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Sprachstörungen / Verständnisstörungen bei Epilepsie

Niiina, Sonntag, 15. März 2020, 22:43 (vor 21 Tagen)

Hallo Leute,

vor 4 Jahren wurde bei mir Epilepsie diagnostiziert. Auslöser ist evtl. eine Gefäßmissbildung.
Ich habe Grandmal-Anfälle und kleinere Anfälle.

Außerdem Sprach-/ und Verständnisstörungen welche mit der Zeit auch immer intensiver werden. Kein Medikament hat bisher geholfen.

Diese äußern sich ungefähr so:

Ich habe ein seltsames Gefühl, als wäre alles auf einmal ganz weit weg und verstehe gesprochenes, auch bei Fernsehen/Radio, überhaupt nicht mehr.
Als wäre es eine fremde Sprache.
Ich weiß nicht mehr was die Wörter bedeuten und kann auch geschriebenes nicht verstehen.
Ich höre zwar das jemand mit mir spricht, kann es aber nicht „verwerten“.
In diesen Situationen bin ich kaum fähig mich zu äußern.

Diese Sprach- und Verständnisstörungen äußern sich verschieden stark.
Manchmal kann ich zwar verstehen, aber nicht sprechen sowie umgekehrt.
Meistens funktioniert dann aber beides nicht.
Das passiert auch mitten im Gespräch / mitten im Satz.
Nach außen hin sind die Sprachstörungen nicht sichtbar und das Umfeld bekommt davon (meistens) nichts mit.

Manchmal dauert ein solcher Aussetzer wenige Sekunden und manchmal ziehen sie sich über mehrere Minuten oder auch Stunden, wo sie immer wieder Phasenweise kurz nacheinander auftreten.

Mit der Zeit wurden sie immer stärker und intensiver. Inzwischen treten sie fast jeden Tag auf und erschweren mir meinen Alltag und meinen Job.

Ein Auslöser ist nicht bekannt da es in völlig unterschiedlichen Situationen auftritt..

Die Hoffnung, das es nur eine Nebenwirkung vom Zonisamid ist, hat sich leider nicht bewahrheitet.
Auch nach etlichen Medikamentenwechseln hat sich nichts verändert - im Gegenteil:
Die Sprachstörungen werden immer stärker und die Grand-Mal-Anfälle sind auch nach wie vor unverändert vorhanden.
Der Neurologe bezeichnet die Sprachstörungen als „anfallsartig“, jedoch sind auch während der Sprachstörungen keine Ausschläge im EEG zu sehen.
Die Ärzte sind immer total überfragt und haben sowas noch nie gehört..

Aktuell nehme ich Vimpat mit insgesamt 550 mg / Tag.

Vielleicht hat jemand ebenfalls dieses Problem oder eine Idee wo das herkommen könnte??

Liebe Grüße


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