Epilepsie Online Logos

Epilepsie Selbstverschulden ?

Christoph @, Mittwoch, 22. Februar 2006, 02:39 (vor 4982 Tagen)

Hallo Zusammen!

Habe nach einem (und bisher einzigen) Anfall - bei dem ich mir durch Sturz und Verkrampfung einige Knochen demoliert habe - natürlich versucht, mir bei Unfallversicherung/Gewerkschaft zu holen, was mir (meiner Meinung nach) eigentlich zusteht.
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß alle Zahlungen verweigert wurden, da es sich bei einem epileptischen Anfall nach Aussage der Ärzte um SELBSTVERSCHULDEN handelt und die Knochenbrüche keine Folge eines Unfall`s sind!
Ich muß noch dazusagen, daß sich der Anfall zuhause im Schlaf ereignet hat (bin aus dem Bett gefallen :-).
Ist es jemandem von Euch auch so ergangen und könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

In freudiger? Erwartung Eurer Antworten - Christoph

Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Dagmar @, Mittwoch, 22. Februar 2006, 09:31 (vor 4982 Tagen) @ Christoph

Hallo,

Was glaubst Du den was Dir zusteht? Versteh Dich nicht!Was steht den im klein gedruckten deiner Verträge wann gezahlt wird wann nicht?

Gruß Dagmar

Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

SabineH @, Mittwoch, 22. Februar 2006, 14:18 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

Hallo,

ist Unfallversicherung der Gewerkschaft gemeint, dann kann ich mir Ansprüche auch nicht vorstellen. Wieso auch. Bei allgemeiner Unfallsversicherung dachte ich das auch. Dann vielleciht nächste mal einfache Erklärung abgeben. Bin einfach so aus Bett gefallen. Hat man als Epi nie Anprüche?

Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Katrin ⌂ @, Mittwoch, 22. Februar 2006, 17:53 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

[zitat=Christoph]Hallo Zusammen!

Habe nach einem (und bisher einzigen) Anfall - bei dem ich mir durch Sturz und Verkrampfung einige Knochen demoliert habe - natürlich versucht, mir bei Unfallversicherung/Gewerkschaft zu holen, was mir (meiner Meinung nach) eigentlich zusteht.
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß alle Zahlungen verweigert wurden, da es sich bei einem epileptischen Anfall nach Aussage der Ärzte um SELBSTVERSCHULDEN handelt und die Knochenbrüche keine Folge eines Unfall`s sind!
Ich muß noch dazusagen, daß sich der Anfall zuhause im Schlaf ereignet hat (bin aus dem Bett gefallen :-).
Ist es jemandem von Euch auch so ergangen und könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

In freudiger? Erwartung Eurer Antworten - Christoph
[/zitat]
Hallo,
durch was ist denn die Epilepsie entstanden?Angeboren oder Unfall?

Gruß,Kati

Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Christoph @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 10:47 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

Hallo Zusammen!
Danke für die Antworten, aber die Frage " Was glaubst Du denn, was Dir zusteht? " nützt mir auch nichts. Da Ihr damit wohl Erfahrungen gemacht habt, wären mir ein paar Antworten lieber. Wie gesagt ist es mein Erster gewesen und ich habe somit überhaupt keine Erfahrung. Und mit den Anfällen als solches hat es ja nichts zu tun, es geht um die "Folgeerscheinungen - die Knochenbrüche" und damit verbundenen längeren Arbeitsausfall.
Zu den einzelnen Fragen: Nein, Unfallvers. und Gewerkschaft sind getrennt zu sehen, die Gewerkschaft zahlt das Krankenhaus-/Rehatagegeld (jährlich bis 280,¤) zurück.
Und nein, es ist nicht bekannt aus welchen Gründen ich diesen Anfall bekommen habe.
Liebe Grüße - Christoph

Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Margrit @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 10:51 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

[zitat=Christoph]Hallo Zusammen!

