro Tag arbeiten darfst; ich habe die volle EM-Rente unbefristet und darf maximal 2,5 Stunden täglich arbeiten und 450€ monatlich verdienen.

Hallo Chrissie,
die max. 2,5 Stunden und 450 Euro gelten auch bei mir. Meine Belastbarkeit wurde sogar bei einer "Leistungserprobung" getestet/ bestätigt. Hier waren es wider Erwarten sogar weniger als zwei Stunden. Danach läßt die Aufnahmefähigkeit bzw. das Konzentrationsvermögen stark nach. Eigentlich hatte ich mir ein anderes Ergebnis erhofft, da ich auf lange Sicht wieder mehr bzw. voll arbeiten wollte. Mein Neurologe ist aber auch der Meinung, dass die Verrentung am besten für mich sei und ich solle froh sein, daß es mir aktuell so gut ginge. Dies solle auf jeden Fall so bleiben. Ich habe meine Arbeit nie als Streß empfunden, auch wenn es manchmal hektisch war. Die Anfälle kündigen sich bei mir nicht an bzw. kann ich mich nicht daran erinnern. Ein Kollege sprach mal von Veränderungen und das ich ihn komische Dinge gefragt hätte, aber es fehlen mir immer ein paar Minuten. Ist das eigentlich normal??

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

chrissie @, Sonntag, 01. Oktober 2017, 22:47 (vor 75 Tagen) @ max

Das ist ganz normal, dass dir ein paar Minuten fehlen, egal ob sich die Anfälle ankündigen z.B. durch Auren oder nicht. Bei mir ist das auch, ich sage immer, es ist wie ein Filmriss. In meinen jetzigen dyskognitiven Anfällen mache ich aber Dinge, wie sie auch geplant waren und niemand im Umfeld merkt was von dem Anfall. Meine Anfälle vor 22 Jahren waren anders, da waren auch Grand mal dabei, bei den dyskognitiven habe ich nicht richtig reagiert, auch schon mal was ganz anderes gesagt, mit den Fingern komisch rumgespielt, Schmatzgeräusche (auch im Schlaf), auch mal eingenässt und hingefallen. Vor den Grand mal hatte ich nie Auren; ich habe auch oft isolierte Auren, also anschließend keinen dyskognitiven Anfall. Früher war ich nach den Anfällen immer extrem müde, das hab ich bei den jetzigen Anfällen nicht mehr.
Du siehst, dass das Bild des Anfalls (also was im Anfall abläuft) anscheinend bei jedem total unterschiedlich ist (vielleicht ist die Epilepsie auch die Krankheit der 1000 Gesichter!?! Wie die MS). Das kommt ja auch drauf an, in welchem Gehirn-Bereichen der Anfall genau entsteht und das Gehirn ist sehr sehr kompliziert, daher ist die ganze Neurologie so kompliziert (es ist ja nicht nur das Gehirn!).

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

sandra79, Montag, 02. Oktober 2017, 13:56 (vor 74 Tagen) @ chrissie

Danke ihr Lieben für die guten Antworten.

Also mit dem 365 Tagen zu Hause zu bleiben war ja auch nicht unbedingt wörtlich zu nehmen, obwohl es auch Zeiten bei mir gab, wo ich gar nichts alleine machen konnte ;-)

So wie ihr es schreibt ist mein Alter ja gar nicht so abwägig. Ich habe allerdings noch zwei weitere Fragen.

1. Ungefähr 2015 wurde von der Arge ein Test durchgeführt, da ich an einer Umschulung interessiert war. Da bin ich durchgefallen... jetzt habe ich bei meiner letzten Arbeitslosigkeit nachgefragt, würde mir nicht zustehen, wegen den durchgefallenden Test. Ändert sich da was dran?

2. Wie sieht eine Reha für Epileptiker aus? Ich kann mir da irgendwie gar nichts drunter vorstellen.

In Bethel war ich 5 Wochen stationär aufgenommen worden, aber außer Tablettenumstellung und Untersuchungen war da nicht wirklich was gemacht worden.

LG
Sandra

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

chrissie @, Montag, 02. Oktober 2017, 17:44 (vor 74 Tagen) @ sandra79

Hallo Sandra,
ich kann dir nur raten, eine Reha zu machen. Ob es dadurch eine Besserung der Krankheit gibt ist fraglich. Aber auf der Reha werden auch wieder Tests gemacht, wie sehr du beruflich belastbar bist (Max hat es vorher schon beschrieben), ich hab diesen Test nur 10 Minuten durchgehalten. Meine Neurologen haben mir vorher schon gesagt, dass es keine Besserung der Erkrankung bringen wird, aber ich soll die Reha auf jeden Fall machen. Vor allem, wenn es bei dir um den Renteneintritt geht, es heißt immer "Reha vor Rente", weil dort eben diese Tests gemacht werden.
Besprich die Reha mit deinem Neurologen.

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

sandra79, Mittwoch, 11. Oktober 2017, 17:19 (vor 65 Tagen) @ chrissie

Ihr dürft mir alle gratulieren. An dem Tag, wo ich in der Firma bescheid gegeben habe, dass ich krank geschrieben bin kam postwendend die Kündigung :-(

Jetzt versuche ich das mit der Rente tatsächlich mal und lasse mich mal beraten. Termin bei meinen Arzt habe ich schon und beim Rentenamt auch^^

Arbeitsunfähigkeitsrente schon mit 38?

morti, Freitag, 20. Oktober 2017, 00:55 (vor 57 Tagen) @ sandra79

Hallo Sandra,

das Alter spielt bei der Ermittlung der Erwerbsfähigkeit keine Rolle. (es wirkt sich max. auf die Berechnung der Rentenhöhe aus)
Die Erwebsfähigkeit ist eine Zeitangabe der täglichen Belastbarkeit, welche aussagt, ob eine Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsminderung oder eine volle Erwerbsfähigkeit vorliegt. Was bedeutet das nun? Eine Person ist belastbar, solange keine eigene lebensbedrohliche Situation für sich selbst oder die einer anderen Person hervorgerufen wird. (Tip: prüfe für dich, inwieweit Kontrollverlußte auftreten) Diese Zeitangabe wird bei der REHA ermittelt.

Ist die tägliche Belastbarkeit kleiner 3 Stunden, so ist eine EU-Rente realistisch. Bis 6 Stunden gibt's die EM-Rente. Darüber liegt die volle Erwerbsfähigkeit.

Du wolltest wissen, wie das 'neue' Leben im Rentenstatus aussieht. Einen Teil hast du schon selbst beantwortet. Stress ist für Epi's das reinste Gift. Du kannst prinzipiell alles machen, nur teile deine Zeit so ein, daß kein Streß entsteht. Ebenfalls ist es günstig, wenn man eine Aufgabe für sich findet (Hobby, Vereinstätigkeit etc.), welche zu einer persönlichen Selbstbestätigung führt. Diese beiden Ansätze sind umfangreich genug (glaub's mir, da hat man genug zu tun).

MfG Morti

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