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Weitervererbung an Töchter

Sandra @, Mittwoch, 08. Februar 2006, 20:18 (vor 4967 Tagen)

Hallo,
vielleicht kann mir ja einer von Euch weiterhelfen.
Ich habe drei süsse Töchter im Alter von 4, 6 und 9
Jahren.
Ich habe seit meinem achten Lebensjahr Grand-Mal
Anfälle, aber nur im Schlaf.
Nehme nun seit drei Jahren Medikamente ( Anfälle nur noch 1-2 mal im Jahr.)
Nun meine Frage:
Besteht die Möglichkeit, das ich Epi an meine Töchter
weitervererbe, oder geht das nur an die nächste Generation und dann nur an die weibliche????
Es wäre sehr lieb, wenn ihr meine Frage beantworten würdet.
Danke im vorraus, Sandra

Re: Weitervererbung an Töchter

daniela @, Mittwoch, 08. Februar 2006, 21:13 (vor 4967 Tagen) @ Sandra

Hallo Sandra,
Es könnte sein, dass du es weitervererbt hast, doch dazu müsste man wissen voher deine Epi kommt, wenn es einem Unfall zuzuschreiben ist, dann wir es wohl nicht der Fall sein, höchstens, wenn du es selbst schon geerbt hast und es in deiner Familie schon andere Epileptiker gibt.
was mich mehr wunder nimmt ist seit wann du epi hast, denn ich habe merkwürdigerweise bis heute auch immer nur im schlaf grand mal gehabt, weisst du vielleicht woran das liegt?
Liebe Grüsse von Daniela

Re: Re: Weitervererbung an Töchter

Sandra Müller @, Donnerstag, 09. Februar 2006, 18:58 (vor 4966 Tagen) @ daniela

Hallo Daniela,
schön das ich endlich jemanden kennenlerne
dem es genauso geht wie mir!!!!!!!!!!!!!!!
Es gibt verschiede Arten von Epilepsie
darunter auch unsere Form.
Warum das so ist kann ich Dir leider auch nicht beantworten.
Ich weiß allerdings zu 99,9%
das es nicht die schlimmste ist.
Bekommst Du von deinem Anfall auch nichts mit, oder wirst du vorher wach ???
Mein Anfall: Werde wach, habe starke Kopfschmerzen und mir ist kotzübel.
Habe eingenässt und mir auf die Zunge
gebissen, alles ist so anders, unnormal.
Schreib doch mal zurück .
Gruß Sandra

Re: Weitervererbung an Töchter

Dagmar @, Mittwoch, 08. Februar 2006, 22:26 (vor 4967 Tagen) @ Sandra

Hallo,

Epilepsie wird nicht vererbt.Es wird nur die Veranlagung dazu vererbt es muss dann immer noch ein äusser Einfluss dazu kommen.

Gruss Dagmar

Re: Weitervererbung an Töchter

Hoernchen28 @, Mittwoch, 08. Februar 2006, 23:36 (vor 4967 Tagen) @ Sandra

Hallo Sandra,
ich bin kein Experte, aber meine Frau hat Epi, und ihre Mutter hatte es auch.
Die Frage jedes Neurologen bei der Suche nach der Ursache lautet: Gab es in ihrer Familie bereits Epi?
Muss wohl was dran sein!
Übrigens: Alle anderen Geschwister haben keine Epi. ?Glücksache?
Leider wissen wir zu wenig über diese Krankheit.
Wir können nur hoffen, dass die Medizin in ferner Zukunft weiter kommt.
Gruß
Hörnchen

Re: Weitervererbung an Töchter

Sandra @, Donnerstag, 09. Februar 2006, 18:49 (vor 4966 Tagen) @ Sandra

Hallo Ihr drei,
vielen Dank für Eure Antworten.
Meine Oma hatte auch Anfälle, mein Vater
(Ihr Sohn) wiederrum nicht.
Vielleicht weiß ja trotzdem einer von Euch
wie das mit der Vererbungslehre ist und
kann man es z.B. durch Untersuchungen jetzt schon rausfinden ?
Liebe Grüße Sandra

Re: Weitervererbung an Töchter

Verena @, Donnerstag, 09. Februar 2006, 20:31 (vor 4966 Tagen) @ Sandra

Hallo,
mein Mann hat auch seit Beginn der Pubertät eine Nachtschlafepilepsie, die aber auf eine schwere Geburt zurück geführt wird (Hebamme hat ihn mit aller Gewalt versucht im Geburtskanal zu halten, weil kein Arzt da war - Folge: Vernarbung am Gehirn). Allgemein hat er wegen Vererbung auch den Arzt gefragt und der hat auf die Umstände verwiesen (Vorerkrankung in der Familie oder "Unfall", oder ähnliches). Weißt du auf was deine Epilepsie zurück zu führen ist?