Habe nach einem (und bisher einzigen) Anfall - bei dem ich mir durch Sturz und Verkrampfung einige Knochen demoliert habe - natürlich versucht, mir bei Unfallversicherung/Gewerkschaft zu holen, was mir (meiner Meinung nach) eigentlich zusteht.
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß alle Zahlungen verweigert wurden, da es sich bei einem epileptischen Anfall nach Aussage der Ärzte um SELBSTVERSCHULDEN handelt und die Knochenbrüche keine Folge eines Unfall`s sind!
Ich muß noch dazusagen, daß sich der Anfall zuhause im Schlaf ereignet hat (bin aus dem Bett gefallen :-).
Ist es jemandem von Euch auch so ergangen und könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

In freudiger? Erwartung Eurer Antworten - Christoph
[/zitat]


Hallo christoph

Ein Epi-Anfall nach Konsum von Drogen, Alkohol oder nach einem Konzert oder aber nach stundenlangem gamen kann durchaus durch "Selbstverschulden" entstehen. Solltest du aber weder Drogen noch Alkohol nehmen, verstehe ich die Aussage deines Arztes nicht. Du kannst ja nichts dafür. Dennoch ist Epi eine Krankheit und gehört wohl auch in deinem Fall abeklärt, warum und wieso. Hier muss die Krankenversicherung greifen, also sprich das Krankentaggeld, da schlussendlich die Krankheit Auslöser für die Frakturen und so weiter ist. Sprich mit deinem Arzt nochmals darüber oder wende dich direkt an einen Neurologen. Gruss, Margrit

Re: Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Chris @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 11:51 (vor 4981 Tagen) @ Margrit

Hallo Christoph,

ich würde mich in deinem Fall von einem Rechtsanwalt bzw. VDK beraten lassen. Die Versicherungen versuchen immer, sich vor Zahlungen zu "drücken". Es ist ja auch so, dass die meisten Versicherungsnehmer das so hinnehmen, wie es einem von der Versicherung erklärt wird.
Also, lass dich ordentlich beraten!

Gruß
Christian

Re: Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Christoph @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 11:55 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

[zitat=Margrit][zitat=Christoph]Hallo Zusammen!

Habe nach einem (und bisher einzigen) Anfall - bei dem ich mir durch Sturz und Verkrampfung einige Knochen demoliert habe - natürlich versucht, mir bei Unfallversicherung/Gewerkschaft zu holen, was mir (meiner Meinung nach) eigentlich zusteht.
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß alle Zahlungen verweigert wurden, da es sich bei einem epileptischen Anfall nach Aussage der Ärzte um SELBSTVERSCHULDEN handelt und die Knochenbrüche keine Folge eines Unfall`s sind!
Ich muß noch dazusagen, daß sich der Anfall zuhause im Schlaf ereignet hat (bin aus dem Bett gefallen :-).
Ist es jemandem von Euch auch so ergangen und könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

In freudiger? Erwartung Eurer Antworten - Christoph
[/zitat]


Hallo christoph

Ein Epi-Anfall nach Konsum von Drogen, Alkohol oder nach einem Konzert oder aber nach stundenlangem gamen kann durchaus durch "Selbstverschulden" entstehen. Solltest du aber weder Drogen noch Alkohol nehmen, verstehe ich die Aussage deines Arztes nicht. Du kannst ja nichts dafür. Dennoch ist Epi eine Krankheit und gehört wohl auch in deinem Fall abeklärt, warum und wieso. Hier muss die Krankenversicherung greifen, also sprich das Krankentaggeld, da schlussendlich die Krankheit Auslöser für die Frakturen und so weiter ist. Sprich mit deinem Arzt nochmals darüber oder wende dich direkt an einen Neurologen. Gruss, Margrit[/zitat]

Danke Margit,

die einzelnen Auslösefaktoren sind mir schon aufgezählt wurden.
Alkohol - ok, war vor dem Anfall vielleicht etwas viel, wegen Scheidung - deswegen auch sogenannter seelischer Streß,
Streß allgemein - auf Arbeit ist bei uns immer Streß,
Drogen habe ich noch nie genommen, Lichtreflexen durch Spiele/Disco oder Lärm durch Arbeit/Konzert bin ich auch nicht ausgesetzt.
Von einer Vererbung ist nichts bekannt und mein Hirn (Tumor - Vernarbung bis jetzt auch nichts gefunden) wird heute nochmal "gescannt".
Die Ärzte vermuten, daß es sich bei mir um eine Kombination aus mehreren Umständen zusammensetzt: Streß (Arbeit - über Jahre), dazu kam seelischer Streß (Scheidung), Alkohol (hatte aber 2 Tage vor dem Anfall das letzte Mal was getrunken), konnte auch in der Zeit vor dem Anfall ziemlich schlecht schlafen (ca.2 Monate, manchmal nur 3 Stunden pro Nacht)und dann kam dazu noch `zusätzliche` körperliche Belastung (Gewichtetraining) was vermutlich dann den Schalter im Hirn endgültig umgelegt hat (nach Aussage der Ärzte).
Wenn das jetzt jemand hier liest wird er sich vielleicht kaputtlachen, aber leider verträgt nicht jeder gewisse Um-/Zustände, kann ich auch nichts dagegen machen. War vor Jahren schonmal 6 Wochen wegen "nervlicher Überlastung" krankgeschrieben. Und die Vorraussetzungen für Epilepsie trägt Jeder in sich, nur bei den Wenigsten bricht diese Krankheit aus.