Schöne Grüße Verena

Re: Weitervererbung an Töchter

jana @, Freitag, 10. Februar 2006, 09:45 (vor 4965 Tagen) @ Sandra

Hallo,
also, ich werde dieses jahr 46 und habe seit letztes jahr epi (hatte im sept. einen grand mal und seither viele kleinere) in meiner fam. gab es bisher noch nie epilepsie. auf meine fragen nach dem warum, erhalte ich eigentlich immer die gleiche antwort: das weiß niemand, genauso wenig wie man sagen kann warum einer zuckerkrank ist. meine vermutung ist also - epilepsie ist noch so wenig erforscht, dass die ärzte noch sehr viel hinterfragen müssen um eine antwort zu finden, zumindest bei den fällen ohne klare ursache wie z.b veränderungen im gehirn etc. kann natürlch auch falsch liegen.
gruß jana

Re: Weitervererbung an Töchter

Matthias @, Freitag, 10. Februar 2006, 14:03 (vor 4965 Tagen) @ Sandra

Hallo,

ich bin gegen die Einstellung, daß Epilepsie "vererbbar" ist.
Wie Oben schon geschrieben, ist doch nicht jedes Kind eines Epileptikers / einer Epileptikerin auch Epileptiker.
Uns wurde bei der AHB vom Stationsarzt gesagt, daß Epilepsie nicht vererbbar ist.
Jedoch besteht höhere "Veranlagung" zu einer Epilepsie in der Erbfolge.
Jeder von uns hat den Krebs drinnen, aber unsere abwehrkräfte sorgen für die Verhinderung eines Ausbruches und so ist es auch bei Epilepsie.
Eine Epilepsie ist übrigens durchaus heilbar. Wie eine Herzklappe austauschbar ist, so ist auch ein Herd entfernbar. Und dann greift eben wieder die Veranlagung und der Lebenswandel ein.


Es gibt auch ein Sprichwort, das Wahrheit beinhaltet.
"Krankheiten befallen uns
nicht aus heiterem Himmel,
sondern entwickeln sich aus
täglichen Sünden wider die Natur.
Wenn sich diese gehäuft haben,
brechen sie unversehens hervor"
(Hippokrates)

Und wenn ich auch an unsere Rauschgiftler, Säufer und die, die die Ruhezeiten nicht für notwendig halten, dann sollen sie sich auch auf Anfälle einstellen und mit ihnen leben lernen und nicht herumjammern.

Matthias

Re: Weitervererbung an Töchter

beachbum @, Freitag, 10. Februar 2006, 17:50 (vor 4965 Tagen) @ Sandra

[zitat=Sandra]Hallo,
vielleicht kann mir ja einer von Euch weiterhelfen.
Ich habe drei süsse Töchter im Alter von 4, 6 und 9
Jahren.
Ich habe seit meinem achten Lebensjahr Grand-Mal
Anfälle, aber nur im Schlaf.
Nehme nun seit drei Jahren Medikamente ( Anfälle nur noch 1-2 mal im Jahr.)
Nun meine Frage:
Besteht die Möglichkeit, das ich Epi an meine Töchter
weitervererbe, oder geht das nur an die nächste Generation und dann nur an die weibliche????
Es wäre sehr lieb, wenn ihr meine Frage beantworten würdet.
Danke im vorraus, Sandra[/zitat]

angeblich wird epilepsie an jedes 2. geborene kind vererbt..... bei meinem freund ist es so . bei seinem jüngeren cousin wieder nicht...

Re: Re: Weitervererbung an Töchter

sandra @, Samstag, 11. Februar 2006, 19:13 (vor 4964 Tagen) @ Sandra

Liebe Verena,
ich weiß von meiner Mutter,daß ich ein
"Steißlagenkind" bin und mein
früherer Neurologe meinte es könnte sein,
daß ich Sauerstoffmangel bei der Geburt hatte.
Jeder erzählt mir das Epi nicht vererbar
sei, warum gibt es dann so viele Epi´s
mit Tanten, Onkeln, Geschwistern u.s.w
die auch Epileptiker sind, komisch oder ??? Ich habe es seit meinem achten
Lebensjahr.
Liebe Grüße Sandra

Re: Weitervererbung an Töchter

Verena @, Samstag, 11. Februar 2006, 20:52 (vor 4964 Tagen) @ Sandra

........ warum gibt es dann so viele Epi´s
mit Tanten, Onkeln, Geschwistern u.s.w
die auch Epileptiker sind, komisch oder ??? Ich habe es seit meinem achten
Lebensjahr.
Liebe Grüße Sandra[/zitat]

Hallo,

ich denke das man einfach unterscheiden muss und jede Famiulie einzeln betrachten sollte. Sicherlich gibt es eine Veranlagung zur Epilepsie innerhalb von Familien, genauso wie für andere Krankheiten auch.
Auf der anderen Seite gibt es die Epi-Einzelfälle innerhalb eines Familiestammes (wie bspw. bei meinem Mann)un auch bei anderen Krankheiten kommt das ja auch vor.
Einen möglichen Ursprung für eine Krankheit zu wissen, erleichert aber das Nachdenken ungemein, z.b. macht sich mein mann bisher eigentlich überhaupt keine Sorgen, ob er die Epi möglichweise an seine 2 Töchter "weiter vererbt" hat, da es ja ein "Geburtsunfall" war und er theorethisch hätte voll gesund sein können.

Grüße Verena

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