Und das Krankentagegeld werde ich sowieso von der Kasse zurückbekommen,da die ganzen Zuzahlungen (Tagegeld, 10¤ Arzt, Medikamentenzuzahlung, Krankengymnastik usw.) sowiese die 3% vom Brutto übersteigen werden, bedingt durch ständige Behandlungen wegen meinem kaputten Arm. Aber trotzdem gibt es (falls es als Unfall durchgeht) noch irgendeine Zuzahlung von der Gewerkschaft.

Also, das war nun etwas ausführlicher, Ihr könnt Euch ein Bild machen und mir nun vielleicht Infos und Erfahrungen zukommen lassen.

Gruß, Christoph

Re: Re: Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Christoph @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 12:03 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

[zitat=Chris]Hallo Christoph,

ich würde mich in deinem Fall von einem Rechtsanwalt bzw. VDK beraten lassen. Die Versicherungen versuchen immer, sich vor Zahlungen zu "drücken". Es ist ja auch so, dass die meisten Versicherungsnehmer das so hinnehmen, wie es einem von der Versicherung erklärt wird.
Also, lass dich ordentlich beraten!

Gruß
Christian[/zitat]

Hallo Christian,

habe ich mir vorgenommen und hatte deshalb gehofft, hier noch einige Tipps zu bekommen.
Und VDK ist schonmal ein sehr guter Tipp.
Danke !!

Gruß, Ch

Re: Re: Re: Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Christoph @, Donnerstag, 23. Februar 2006, 12:14 (vor 4981 Tagen) @ Christoph

[zitat=Christoph][zitat=Chris]Hallo Christoph,

ich würde mich in deinem Fall von einem Rechtsanwalt bzw. VDK beraten lassen. Die Versicherungen versuchen immer, sich vor Zahlungen zu "drücken". Es ist ja auch so, dass die meisten Versicherungsnehmer das so hinnehmen, wie es einem von der Versicherung erklärt wird.
Also, lass dich ordentlich beraten!

Gruß
Christian[/zitat]

Hallo Christian,

habe ich mir vorgenommen und hatte deshalb gehofft, hier noch einige Tipps zu bekommen.
Und VDK ist schonmal ein sehr guter Tipp.
Danke !!

Gruß, Ch[/zitat]

.... inzwischen habe ich auch den Tip bekommen, daß es möglich ist, die ganze Sache direkt von der Krankenkasse prüfen zu lassen, denn die sind ja bemüht Geld zu sparen und vordern dann alle Unterlagen der behandelnden Klinik an. Da es wie gesagt eigentlich um den kaputten Arm (also die Folgeerscheinung des Anfalls) geht - lag mittlerweile deshalb schon 4 mal unterm Messer und die nächste OP kommt bald (Prothese) - werde ich natürlich alles versuchen und hoffe deshalb auf Mitteilung Eurer Erfahrungen.

Grüße

Re: Epilepsie Selbstverschulden ?

Mahdi ⌂ @, Samstag, 11. März 2006, 23:53 (vor 4964 Tagen) @ Christoph

[zitat=Christoph]Hallo Zusammen!

Habe nach einem (und bisher einzigen) Anfall - bei dem ich mir durch Sturz und Verkrampfung einige Knochen demoliert habe - natürlich versucht, mir bei Unfallversicherung/Gewerkschaft zu holen, was mir (meiner Meinung nach) eigentlich zusteht.
Zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, daß alle Zahlungen verweigert wurden, da es sich bei einem epileptischen Anfall nach Aussage der Ärzte um SELBSTVERSCHULDEN handelt und die Knochenbrüche keine Folge eines Unfall`s sind!
Ich muß noch dazusagen, daß sich der Anfall zuhause im Schlaf ereignet hat (bin aus dem Bett gefallen :-).
Ist es jemandem von Euch auch so ergangen und könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen?

In freudiger? Erwartung Eurer Antworten - Christoph
[/zitat]

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum